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TEXTE

Montag, 25. April 2016

"Der..."

... Vielfache.

-I-

- SCHIZOPHRENIA -

An einem Frühlingstag vor Jahren bemerkte ich während eines Spaziergangs durch das Städtchen, in dem ich seit einiger Zeit lebte, jene ersten Anzeichen dessen, was sich bald zu einer Affäre ungeahnter Tragweite entwickeln sollte.
Mein Leben zu diesem Zeitpunkt war sehr beschaulich. Nach Studium und Ausbildung an der Universität zu Leipzig hatte ich mich entschieden, eine Existenz als freier Schriftsteller auf mich zu nehmen und - demnach - ein vergeistigtes, ganz auf Phantasie und Imagination ausgerichtetes Dasein zu führen: ich las, ich dachte nach, verfolgte die zarten, schnell verwehenden Spuren meiner Intuition, ich schrieb.
Ja, natürlich, ich war noch weit davon entfernt, mir auf diese Weise meinen Lebensunterhalt verdienen zu können, - aber - ich war durchaus entschlossen, Verzicht zu leisten, der Kunst zu dienen und vielleicht einmal ein Teil zu werden des ewig durch die Epochen ziehenden Geisterzugs literarischer Genies.
Selbstverständlich wurde ich gelegentlich von Zweifeln geplagt.
Manche Stunde verging mir, derweil ich, erdrückt von Selbstvorwürfen, unfähig blieb, die Feder zu ergreifen, ganz und gar fruchtlos; Phasen, die ich stoisch ertrug, während ich mich an anderen Tagen in manischer Beschreibung innerer Empfindsamkeit oder auch vermeintlich objektiver Wahrheit verlor. Erst wenige Wochen vor jenen Ereignissen, die mein Leben für immer verändern sollten, war es mir gelungen, eine meiner Arbeiten - eine phantastische Erzählung - an einen Verlag zu verkaufen; ein Umstand, der mir etwas Rückenwind verschafft hatte, ein wenig Spielraum, um die auserkorene Existenzform weiter rechtfertigen zu können, weiter schreiben, weiter leben, weiter sinnvoll arbeiten zu können. Der Verdienst, der mir aus diesem Umstand der Veröffentlichung erwachsen sollte, würde zwar kaum der Rede wert sein, dennoch aber zog ich großen Nutzen aus der Angelegenheit.
Schlagartig begriff ich, dass auch Verleger nur aus Eigeninteresse heraus handelten und keineswegs immer selbstlose Förderer der Kunst waren.
Was, so frage ich Sie, kümmert den hart kalkulierenden Geschäftsmann eine Seele, die sich in einsamen, entbehrungsreichen Stunden zerfleischt, um das ausfliesende Gut, den dunklen Nektar ewiger Verdammung, in Worte zu fassen und der Nachwelt zu erhalten?
Nichts und noch einmal nichts.
Doch ich will nicht zu weit gehen.
An jenem Tag also, an dem alles begann, spazierte ich, begleitet vom Flüstern des Windes in den Zypressen durch eine mir vertraute Allee in Richtung eines Cafés, in dem ich, wann immer ich Entspannung und Ablenkung suchte, zu verweilen und Kaffee oder auch ein Gläschen Absinth zu mir zu nehmen gewohnt war. Da es allgemein Brauch war, die Nachmittagsstunden dem Flanieren zu widmen, die Straßen, Plätze und ländlichen Partien abzuschreiten, andere zu grüßen, den Hut zu ziehen, kurze Gespräche zu führen und sich derart in das eitle Treiben der Gesellschaft einzufügen, begegnete mir unterwegs viele Menschen, die mich zumindest vom Sehen her kennen mussten.
Alles schien normal, alles war wie immer, und doch…
Bereits die ersten Menschen, auf die ich traf, musterten mich mit irritierenden Blicken und zogen es vor, sich abzuwenden, anstatt mir, wie es sich gehört hätte, frei ihren Gruß zu entbieten; ein ungebührliches, geradezu skandalöses Betragen, das mir vor Entrüstung beinahe die Sprache verschlug. Noch dazu hatte es sich um Menschen gehandelt, mit denen ich mich bereits unterhalten hatte und deren Einladung auf ein Sommerfest ich einmal, ganz am Anfang meines Aufenthaltes in diesem Städtchen, gefolgt war. Ich bin, wie sie verstehen werden, durchaus der Überzeugung gewesen, in ihnen, wenn nicht Freunde, so doch engere Bekannte gewonnen zu haben.
Verunsichert blieb ich stehen und starrte dem Pärchen, das sich tuschelnd von mir entfernte, nach. Fast überwältigte mich der Drang, ihnen ein Wort der Ermahnung nachzurufen, ein entschiedenes „Unerhört!“, doch tat ich nichts dergleichen, sondern würgte den Affront, willens alles auf sich beruhen zu lassen, gleich einer bitteren Pille hinunter.
Doch damit nicht genug.
Das Verhalten der Passanten, ob alleine, zu zweit oder in Gruppen, ähnelte auch weiterhin dem lächerlichen Gehabe jenes ersten Pärchens, dem ich begegnet war. Ja, schlimmer noch: viele beließen es nicht nur bei Ignoranz, sondern fühlten sich angesichts meiner Person sogar zu Äußerungen blanken Entsetzens genötigt, erbleichten oder spiegelten grimmigen Ekel, Angst oder Verwirrung wieder. Es konnte sich, das stand fest, beim besten Willen nicht mehr nur um einen Zufall handeln.
Es musste Gründe geben.
Irritiert verfiel ich auf den Gedanken, vielleicht einen Miss-griff in der Wahl meiner Kleidung getan zu haben und so zog mich an einen Ort abseits der Straße zurück, um mir in dieser Hinsicht Gewissheit zu verschaffen. Doch auch hier ergab sich keine Erklärung, ich konnte nichts entdecken, alles erschien normal und durchaus wie es sich gehörte.
Hatte ich mich, ohne es zu wissen, zum Gespött der Leute gemacht? War ich Opfer von Gerüchten geworden, unschuldige Zielscheibe eines intriganten, rufschädigenden Ränkespieles? Nein, da ich sehr zurückgezogen lebte und nur wenig Kontakt zu den Bewohnern des Städtchens pflegte, schien es mir, wenn nicht ganz unmöglich, so doch höchst unwahrscheinlich.
So sehr ich nachdachte, ich fand keine Lösung.
Erneut beschloss ich, nichts darauf zu geben, und die Angelegenheit so gut es ging auf sich beruhen zu lassen.
Was sonst hätte ich tun sollen?
Die Laune zum Spazierengehen allerdings war mir gründlich verdorben, und so kehrte ich, entschlossen, die seltsamen Vorkommnisse in literarische Form zu gießen, stehenden Fußes in die private Abgeschlossenheit meiner bescheidenen Stube zurück.
Dort angelangt warf ich Stock und Zylinder aufs Bett, entledigte mich meiner Ausgehjacke und ließ mich an meinem Schreibtisch nieder.
Ich sah hinab.
Vor mir lag das vor dem Ausgehen bereits vorbereitete, weiße Blatt, unbeschrieben, herausfordernd, ganz so wie ich es gewohnt war und wie ich es liebte. Ich ergriff die Feder, bemerkte noch, dass es bald an der Zeit sein würde, eine neue zu besorgen, schraubte das Tintenfässchen auf, tauchte ein - und erstarrte.
Auf dem Blatt stand etwas, das ich allem Anschein nach bereits niedergeschrieben haben musste.
Ich konnte mich nicht erinnern.
„Reise in den Wald deiner Träume…blicke hinab in den dunklen See deiner Seele…“
Nicht ein Produkt meines Willens.

(...)

Ich verwerfe das Konzept der Textausschnitte im Buch. Nur fertige Erzählungen, alle neu, außer evtl. einer Wiederveröffentlichung der 2006/2007 beim edfc veröffentlichten Erzählung "Der mikrokosmische Maler" (- wired! -).

***

Eigentlich könnt' ich das Ding auch "Schizophrenia" nennen, oder, kurz, "Shizo" (super Titel, oder?).

:-))))

Montag, 28. März 2016

"Der..."

Abgrund.

Wie so oft erhebe ich mich und nähere mich schleppenden Schrittes dem Abgrund. Jede Bewegungen erfordert höchste Konzentration, will ich nicht einen Schritt zu viel wagen und hinabstürzen in den grundlosen Schlund. Sollte dies geschehen, das ist mir bewusst, wird nichts und niemand mir helfen können, denn abgesehen von den Schatten, die ich mehr empfinde als sinnlich wahrnehme, ist niemand hier. Nein, die Schatten verfügen über keinerlei Substanz, tragen keine Namen, haben keinerlei Bedeutung für mich und mein Dasein an diesem wunderlichen Ort; sie würden mir nicht helfen können, selbst wenn sie es wollten.
Was tue ich hier? Wo genau befinde ich mich?
Nicht der Hauch einer Ahnung, wie eine Antwort auf diese Fragen lauten könnte, ist mir gegeben.
Da ist einfach nichts.
Nichts außer eben jenen Schatten, von denen ich vermute, dass sie mir zwar in gewisser Weise ähneln, die aber - es scheint offensichtlich - nicht auf derselben Ebene existieren wie ich. Wann immer sie in meine Nähe kommen, empfinde ich sie als gegenwärtig, andererseits aber als unendlich weit entfernt, wie verbannt in eine parallele Wirklichkeit, eine irreale Zeitform - Vergangenheit oder Zukunft. Niemals werden wir fähig sein, uns gegenseitig zu erreichen oder miteinander in Kontakt zu treten. Hier in der Gegenwart, der einzig für mich greifbaren Realität, bleibe ich alleine; hier und jetzt existiere nur ich, ich und der Abgrund, dessen Brüllen Nacht für Nacht - kaum fünfzig Schritte von meiner Schlafstatt entfernt – an meine Ohren dringt.
Oft schlafe ich.
Immer träume ich.
Davon, unter welchen Umständen ich einst auf den Abgrund aufmerksam geworden bin. Damals kein materieller, ins Nichts führender Schlund, sondern eine ideelle, bizarre Anomalie in den Randzonen meines Verstandes, eine abartige Empfindung inmitten der harmlos-öden Landschaft banaler Alltäglichkeit - toter Punkt, blinder Fleck, immer gegenwärtig, niemals letztgültig erfassbar, etwas, das sich jedem Zugriff auf geradezu irrwitzige Weise entzieht, blitzschnell und meist im letztmöglichen Moment.
Eine fette, schwarze Spinne auf der Flucht.
Irgendwann in jenen Tagen, während mir der Abgrund zum ständigen Begleiter meines Lebens wurde, gelangten meine verzweifelten Erklärungsversuche zu dem Schluss, dass mich irgendetwas, dass mich irgendjemand, zu verhöhnen suchte. Eine, so mutmaßte ich, unbekannte Wesenheit hatte mich ins Auge gefasst, beobachtete mich und empfand Vergnügen daran, mich zu quälen und sich über meine Verzweiflung lustig zu machen. Eine Provokation, die mich, je länger sie andauerte, bis aufs Blut reizte und reizte und, am Ende, keine Sekunde mehr zur Ruhe kommen ließ. Ich konnte ihn nicht ertragen, diesen Vorwurf der Beschränktheit, der mir durch die Existenz des Unerklärlichen, des Unfassbaren entgegengeschleudert wurde.
Und so begann mein Niedergang.
Die Unmöglichkeit des Begreifens wurde mir zum Lebensinhalt, wurde Obsession. In mir wuchs, je länger die Herausforderung andauerte, ein Verlangen, das Unmöglich doch möglich zu machen; dem Unsichtbaren die Maske zu entreißen; das Unbegreifliche, aller Absurdität zum Trotz, dennoch zu begreifen.
Ein Zwang.
Ich bin, obwohl ich das Verhängnis zumindest ansatzweise einsehe, nicht in der Lage, dem selbstzerstörerischen Spiel Einhalt zu gebieten. Die simple, womöglich alles auflösende Aufforderung, die ich mir in seltenen, klaren Augenblick mit ganzer Macht zuraune, diese Notwendigkeit, die mich womöglich vor all dem, was noch folgen soll, bewahren könnte: Hör auf! Lass es sein! - bleibt unerhört, bleibt unerfüllt.
Es ist zwecklos. Stets wenn ich versuche, mich zu befreien, stoße ich auf eine Mauer, eine Grenze, die zu überwinden mir nicht möglich ist.
Am Ende schließlich, müde und der Resignation nahe, entdeckte ich das, was ich als nicht mehr zu leugnende, brutale Wahrheit akzeptieren musste. Ich erkannte, dass jenes Verlangen, das in mir gärte, das mein Wesen völlig in Beschlag nahm, nichts anderes sein konnte als - ich selbst. Diese Perversion, dieser Widerspruch in sich, stellte den nackten, aller Kulissen beraubten Kern meiner Existenz dar, und war, letzten Endes, das, was einzig mich am Leben hielt.
Diese Dunkelheit, dieses Paradox, dieser Abgrund - war ICH.
Dies alleine war der Stoff, aus dem sich das Rätsel zusammensetzte: ein Widerspruch, ein paradoxes Streben nach einem Nichts, welches ich im Grunde selbst war.
Und dann, eines Nachts, erwachte ich und fand mich in einer Welt wieder, in welcher der Abgrund, der zuvor nur in meinem Verstand existiert hatte, Realität geworden war.
Eigentlich, so muss ich eingestehen, habe ich diese Welt, die nun die Trostlosigkeit meiner Lebenswirklichkeit ausmacht, selbst erschaffen, selbst beschworen und hervorgerufen.
Niemand sonst.

(...)

Montag, 22. Februar 2016

"Da..."

... ich mich, nach äußerst reifer Entschlussfassung im Anschluss an langes, wiederholtes und sorgfältiges Überlegen, nun dazu entschlossen habe, den ersten Teil der "FREMDLER-ARCHIVE" KOMPLETT in das Buch zu nehmen (ein Buch IM BUCH?), ein kurzer Schnitt:

Fantasy

Wieder Träume und Visionen von Ehre, einer phantastischen, fantasyhaften Welt, von erschöpften Rittern in glänzenden Rüstungen, die am Ende des Tages, auf's Schwert gestützt, den Kopf gesenkt, Dank dem Kriegsgott bringen, der sie - für eine kurze Weile noch - am Leben ließ; ein Blick hinab ins Tal, in dem, im Licht des Sonnenuntergangs, die Burg erstrahlt.

(Die Fremdler-Archive, Erstes Buch: Lichtbringer, S. 2)

Sonntag, 7. Februar 2016

"Bluter"

(...)

Saturn.
Dunkelheit in den Gewölben, die lange schon verlassen sind. Einst, ja einst, herrschte Treiben, herrschte die Vielfalt und die bunte Farbenpracht des Lebens. Alles verschluckt, untergegangen im trüben, undurchsichtigen Tümpel der Relativität. Wenn sie ihn nicht wirklich liebte, dann war alles umsonst, alles Einbildung und eitler Tand.
Warum musste alles, selbst die guten, die positiven, die vermeintlich wahren und edlen Dinge, so enden?
Es gab keine Antwort auf diese Frage, womöglich lag alles verborgen in einer Art von ewiger Weisheit, aber selbst das nutzte nichts, wenn man nicht in der Lage war, diese auf irgendeinem irdischen Weg der Erkenntnis zu erreichen, sich ihrer gewiss zu werden, so wie man sich, wenn sie einmal diagnostiziert und bestätigt war, einer tödlichen Krankheit gewiss ist.
Schwarz.
Wie die Nacht, die keinen Mond kennt, wie das letzte Gewand, das den Leichnam umhüllt, ihn schützt, wo kein Schutz, keine Hülle mehr notwendig erscheint.
Ja, es war eine Tatsache, die Bluter nicht zu leugnen vermochte: vor ihm tat sich ein Abgrund auf. Ein tiefer, grundloser Schlund, den er bereits einmal durchquert hatte, und von dem er - naiv in seiner Vorstellung – angenommen hatte, dass, mit diesem einen Mal, alles für immer und ewig überwunden sein und damit der Vergangenheit angehören würde.
Doch dem war nicht so.
Wie immer galt es zu lernen, Erfahrungen zu machen, und selbst die schwersten Momente der Existenz – Zustände und Erlebnisse, die man für einmalig hielt - mussten repetiert, reflektiert und also wiederholt werden.
Eine neue Ebene würde sich ergeben, auch in Bezug auf die brutalsten, unvorstellbarsten Dinge des Lebens.
Wie würde es sein, dem Drachen, Typhon, ein zweites Mal gegenüberzustehen? Sich ein zweites Mal der furchtbaren Macht Choronzons auszuliefern - ein winziger, unbedeutender Stern in der unermesslichen Weite des Alls?
Schnaps und Bier taten ihre Wirkung.
Bluter fühlte wie seine Gedanken klarer wurden, wie ein inneres Lächeln die Oberhand gewann, eine Gelassenheit, die - wie er ahnte - womöglich tödlich und nur das finale Anzeichen eines bevorstehenden, unschätzbaren Leids war.

(...)

***

Bluter - Jupiter

Samstag, 16. Januar 2016

"Bluter"

Jupiter.
Dieser Planet: Gas, Dimension unvorstellbar, astrologisch verbrämt.
Hörst Du? Hörst du das Geräusch? Das weit entfernte Rauschen der Masse?
Tzadek.
Lothar Bluter war, offensichtlich willenlos, nicht fähig, sein Leben den vorgegebenen Bedingungen der Realität einzugliedern. Grinsend lagerte er an der dunkelhölzerrnen Theke seines Stammlokals und bemühte sich, Klarheit, Ordnung und Rechtschaffenheit in seine Gedanken zu bringen.
Um ihn herum: lachende Menschen, eine Wohltat für seine Seele, die - fragmentiert in magische Bedeutunghsinhalte - auf der Suche nach der einen Wahrheit war.
Bluter wusste inzwischen, dass alle Materie, alle vorwiegende Konzentration auf sie, nichts als Leid, Verfall und Tod zur Folge hatte.
Doch was nutzte es ihm?
In sich selbst hinein lächelnd bestellte er eine weitere Lage - Schnaps und Bier, am frühen Morgen -, ein Affront für jede Bürgerlichkeit, jede Vernunft. Seine Rechtschaffenheit war weit davon entfernt, sich in den vorgeschriebenen, zwanghaften Grenzen jenes beschränkten Denkens zu bewegen, das der Mehrzahl der Menschen zu Eigen war. Warum auch immer. Er jedenfalls bildete sich nichts darauf ein, sondern nahm die Dinge wie sie kamen. Immer. Stets.

(...)

***

TEXTE

Mittwoch, 6. Januar 2016

"Genesis/b"

(...)

Lichtjahre entfernt, Heimatplanet der Teelor: das Genesis-Problem.

Killmann rauschte über den linoleumglänzenden Flur des Instituts für Neue Lebensformen (INL), vorbei an ärgerlichen Kollegen und umherflatternden, dem Griff krampfender Greifwerkzeuge entrissener Aktenblätter, die hinter ihm schaukelnd zu Boden sanken. Nach einer unglücklichen Bremsung schepperte er gegen die Bürotür seines Vorgesetzten, ließ sich aber nicht beirren, sondern überwand das Hindernis und stürmte weiter, bis er von Dr. Kistenmacher per Blick über den Rand eines bizarr geschliffenen Sehglases hinweg zum Stehen gebracht wurde. „Herr Dr. Kistenmacher“, stieß Forschungsassistent (FA) Killmann atemlos hervor, „wir haben eine Lösung für das Genesis-Problem!"

(...)

Donnerstag, 10. Dezember 2015

"Zwei..."

...weitere Texte, die es ins Buch schaffen werden:

- RAUMKREUZER CASTRO, aus der Textsammlung SHORT CUTS I (1995-1997), hauptsächlich, weil ich, im Anschluss an KIND DER TRÄUME (übrigens Ray Bradbury gewidmet, wahrscheinlich nicht der letzte Text, der eine spezielle Widmung tragen wird!), einen kurzen, schnellen Schnitt in den Weltraum gebraucht habe.

Erinnert man sich noch an den sensationellen Schnitt in Kubricks "Odyssee"?

- dann: DER SYSTEMSCHMETTERLING, SF-Story aus den 2000er-Jahren, seinerzeit für eine der EDFC-Jahresanthologien geschrieben, aber dann nicht veröffentlicht, weil ich mich für eine andere Erzählung entschieden habe ("Der Mikrokosmische Maler", EDFC-Jahresanthologie 2007, glaub ich).

Reihenfolge und Inhalt des Buches bislang:

Spiegel
(Text, 2015, Requiem I)

König auf dem Thron des Schmetterlings
(Short Cut, 1995-1997)

Membran
(Progression, 1997)

Der Sehende
(Text, 2015, Coda I)

Die Frau im Käfig
(Erzählung, klassische Phantastik, Farce, Groteske, 2014/2015)

Wie's andere gemacht
(Progression, 2015)

Kind der Träume
(Text, 2007/2008, To Ray Bradbury)

Raumkreuzer Castro
(Short Cut, 1995-1997)

Der Systemfalter
(SF-Story, 2006)

Transmission
(Text, 2000)

Der Eingriff
(SF-Story, 2007/2015)

Bluter
(Text, 2008/2009)

Der zweite Garten
(SF-Story, 2016)

(...)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

"So,..."

... neben einer Handvoll kurzer Texte/SHORT-CUTS, und zwei Gedichten/PROGRESSIONEN (u.a. "Membranum" aus dem Jahr 1996), steht die erste Erzählung für das Buch fest: "Die Frau im Käfig", eine FARCE.

Anfang steht hier irgendwo, glaub ich, verlinke ich gleich, nach einer Aktualisierung, als Leseprobe.

;-)

***

Die Frau im Käfig
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