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Short Cuts

Mittwoch, 28. Oktober 2015

"König..."

... auf dem Thron des Schmetterlings.

König auf dem Thron des Schmetterlings

Sie gelangten in die Halle des Schmetterlingskönigs. Dort saß er auf seinem steinernen Thron, schweigend und - irgendwie vergrämt. Sein Gesicht, wie aus Granit geschnitten, seine Krone stolz auf seinem Haupt. Er sprach so gut wie niemals, aber dann, wenn er es tat, waren seine Worte golden.
Unsere Helden blieben stehen, nachdem sie die Halle ein paar Meter weit durchquert hatten. Sie sahen hinüber zu der bewegungslosen Gestalt in deren Mitte. Sie hielten mit ihren Augen, ihren Blicken, den Schmetterlingskönig fest, bannten ihn auf seinem Thron.
Ein auffälliger Lichtstrahl drang über dem gekrönten Haupt des Königs durch die Hallendecke, schnitt durch die Luft und streifte dabei Antlitz und Leib des Schmetterlingskönigs.
Dann, plötzlich, sahen sie den Falter.
Tänzelnd, spielend zog er seine Bahn vor dem Thron seines Königs. Schleifen noch und nöcher flog er, unruhig, ständig in Bewegung, fröhlich, tänzelnd, spielerisch und unbeschwert, unschuldig und ohne Harm.
Sein König würdigte ihn keines Blickes.
Er verharrte, irgendwo...

(SHORT CUTS I/XIX)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

"Coda"

I

Der Sehende

Coda erwachte.
Es war der fünfte Tag seiner Absonderung. Sie hatten ihn zu einem Quitosh, einem Sehenden gemacht, obwohl er niemals ein solcher hatte werden wollen.
Aber, so sagte er sich an diesem Morgen, das ist nun einmal ihre Art, so gehen sie mit Dingen um, die sie nicht verstehen und die sie nicht in die Gegebenheiten ihrer kleinen Welt einordnen können. Diese Welt notwendigster, primitivster Verrichtung - Wärme, Nahrung, Schutz, das waren die zentralen Themen, um die ihr Leben kreiste. Dort, auf der anderen Seite des Waldes, in der engen Schlucht, dem Zuhause seiner Horde, mit der er sein ganzes bisheriges Leben verbracht hatte.
Schuld an dem Schicksal, das ihn getroffen hatte, und demzufolge er nun diese Existenz abseits der Horde führen musste, waren Fragen gewesen; Fragen, die ihn, einmal erwacht, nicht mehr in Ruhe gelassen hatten; Fragen, die er irgendwann, aus tiefster, innerer Bedrängnis heraus, an die anderen zu richten gezwungen gewesen war. Damals eine schlichte Notwendigkeit, um im ewigen Kreislauf seiner Gedanken nicht den Verstand zu verlieren.
Wie einsam seine neue Existenz sein würde, hatte er spätestens am dritten Tag seiner Absonderung begriffen. An jenem Tag war eine Abordnung anderer Sehender vor seiner Höhle aufgetaucht. Begleitet vom Getöse scheppernder Muschelstöcke und dem dumpfen Lärm primitiver Trommeln hatten sie ihn aufgefordert nach draußen vor die Höhle zu kommen, um sich mit ihnen zu besprechen. Widerwillig hatte er sich darauf eingelassen, hatte in ihre wild und furchterregend beschmierten Gesichter gestarrt, aus denen glasige Irrsinnsaugen rollend hervorsprangen wie reife Froscheier. Stumm hatte er ihre bizarren Zeremonien und Rituale über sich ergehen lassen, hatte sie ihre Knochen werfen lassen, hatte ihr sinnloses Gebrabbel und ihre stinkenden Räucherungen ertragen.
So lange, bis ihm der Kragen geplatzt war und er sie fortgejagt hatte.
Das war nicht seine Welt, diese Kreaturen WAREN wahnsinnig, WAREN Verrückte, die man zu Recht ausgesondert hatte. Was ihnen fehlte, war der klare, praktische Verstand, der den einzelnen zum Leben in einer Horde qualifizierte und ihn dort eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielen ließ. Oder, und das war die Alternative, die einem ansonsten blieb, um als Mitglied der Horde zu leben, man durfte wenigstens nicht auffallen oder gar stören. Dann wurde man, wenn auch nicht geachtet, so doch wenigstens toleriert und verblieb trotz seiner Schwäche im Schutz der Gemeinschaft. Die Sehenden jedoch leisteten nichts für das Gemeinwohl, man sonderte sie aus und nur heimlich machte sich der eine oder andere auf den Weg, um sie in ihren schmuddeligen Behausungen aufzusuchen.
Boda sah sich selbst anders, er könnte nicht glauben, dass er wie diese schmutzigen, nach Echsenkot stinkenden Geisteskranken sein sollte.
Aber auch er hatte sich seltsam benommen, das zumindest war ihm bewusst.
Zunächst ein vollwertiges Mitglied der Horde, hatte er ein ganz normales Leben geführt, hatte sich an der Fleischbeschaffung beteiligt, hatte gefressen, sich berauscht, sich gepaart und Nachwuchs gezeugt. Und dann, eines Nachts, war er aufgewacht, während um ihn herum alle in tiefem Schlaf gelegen hatten und das Feuer fast zur Glut herabgebrannt war. Die Frage, die ihn in diesem Moment überfallen hatte wie ein jagender Säbelzahntiger, war eigentlich eine simple gewesen. "Wo bin ich, wenn ich schlafe?", hatte er sich gefragt. "Bin ich es, der in den befremdlichen Welten des Traumes umher wandelt, während doch mein Körper ungebrochen dort verharrt, wo er sich zum Schlafen niedergelegt hat?"
Frappierend in diesem ersten Moment bohrten sich die Fragen in seine Gehirnwindungen, noch erschreckender jedoch erschienen ihm die Gedanken, die sich an diesen ersten anschlossen.
"Bin ich womöglich zwei Wesen? Ein Körper und - ja was? Ein Geist? Eine Seele?"
Er wusste nicht, woher das Wort Seele plötzlich hergenommen hatte, nie zuvor war es von irgendjemand, den er kannte, benutzt worden.
"Und was war dann mit dem Tod? Was geschah mit der Seele, wenn der Körper ein für alle mal einschlief, um hernach nie mehr zu erwachen? Lebte dieser andere Teil, der Teil, der in der Welt der Träume zuhause war und sich ganz offensichtlich vom Körper trennen konnte, weiter?"
Nur wenige Wochen später, in denen er nicht davon hatte lassen können, alles, und vor allem die alltäglichen Lebensgewohnheiten der Horde, von diesen befremdlichen, neuen Gedanken aus zu hinterfragen, folgte er eines Abends nach erfolgreicher Jagd mitten in die Fleischorgie, die nach jedem Beutezug gefeiert wurde, dem Zwang, über seine Ideen zu sprechen und seine Fragen der versammelten Horde vor die Füße zu schleudern.
Womöglich ein Fehler, aber zuletzt hatte er keine andere Möglichkeit mehr gesehen.

Sie hatten ihn nicht verstanden, wussten einfach nicht, wovon er sprach, was er ihnen zu erklären versuchte.
Sie sahen ihn unter zotteligen, verfilzten Haarspitzen hervor an, die Augen von hervorspringenden Wülsten beschattet, glänzend-glasig vor gegorenem Rausch, Fett, triefend am Kinn, spiegelt Feuerflammen wieder. Während er, gezwungen vom andauernden Ausbruch neuer, und immer weiterer, sich anschließender Fragen, zu einem Punkt vorstieß, der große, weite, unvergängliche Schattenbahnen in die Höhle warf.
Ist es denn Recht, wenn Menschen, Menschen fressen?
Ob Freund, ob Feind?

Dienstag, 4. August 2015

"Der..."

... achte Planet.

Der achte Planet

„Na du Scheißkerl? Kannst du nicht auch mal was dazu sagen, anstatt nur blöd in der Gegend rumzustehen und dasselbe dämliche Zeug wie immer von dir zu geben?“
Shepard hätte kotzen mögen. Der Fall drohte ihm an die sowieso schon ramponierten Nerven zu gehen und dort erheblichen Schaden anzurichten.
Mit einigen Sekunden Verspätung, ob dies an einer Art humaner, beleidigter Affektierung lag, vermochte er nicht zu sagen, erfolgte die Reaktion seines Diktiergeräts. Aus dem stur ausdruckslosen Gesicht erklang seine eigene, betont nüchterne Stimme.
„Sir, wie ich ihnen schon des öfteren zu erklären versucht habe, handelt es sich in meinem Fall um eine virtuelle Intelligenz, eine Projektion ihrer eigenen Gestalt, die ausschließlich zu bestimmten, eng eingegrenzten Zwecken programmiert wurde und auch ausschließlich in diesem Sinne genutzt werden kann. Ich verweise sie zur Klärung dieses Umstandes auf die vom Hersteller mitgelieferte Bedienungsanleitung, in der meine Funktionen ausführlich beschrieben werden. Eigentlich - Sir, und mit Verlaub - bin ich nur ein Diktiergerät, eine Art Notizbuch, das jedoch auch die Möglichkeit bietet, gewisse Verbindungen zu verdeutlichen, wenn sie mir zuvor vom Nutzer angegeben worden sind. Ich verfüge nicht über eine eigenständige Intelligenz im herkömmlichen Sinne, ich…“
Kaum etwas auf dieser Welt bereitete Shepard mehr Freude, als die Stummschaltung seines virtuellen Ebenbildes zu betätigen, das nun mitten im Wohnzimmer beleidigt vor sich hin schwieg. Es bedeutete einen kleinen Abklatsch des Machtgefühls, das er sich für sein Leben zum Ziel gesetzt hatte, und das er doch nie erreicht hatte.

(...)

***

Werde ich umbenennen, in "Exciter-II". Ganz einfach, weil hier, in dieser Story, der Kern, das Zentrum von ALLEM berührt wird. In diesem Zentrum befinden sich DREI KONZENTRISCHE KREISE, der äußerste: Das Behörde-Universum, dann die Gilde der Fremdler, und zuletzt, ganz innen: die Person des Fremdlers LATOSH (und seine Geschichte).

Exciter-II ist der Name einer Suchmission, alleine vollzogen aufgrund des spurlosen Verschwindens des Fremdlers LATOSH auf Exciter während der Exciter-I-Mission.
Für die Gilde seinerzeit ein Routineeinsatz, und dennoch...

;-)

Freitag, 10. Juli 2015

"Die..."

... Botschaften aus der Hölle.

Sie alle kennen den Begriff der Hölle?

Ein Begriff aus dem weiten Kreis christlicher oder auch allgemein religiöser Vorstellungen? Ein Begriff, der auf die eine oder andere Weise recht unangenehm ist, da er oftmals mit Schuldgefühlen, mit Zwängen, paranoiden Gedanken an eine fremde Macht, und dem monströsen Thema der Sünde verbunden ist?

Lassen sie mich im Folgenden ihr Reiseführer sein durch die dunklen Abgründe der Hölle. Lassen sie mich ihnen beschreiben, wie es tatsächlich aussieht dort an diesem Ort ewiger Verdammnis und unendlicher, unsagbarer Qual. Denn ich, verehrter Leser, lebe in der Hölle.

Wie bin ich hierher geraten? Nun, ganz einfach: Ich war neugierig, ich habe gesucht, geforscht, nach verborgenem Wissen getrachtet, mit aller Konsequenz und unter Missachtung aller Warnungen bin ich tiefer und tiefer vorgedrungen. Eigentlich weiß ich nicht einmal, was ich zu finden hoffte. Vielleicht Macht? Gottgleichheit? Ja, sicherlich bin ich Gott, so es ihn den gibt, zu Leibe gerückt, habe ihn herausgefordert und bedrängt, sich mir zu offenbaren.
Und irgendwie hab ich auch etwas gefunden. Leider kann ich nicht sagen was, denn es ist nur sehr schwer in Worte zu fassen. Sagen wir, ich fand so etwas wie einen Automatismus, der unserem Leben zu Grunde liegt, gewisse Regeln und Mechanismen, die einfach so sind, wie sie sind, und die automatisch zum Einsatz kommen, wenn man sich fatalerweise in den Bereich ihrer Wirkungszuständigkeit begibt. Klingt merkwürdig? Sie haben Recht, aber es ist nun mal die beste Annäherung an diese Angelegenheit, die ich zu ersinnen vermag. Ob nun ein Gott, oder ein höheres Wesen irgendeiner art hinter diesen Automatismen sich verbirgt, vermag ich nicht zu sagen (und ich bin sicher, dass niemand jemals Gewissheit diesbezüglich erlangen wird). Aber diese ewigen Gesetze existieren, das ist gewiss und davon können sie mit absoluter Sicherheit ausgehen.

(...)

Hab ich eben in den Tiefen des Archivs gefunden, geht noch sieben oder acht Seiten weiter. Nach einem einleitenden Text folgt etwas, das überschrieben ist mit "Psychic Deformation Hell I", hab's noch nicht gelesen, klingt aber nach Hardcore.

:-))

Datierung ist etwas schwierig, muss mal in den Details der Originaldatei nachsehen, von der Art her wie er formuliert ist und in welchem Maße er kritische Distanz zum Inhalt zeigt, würde ich den Text auf die Jahre 2005, 2006 oder 2007 ansetzen.

Freitag, 17. April 2015

"Commander Stone"

Live...

...Statusbericht, Commander Stone, Galaxy XVIII, Sektor III.

oejhugzg
- stone/1 -

Kein Feindkontakt seit Tagen. Die Galagahs verhalten sich ruhig, zu ruhig für meinen Geschmack.
Neuerdings beobachte ich Schatten auf meinem Helmvisir, Schatten und sich bewegende, farbige Schemen. Hin und wieder glaube ich verschwommene Körperformen zu sehen und gewinne sogar den Eindruck, dass die seltsamen Erscheinungen Kontakt mit mir aufnehmen wollen, manchmal bewegt sich das, was ich im Falle einzelner Schemen als Sprachorgane identifizieren zu können glaube. Immer dann, wenn ich in Augenblicken höchster Konzentration, unter strikter Ausblendung aller übrigen Reize, gebannt in die spiegelnden Reflexe des Visiers starre.
Eine Tätigkeit, die meinen Augen nicht sonderlich gut tut.
Vorgestern musste ich den MechDok aufsuchen, der mich unter dem kalten, weißen Neonlicht seines stählernen Praxisraumes mit matten Titan-Gelenkstangen untersuchte, mir in die Pupillen leuchtete und - nur zur Sicherheit - während einer kurzen Narkose beide Augäpfel entnahm, um sie zu inspizieren und anschließend wieder einzusetzen. Der Befund war unauffällig, etwas zu trocken vielleicht, aber dies durchaus im Rahmen der für Schiffklima und künstliche Sauerstoffatmosphäre anerkannten Normwerte. Nichts Signifikantes. Den ausgedruckten Diagnosestreifen trage ich noch immer in einer Innentasche meines Overalls mit mir herum, warum, das weiß ich nicht.
Doch ich verliere mich in belanglosen Plaudereien.
Die Zeit ist reif.
Und deshalb, einmal mehr: die Routine ruft; Vorbeugen, linker Schalthebel nach oben, Kopf hoch, Positionslichter, Radar-Fadenkreuz - digital, Kurs. Orientierung im Allgemeinen.
Hin und wieder werde ich etwas wehmütig, wenn ich daran denke, wie viele Jahre ich den Routinecheck nun schon ohne meinen Freund und CoPiloten Hans Pfahl ausführen muss. Bleiche Skelette reden nun einmal nicht, bewegen sich nicht, sie machen keine kleinen Scherze oder mauen Wortwitze, sie sind, schon von sich aus, völlig Ironie - frei, tatsächlich hängen sie den ganzen Tag lang nur würde- und nutzlos herum.
So still.
Ich weiß noch, wie ich erschrak, als - vor etwa dreiunddreißig Tagphasen - Hans Pfahls Schädel mitsamt Helm vom morschen Wirbelaufsatz brach und laut polternd, wie gegen die bizarre Unmöglichkeit protestierend, durch die Zentrale hüpfte, um schließlich mit einem eminent beeindruckenden, metallischen Knall in irgendeiner Ecke, unter irgendeiner verstaubten Armatur gegen die Bordwand zu prallen und dort zu verharren.
Was soll ich sagen?
Sauerstoff ist ein kostbares Gut, draußen im All, in einem verlorenen Kreuzer, in dem nur noch wenige Räume eine schleusengesicherte Atmosphäre bieten.

(...)

Navigations- und Kursanweisung No. 348/b, Sternenkreuzerklasse Premier:
Galaxien werden, vom Punkt des Eintritts ausgehend, in kürzester, gerader Linie bis zum Wiederaustrittspunkt durchflogen, dabei wird die jeweilige Galaxie in drei gleich lange Sektoren entlang der Fluglinie unterteilt. Sektor I beginnt mit dem Eintrittspunkt, Sektor II enthält das Zentrum der Galaxie, Sektor III endet mit dem Austrittspunkt.
Alle durchflogenen Galaxien werden gezählt.

(...)

Folgeeintrag:
Ich habe das sichere Gefühl, dass sich außer mir noch jemand an Bord dieses Schiffes befindet. Gestern kam ich in den Aufenthaltsraum der Offiziere, unbedacht machte ich mich daran, Nahrung zu generieren, die ich anschließend in meiner Kabine verzehren wollte. Ich begab mich also zum Nahrungsgenerator, programmierte die gewünschte Speisenfolge, wandte mich, während ich auf die Ausgabe wartete, um, und stellte mit plötzlichem Entsetzen fest, dass vor mir auf dem Tisch ein frisch benutztes Essgeschirr stand.

(...)

Freitag, 3. April 2015

"Hab mal,..."

... zur Feier des Tages, ganz tief in die Abgründe der Festplatten gegriffen.

Aus "SHORT CUTS I - TOT - 1997 - 1999"

HOWL 2000

gg
- short-cuts-i -

***

I - Howl 2000

Dein analytischer Verstand wird dich um denselbigen bringen. Ohne analytisch, ohne Verstand.
Mein Verstand, so wie ich ihn verstehe, ist nicht der deine, ist der meine, ist er, ist.
Geh mir aus den Augen Mensch, ich kann nicht sehen was du tust.
Gut, ich gehe.
Nein, bleib!
Bleib.
Sie gehen gemeinsam ein Stück des Weges den Berg hinab ins Tal. Sie sehen gemeinsam den schmalen Pfad hinab ins Tal, wo grüne Wiesen liegen, dort im Tal, zwischen den Häusern der Bauern und der Bürokraten. Kein Wort sprechen sie mehr an diesem Tag; er klingt aus in einem Fest mit Hausmusik und Butterschmalz. Sie bestreichen ihre Brote dunkel mit Fett. Die Musik spielt im Takt der streichenden Messer, die sich winden im Verteilen. Müdigkeit im Bauch wiegt sie in Sicherheit. Der Schlaf kommt aus der Ecke und wirft seinen Mantel über jeden Einzelnen von ihnen.
Gute Nacht.
Der Morgen, der Morgen ist so schön. So schön der Klang der Vogelstimmen. Dort in den kahlen Bäumen klingt es, singt es wie Donner. Hörst du denn nicht den leisen, manchmal lauten, Ruf nach Freiheit? Fühlst du nicht von Zeit zu Zeit den Schmerz der Aufgabe, die wartet? In den Augen aus Granit? In den Herzen aus Marmor und nicht Gold?
Geh.
Bleib.
Der neue Tag wird einsam sein. Hier unten in den Niederungen haben die Straßen aus Asphalt den Sieg davongetragen. Hier unten lebt der Tod.
Sie betreten eins der Kaffeehäuser, um sich auszuruhen, um zu sitzen unter den anderen, die sie wie glotzende Kühe betrachten. Ich bin nicht von dieser Welt. Ich bin auserwählt, um jedem, der es will, den Frieden zu bringen. Den Frieden einer unerkannten Macht will ich euch bringen. Betet mich an ihr Götzendiener. Ihr seid der Sünde verfallen. Ihr tanzt den Tanz ums goldene Kalb. Immer schneller, immer wilder um den Götzen, der sich, ungeachtet eurer Mühen, stumm zu euch verhält.
Betet mich an, verdammte Menschen.

Du bist verrückt. Bist mein Freund, der nicht geboren ist um dieses Leben zu bestehen. Die Verdammnis ist ein zweischneidiges Schwert. Sie lacht und weint in einem Augenblick zugleich. Sie tötet und gebiert zugleich in jedem Augenblick. Sie lebt. Sie geht. Sie steht gefangen in den Fesseln deiner, meiner, unserer Gedanken.
Ich muss gehen. Muss verlassen, was verlassen werden will in diesen Tagen der Qual. Siehst du die blutenden Striemen, die mein Fleisch zerfressen haben? Tiefe Wunden beweisen meinen Kampf, bezeugen mein Ringen gegen das, was sie das Schicksal nennen. Ich weiß davon nichts. Ich kann nichts sagen über das Schicksal, das ihr zu kennen scheint. Ich bin gefangen in mir selbst und werde es bleiben. Es gibt ihn nicht, den anderen Weg. Den Ausweg aus der Hölle, die da brennt, die in Flammen steht seit Anbeginn der Welt. Ich trage die Angst mit mir. Auf bunten Fahnen, die im Sturm erblühen. Mein Herz ist Eisenherz in meinen Träumen und nur dort. Ihr wisst es nicht. Ihr wisst es nicht. Wie ich. Wie ich.
Vergib mir Seele. Vergib mir, bunter Vogel. Flieg. Weiter und weiter fort von mir, der ich den Schmerz gefunden habe in deinen Armen, deinen Augen.

Urlaubsträume treiben umher. Dunstige Schwaden. Klebrige Nebel befeuchten alles, was dort ungeschützt sich preisgibt, was sterben will, um aufzugehn, aufzuerstehn. Nicht einer von euch lebt. Nicht einer von euch.
Lebt.

Was willst du tun, um weiterzumachen, um die Möglichkeiten weiter und weiter, immer weiter am Leben zu erhalten? Du willst nichts verlassen. Willst alles mit dir tragen. Du schindest dich umsonst. Du leidest umsonst. Der schwere Stein auf deinem Rücken kennt dich nicht. Der schwere Stein auf deinem Rücken liebt dich nicht. Wirf ihn ab. Wirf ihn ab und folge mir, erleichtert jetzt, hinaus in eine freie Welt.
Ich kann es nicht. Vielleicht sogar will ich es nicht.
Warum? Warum das Klagen allenthalben? Warum das Reden über alles und nichts? Warum nicht schweigsam sein für immer? Wie im Zentrum des Orkans. So still hier drinnen. Sie verstehen mich nicht, so wie ich sie nicht verstehen kann. Überhaupt scheint ein wirkliches Verständnis einfach nur undenkbar.
Undenkbar für mich.
Das ist meine Lehre, die ich geben kann: es ist kein Verständnis möglich zwischen den Menschen. Es ist kein Verständnis möglich für einen Menschen, der mit sich alleine lebt. Es existiert nicht die Möglichkeit, das Außen zu verstehen, noch das Innen. Das ist die Lehre, die ich zu geben habe. Doch ich bin kein Lehrer, bin zu keiner Zeit einer gewesen. Ich bin auch kein Held, bin zu keiner Zeit einer gewesen. Doch gewollt hab ich immer viel. Ja, alles sogar. Bekommen hab ich nichts von alledem. Nur das Wissen, das so endgültig erwächst in mir. Dieses Wissen ist von negativer Art. Ist schlicht und einfach ein klares "Nein". Nicht mehr. Das Wissen ist nicht wissbar. Nein. Das Herz ist nicht erlebbar. Nein. Der Geist ist nicht ergreifbar. Nein. Der Sinn ist nicht erdenkbar. Nein, nicht, negativ, negativ ...
Ist dieses Blatt zu wenden? Kann einer die andere Seite sehen? Kann irgendjemand, der, wie ich, nicht weiß, nicht will, kann er die andere Seite sehen?
Ich warte und warte und weiß nicht auf was. Auf eine Erlösung vielleicht. Erlösung? Welch ein Wort, welch ein Gedanke. Angst erscheint aus tiefen Wassern. Taucht auf und glitzert verstohlen im Gegenlichtlicht von oben. Beleuchtungen hinter Glas. Sich verformende Blasen aus Sauerstoff, konzentrierte Zähigkeit. Erlösung vom Fluch. Vom Fluch der Geburt, welcher in unfairen Stunden aufersteht.
Mich hat niemand gefragt, ob ich denn leben will.
Das macht die Frage nach dem Tod so unendlich nutzlos in meinen Augen.
Der Tod, der Tod, der Tod, Tod, Tod, Tod...
Wie Morsezeichen einer Funkstation, die niemand mehr bedient. Irgendwo dort draußen, wo ein Eissturm messerscharfe Splitter mit sich trägt. Irgendwo dort draußen, wo ein Schiff, den Urgewalten ausgeliefert, steuerlos von einer Seite auf die andere geschlagen, hilflos treibt.
Dunkel ist die Nacht der letzten Stunden, wenn der Glanz verloren ist. Pathetisch hoffnungslos ist es, trotz allem immer weiter voranzuschreiten, mit blinden Augen und tastend ausgestreckten Händen. Immer wieder sich das alles einzubilden, was am Leben uns erhält. Die Hölle, das Fegefeuer, das ist die Erkenntnis. Ich weiß es und weiß es nicht, genau wie ihr alle.
Der Raum ist voller Fragen. Angefüllt, geschwängert von den Fragen, die nicht mehr sind als ein Zeitvertreib, die nicht ernst zu nehmen sind. Es sind nur Fragen, die, um des Fragens willen überhaupt gestellt, nicht einmal dieses sind.

Nein. Nein. Nein.

Wir erinnern uns an die einzig zu gebende Lehre: Die Lehre der Negativität. Wo sind wir, wo bin ich geborgen, wenn ich nicht zu Hause sein darf? Wenn ich vertrieben bin wie ein Vagabund. Soll ich das Negative wenden in ein künstliches Glück? Wenn doch alles so selbstgemacht erscheint, so konstruiert von unwissenden Gedanken. Immer bleibt etwas außen vor. Immer fällt etwas aus dem Rahmen. Gehört nicht dazu. Darf nicht passen in das Bild, das du dir machst. Wo ist der Schlüssel für dieses Schloss an dieser Tür, die, man beachte das, in Wirklichkeit nicht einmal existiert.
Kann man alles erfassen?
Was ist es, dieses Ganze?
Die Gesamtheit.
Auch sie ist nur ein Negativ.
Ein negatives Empfinden der Unvollständigkeit.
Ein Ideal. Ein Traum.
Wenn du manche Stufen nimmst, so gibt es kein Zurück. Was dennoch bleibt, das ist der Blick über die Schulter. Zurück, hinab, dorthin, wo du selbst einmal gewesen bist, wo du vielleicht gar hättest bleiben sollen.
Doch was nutzt es noch, das Lamentieren um ein "Ja", ein "Nein"? Um Positiv und Negativ. Ich hab das alles nicht gewollt. Nicht das schauen wollen, was ich sah. Nicht den Sinn verlieren in der Schlacht um Nichts. Wie soll ich mich schützen gegen was auch immer? Gegen eure, gegen deine Meinung, die ihr, die du, aus deiner Seele schneidest und mir in meine Haut brennst. Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. Ich kann die Fragen nicht vergessen solange Antworten nicht zur Verfügung stehn. Auch wenn es diese Antworten nicht geben kann. Das ist der Fluch der Wissbegier. Ich kann nichts dafür. Ich will weder Herr noch Sklave sein. Ich behandle alle Positionen gleich. Mir ist Recht getan, wenn niemand mehr sich Mühe gibt, wenn niemand mehr nach irgendetwas strebt, noch irgendetwas sucht oder zu finden hofft. Dann ist Stille, sind wir alle im Zentrum des Orkans.
Aussätziger.

Unrein, unrein bin ich, und ich will es sein, verflucht, verflucht.

Seid ihr denn alle schon verbrannt?

Habt ihr denn alle aufgegeben?

Howl.

Sonntag, 22. März 2015

"Kind..."

... der Träume.

;-)

KIND DER TRÄUME

„Wir suchen das Kind!“
Violettes Umgebungslicht ließ die roten Gewänder der beiden schmalen, hochaufgeschossenen Gestalten fluoreszieren. Es war nicht warm, noch kalt. Im Hintergrund, über dem rot erscheinenden Meer, versank die Sonne. Das Geräusch der an den Strand schlagenden Wellen zwang dazu, die Stimme zu erheben, um sich verständlich zu machen.
Das zusammengesunkene Wesen auf dem Stein zu Füßen der beiden Rotgewandeten reagierte nicht. Sein Schädel, samt hervorspringenden Augenwülsten, spärlich mit schwarzem, borstigem Haar besetzt, war der eines Affen. Mit leeren, verständnislosen Augen war das Wesen dabei, Kieselsteine in immer neue Muster zu ordnen, das fertige Gebilde aber jedes Mal sofort wieder zu zerstören, und sodann von vorne zu beginnen.
Dabei ließ es keine Emotion erkennen, keine Freude, keine Langeweile, kein wirkliches Interesse…
„Es versteht uns nicht, Elektra. Lass uns zurückkehren, ich glaube nicht mehr an den Erfolg der Unternehmung.“
Traurigkeit ließ die Stimme der männlichen Gestalt zittern.
Seine Partnerin sah ihn aus strahlend blauen Augen an. Ihre langen schwarzen Wimpern standen in verwirrendem Gegensatz zu ihrer kahl rasierten, blasshäutigen Schädeldecke.
„Wir können nicht einfach so aufgeben, Kiros, du weißt, was das bedeuten würde. Die Zeit läuft uns davon. Ich bitte dich, lass uns noch ein kleines Stück weitergehen, vielleicht…“
Ihr Blick wandte sich ab und schweifte suchend über die Umgebung. „Dort“, sie hob den Arm und zeigte auf die kalkigen Felsen am Ende des Strands, „wir ersteigen diese Felsen und sehen nach, was sich dahinter befindet.“
Kiros Antlitz verzog sich in Resignation, dennoch folgte er seiner Partnerin, die ohne seine Antwort abzuwarten bereits in Richtung des angezeigten Ziels davongegangen war.
Der Blick über die Ebene erwies sich als kein bisschen normaler, als Kira erwartet hatte. Verstaubte, ausgemusterte Kinderkarussells soweit das Auge sah; am Himmel: hunderte von Flugschiffen, gefertigt aus samtigem Brokat, verziert mit goldenen und silbernen Bordüren. Das Rauschen des Meeres klang leiser hier oben, ein leichter Wind ließ den Anblick vergessener Kinderträume noch trostloser erscheinen. Die Dämmerung brach herein.
Niemand war zu sehen.
Quecksilberne Tränen rollten über Elektras Gesicht.
„Lass uns gehen“, flüsterte Kira und legte seinen Arm tröstend um ihre Schultern.
Sie schlossen die Augen und verließen diese Welt.

(...)



Wenn ich das jetzt so lese, ein bisschen Bradbury, oder?

;-)))

Montag, 23. Februar 2015

"Zur Erholung,..."

... nebenbei.

Die Frau im Käfig

- eine FARCE.

Pendelnd, verschlagen quietschen, winseln Kettenglieder in schweren Halterungen. Rings umher ein Tanz aus Kerzen-, Feuerschatten, auch aus einem brennenden Kamin, dort hinten irgendwo im Saal.
Alt ist die Burg, doch wurde sie erneuert; dick und fest sind ihre Mauern und selbst die großen Teppiche - an Wänden und auf Böden -, bannen diese Kälte nicht.
Maifas ruht in einem Stuhl, dem Rundstuhl seiner Ahnen. Gelangweilt. Übersättigt. Seine beringten Finger halten zierlich ein vergoldetes, saphirbestücktes Trinkgefäß. Schwerer, süßlich-saurer Wein, den er trinkt und trinkt und immer wieder aufstößt, sauer brennend, Kehle, Magen, all das Fleisch, die fetten Braten, dicke Scheiben, fett.
Ein Rascheln, plötzlich, - Stroh auf Käfigboden - macht den Grafen zucken, horchen, um sich blicken.
"Eleonore?"
Erst Stille, während der er regungslos verharrt und lauscht, dann Wiederholung jenes leisen Raschelns.
Ruckartig setzt sich Maifas auf, roter Wein schwappt über des Pokals Umrandung, befleckt, besudelt seine Kleidung, seine Augen weiten sich, ein glasig-wirrer Glanz tritt in den Blick.
"Eleonore!", laut, schrill, hysterisch, stößt er das Wort ins leere Nichts, "Eleonore!".
Er springt auf, wirft den Pokal weit von sich, hetzt durch den Saal zum Hängekäfig, dessen Boden, strohbedeckt, nur wenig unter Augenhöhe liegt. Dort kauert SIE, sein Weib und - seine große Liebe. Jenes einzig wahre Wesen, mit dem er sich verbunden, mit dem er sich eins fühlt, jene ach so herrlich, wunderbare Seele, welche er verehrt wie nichts ansonsten zwischen hier - und dort, den Sphären irdischer Gefangenschaft und jenen des allmächtigen Saturn.
In Wahrheit nur ein schwarzer Schatten, schwärzer, tauber noch als alle Dunkelheit um ihn herum.
"Eleonore?", die zum Flüstern ruhig gehaltene Stimme, fast tonlos, poeches Wispern, - schwankt, "Bist du wach?"
Dann plötzlich ein Rumoren von der andren Seite her, ein, zwei harte Schläge an das schwere Holz der Burgsaaltüren, die bebend sich ergeben und, zwischen sich hindurch, wie feuchte Lappen, eine Menschenmeute in den Saal entlassen. Keilförmig, unter der Führung eines jungen Lords (die Fackel hoch erhoben über seinem blonden, jugendlichen Schopf), verharrt man erst und sucht im fremden Raum sich zu befinden, bis man, mit einem Aufschrei, einer Kampfansage gleich, Maifas beim Hängekäfigs stehen sieht.
"Nein! Neeein! Haltet ein, ihr versteht nicht!", brüllt der Burggraf jetzt, sein bärtiges Gesicht grimassenhaft verzerrt, die Hände ringend, sein ganzer Körper eine Mischung aus Erstarrung und entsetzter Flucht.
Allein der Mob, er kennt kein Zögern, kennt kein Halten, stürmt heran; Mistgabeln, Fackeln, Sensen - hoch erhoben in der Luft.
"Nein, wartet!", es ist der junge Lord, der plötzlich doch noch innehält und - beide Arme ausgestreckt, um Mob und Wut zu bannen - die Worte ruft:
"SO GOTT ES WILL, DENN LASST IHN REDEN!"
Und sie gehorchen, halten an und schweigen - still.
Etwas tief in Maifas rührt sich, schickt Signale trüber Hoffnung über seine Nervenbahnen. Reden, denkt er, während er Gewand und Haar zu ordnen sucht, Reden ist gut.
Dann plötzlich stellt er fest, dass alle Aufmerksamkeit nicht mehr auf ihn, sondern auf einen Punkt im Raum ein Stückchen neben, ein Stückchen hinter ihm gerichtet ist. Er braucht nicht hinzusehen, er weiß: Eleonore ist erwacht. Besser als jeder andere kennt er die Wirkung, die ihr Anblick auf den Verstand der Männer hat. In den Augen jener groben Bauern, die dumpf nach seinem Leben trachten, sieht er sein Weib sich hinter Käfiggittern räkeln, ihr prächtig volles, langes Haar, voll Stroh, verfilzt und wie vom Schmutz toupiert; ihr praller Leib, nur karg verdeckt von Kleiderfetzen, die schweren weißen Brüste, ausladend Hüften, Schenkel, ihre nackten, bloßen Füße.
Noch halb verschlafen drückt SIE ihren Leib ans Käfiggitter, schnurrt und schmollt und...
schlägt die warm verhang‘nen Augen auf.
"Ich bitte Euch, Lord Edgar, auf ein Wort ganz unter uns."
Maifas blickt auf die kleine Tür zum Nebenraum des großen Saals.
Lord Edgar zögert, dann bespricht er sich mit einem jungen Bauernburschen.
Er gibt die Fackel ab und nickt.
Man ist nun übereingekommen, man ist bereit den Burgherrn anzuhören, der junge Lord wird mit ihm sprechen, der Rest der Meute wird das Ende stumm im großen Saal erwarten.

(...)


POE lässt grüßen, sag ich nur, und Vincent Price, Ray Milland, Hammer-Productions.

:-)

Sonntag, 12. Oktober 2014

"Die..."

... Transferlupe II

Oben an seiner Wohnung angekommen nestelte er den Schlüssel ins Schloss, öffnete, und stürmte, wobei er gleichzeitig die Tür hinter sich zuwarf, hinüber zum Fenster. Ein rascher Blick überzeugte ihn davon, dass das ganze nicht nur ein Produkt seiner überspannten Nerven gewesen war. Der schwarze Van mit den auffällig unauffällig abgedunkelten Scheiben stand noch immer am selben Fleck, irgendwie abwartend, lauernd, irgendwie bedrohlich.
Unter dreimaligem, schepperndem Getöse rasselten die Jalousien nach unten. Heiners zittrige Hände fuhren fahrig durch sein verschwitztes Haar. Hilfesuchend sah er sich um.
Dort drüben, zwischen den unordentlich aufgestapelten Bücher- und Zeitschriftenhaufen summte und brummte noch immer die Wurzel seiner gegenwärtigen Probleme, alle fünf Bildschirme glommen energetisch strahlend ihr Standby in den abgedunkelten Raum.
In diesem Augenblick klingelte das Telefon.

(...)

Transferlupe I

Dienstag, 30. September 2014

"The..."

... IPhone-Studies (IPS)

Yeah, ich denke, es funktioniert!

Direktes übertragen unterwegs kreierter Texte möglich! Great!

Los also: IPS I.

Lichtbringer II

In die Tiefe

28 Jahre nachdem das Kind aus der Tiefe heraus an der Oberfläche erschienen war, machte man sich bereit, eine Expedition auf die Suche nach seiner Herkunft zu schicken. Die ersten Versuche scheiterten kläglich. Zweimal verlor der Orden mehrere Expeditionsteilnehmer aufgrund mangelnder Technik oder unglücklicher Umstände. Einmal riss das Seil, nachdem es sich an der schlecht konstruierten Winde aufgescheuert hatte, ein anderes Mal zerbissen die Kreaturen der Unterseite das Seil und verurteilten auf diese Weise fünf Männer zum Sturz in den bodenlosen Abgrund.

(...)

27.09.14 - Ort: Laden Birkenfeld
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Wie schon geschrieben – inwieweit nimmt man selbst...
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