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Philosophie

Sonntag, 15. Oktober 2017

"Weil ich gerade..."

... Habermas lese ("Wahrheit und Rechtfertigung", 2004), und dabei feststelle, welchen Ideen meine einstmals selbstformulierten, philosophischen Ansätze entsprungen sind.

Gibt es eigentlich eine breite, ernstzunehmende, philosophische Entwicklung NACH dem pragmatisch-linguistischen Ansatz?

Rückschritte? Rückgriffe, vielleicht? Oder gar neue Ansätze? Existiert momentan ein ontologisch-philosophisches Paradigma, das vorherrscht?

Keine Ahnung!

:-)

Ich bin jedenfalls Pragmatiker, wenn auch vielleicht (noch) nicht in der sprachpragmatischen oder absoluten Form.

Das ist sicher.

Die von mir einst geprägten Formeln des "Progressiven Realismus" und der "Materie als Widerstand" sind eindeutig pragmatische Formeln, eventuell sogar sprachpragmatische Formeln und Konzepte, die allerdings - wohl aus dem Verlangen heraus, doch noch irgendwie eine feste Basis zu retten - noch sehr am Naturalistischen hängen. Aber auch den naturalistischen Ansatz kann man natürlich hinterfragen. In verschiedenen Formen.
Beispielsweise in der Frage nach der realistischen, geistigen Repräsentation der physikalischen Umwelt - bis hin zum eigenen Körper.
Und da haben wir dann eine Variation des grundlegenden Problems.
Es existiert keine Lösung in dieser Frage, die sich nur im Kreis bewegen kann. Huhn oder Ei? Was ist primär? Wem gebührt der Vorrang?
Man kann es nicht wissen, und kann es demzufolge nicht auf Wissensbasis entscheiden.
Allenfalls kann man Anhaltspunkte sammeln, und sie im Lichte einer meist vorab schon gefällten Entscheidung werten, bzw. - noch fataler - passend konstruieren.
So oder so: feste Basis kann eigentlich nur die Tatsache der Basislosigkeit sein.
Vom Standpunkt des Wissens aus gesehen!
Jedoch: "Wissen" ist nicht alles.
Es existieren Begriffe, die dem "Wissen" gleichrangig zur Seite gestellt werden können, im Grunde genauso wenig letztbegründbar, ABER weniger von methodischer Konstruktion abhängig, dem Leben näher, direkter, unmittelbarer.
Nebenbei: das "Wissen" wird seine Überlegenheit IMMER und GERADE mit der methodischen Konstruktion erklären, dazu ist es - aus Gründen der Selbsterhaltung - gezwungen. Denn "Wissen" = "Methode", kann man durchaus behaupten. Deshalb ja auch im Falle des "Wissens" so gut wie immer die Frage nach dem "WOHER" oder "WIE".
Aber wie dem auch sei: da hätten wir, als gleichzustellenden Begriff, zunächst einmal das "VERSTEHEN", und damit jenen Begriff, dessen sich die Hermeneutik so umfassend und engagiert angenommen hat. Gadamer. Dilthey.
Wenn man ihn methodisch zu fassen sucht, ihn also der Methodik, und damit dem "Wissen" unterordnet, kann er nicht funktionieren. Die Methodik des Wissens strebt "Objektivität" bzw. weitestgehende, progressive Ausschaltung der Subjektivität an, dieser Versuch ist aber im Falle des Verstehens nicht - opportun. Der Weg zum "WISSEN" ist enger, gesicherter. Der Weg zum "Verstehen" dagegen ist unsicher, vielfältiger.
Das ist, würde ich mal sagen, in etwa der Unterschied zwischen faktorenkontrollierter Laborsituation und freier Feldstudie.
Da sich demnach - wie festgestellt - die Begriffe des "Wissens" und des " Verstehens" nicht vermischen dürfen, bliebe nur eine Möglichkeit, sie gemeinsam zu fassen: der dialektische Übergriff.
Wir bräuchten einen Begriff, der "Wissen" und "Verstehen" in sich vereint, und sie doch getrennt hält.
Den Begriff der "Weisheit".
Den das "Wissen" in seinem Streben nach selbstorientierter Abgrenzung allerdings aufgrund seiner freien Methodik, seines vorwissenschaftlichen, philosophischen Klanges und seines subjektiven Anteils nicht akzeptieren wird.
Da haben wir also das Hindernis: das "Wissen" ist sich, in seiner methodischen Fassung, selbst genug, und blickt mit einer gewissen Verachtung auf konkurierende Konzepte und Bereiche, die außerhalb seines selbstdefinierten Zuständigkeitsbereichs liegen.

Ok, ich glaube, ich versteige mich gerade ein wenig.

:-)

Muss mich sammeln, hab zuviel liegen lassen unterwegs.

Exkurs "Objektivität"

Die Frage der "Objektivität" ist seit Popper geklärt. Eine vollkommene "Objektivität" gibt es nicht, auch nicht für das methodisch erarbeitete "Wissen". Sie bleibt aber als ideales Ziel erhalten, dem sich das "Wissen" eben durch den Gebrauch seiner Methodik annähern will.

Welch ein Durcheinander!

:-)

Ich glaube, ich muss mir mal überlegen, wovon ich jetzt eigentlich rede. Rede ich von "Wissen" im streng naturwissenschaftlichen Sinne? Oder von "Wissen" im allgemeineren, philosophisch-erkenntnistheoretischen Sinne? Oder gar von "Wissen" im allgemein lebenspraktischen Sinne?

Gute Frage!

Das ist ganz einfach der uralte Streit zwischen empirischer Wissenschaft und Geisteswissenschaft, den ich da angegraben habe!

Da bin ich eigentlich der Meinung, dass die Methodik der empirischen Naturwissenschaft selbstverständlich ihre Berechtigung hat, sie lässt sich eben nur nicht eins zu eins auf die Geisteswissenschaft übertragen. Der ganze Streit damals resultierte doch im Prinzip nur aus einem arrogant vorgetragenen Absolutheitsanspruch der empirischen Naturwissenschaft, die Wissenschaftlichkeit ausschließlich nur für Ansätze innerhalb ihres eigenen Definitionbereichs und unter Anwendung ihrer eigenen, festgelegten Methoden gelten lassen wollte, und die Geisteswissenschaften und zum Teil die Psychologie und die Sozialwissenschaften also damit ausschloss. Das wollte sich insbesondere die Geisteswissenschaft senerzeit natürlich nicht einfach so gefallen lassen, weshalb es zu teilweise heftigen Gegenangriffen kam, welche zumeist darauf abzielten die selbstgemachte Grundlagen der Empirie zu marodisieren.
Heute dürfte klar sein, dass es wenig Sinn macht, die beiden Ansätze einander in Kampfposition gegenüberzustellen. Die Empirie hat ihre eigenen Methoden, ebenso wie die Geisteswissenschaft. Man sollte sich gegenseitig befruchten, anstatt sich die Geltungsbereiche und Methoden madig zu machen. Auch wenn die empirische Wissenschaft ihren Absolutheitsanspruch nach wie vor nicht völlig fallengelassen hat. Jeder möge seine eigene Methodik und Herangehensweise pflegen und weiterentwickeln. Auch unter Nutzbarmachung von methodischen Erkenntnissen des anderen Bereichs, und damit - gut.

Im Grunde geht es - wie meist in diesem Themenkreis - um Letztbegründung, um Sicherheit, um eine absolute, sichere und feste Basis.

Die es nicht gibt. Nicht für das "WISSSEN", wenn es vorrangig behandelt wird, was das "WISSEN" auch selbst bereits zugegeben und akzeptiert hat. Mit Carnap. Und Wittgenstein. Die vehement gesucht, aber am Ende nicht gefunden haben.
Eine Letztbegründung, eine feste Basis, existiert lediglich in jenem Bereich, den das "WISSEN", in seiner fanatischsten Form, grundsätzlich für suspekt hält.
Dem Bereich des Subjektiven und seiner systematischen Ausarbeitungsansätze. Den Strudeln und Untiefen des Intuitiven.

DAS also ist die wahre Frontstellung: "METHODISCHES WISSEN" vs "INTUITIVES WISSEN", "Basislosigkeit" vs "Basis", "ich glaube, was ich weiß" vs "ich weiß, was ich glaube".

Und an der Stelle mache ich jetzt mal Schluss. Wie immer aber in der vagen Hoffnung, irgendwann einmal, an einem goldsonnigen, späten Nachmittag, ein Fortsetzung zu liefern, ein Weiter, Höher, Tiefer.

Nach Teil I - "Das Methodische Wissen" dann Teil II - "Das Intuitive Wissen"

;-)

Donnerstag, 12. Januar 2017

"Nietzsche..."

... hat sich, wie kein zweiter, selbst ein brutales, körperliches Maß auferlegt, nur um - im Gegenzug - einer geradezu unglaublichen, geistigen Maßlosigkeit zu frönen. Dieser Spagat hat ihn letztlich zerrissen.

Ne echte Extremleistung!

Deshalb kommt sein Bild ins Antiquariat, als abschreckendes, den Verstand klärendes Exempel.

Mittwoch, 24. Februar 2016

"Um den..."

... Begriff der "phänomenologischen MONADE" oder "phänomenologischen Wahrnehmungsmonade" (vgl. Eintrag vom 16.02, drei unten drunter, "Begriffe und...") berechtigterweise, und korrekt, einsetzten zu können, MUSS ich natürlich Leibniz konsultieren.

Am besten persönlich.

Also ab in die Kutsche und raus auf die staubige Landstraße, wo Räuber und allerhand andere Gefahren lauern. Durchs teutsche Land, nach Hannover oder Mainz, je nachdem, wo er sich gerade aufhält und seine Monaden predigt.

;-)

Dienstag, 16. Februar 2016

"Begriffe und..."

... Zusammenhänge aus Beils "Transzendenz und Zeitbewusstsein", einer, für den phänomenologisch Interessierten, spannenden Arbeit, welche zum Ziel hat, die husserlsche Phänomenologie, vor allem in ihrer Methodik, in Hinblick auf ihre Grenzen zu duchleuchten. Jeder, der sich ernsthaft mit Phänomenologie beschäftigt, stößt ja irgendwann auf die ernüchternde Tatsache, dass auch die phänomenologische Reduktion, bei aller, zweifelsfrei gegebener Funktionalität, letztlich eine - wenn auch nicht offensichtliche, oder banale - Frucht idealistischer Voraussetzung, und damit eine Maske des Absoluten ist.
Schade eigentlich, aber wahr.
Beils Analyse sucht also, in den Worten meiner eigenen Fassung des phänomenologischen Grenzproblems formuliert, jenen Rubicon, an dem die phänomenologische Reduktion schließlich, trotz aller Bemühungen, doch zur idealistisch-phänomenologischen Konstruktion wird.

APPERZATIVE ERGÄNZUNGSINTENTIONALITÄT

Meint nichts anderes, als die Tatsache, dass der intenional-visuellen, phänomenologischen Wahrnehmungsmonade keinerlei Räumlichkeit gegeben ist. Das visuell-phänomenologische Wahrnehmungerlebnis liefert lediglich IMMER NUR eine einzige Ansicht eines Gegenstands (von einem Schreibtisch beispielsweise nur die Vorderseite), nicht unmittelbar sichtbare Seiten werden ergänzt.
Ein Folge der grundsätzlichen Räumlichkeit von Wahrnehmung, Vorstellung und Denken.
Da diese perspektivisch-räumliche Ergänzung aber sukzessive erfolgt, gelangt man sofort und ohne weitere Schnörkerl zum Vorgang der Zeitlichkeit.

Die Ergänzungsintentionalität wurde von Husserl erkannt, und als eine der Hauptunsicherheiten der phänomenologischen Reduktion bezeichnet.

Seeeehr spannend, weil im Rahmen philosophischer Überlegungen womöglich relevant für die Genese des subjektiven Zeitempfindens, Operationalisierung bzw. Definition des Begriffs "Zeit" und - schließlich - den generellen Raum-Zeit-Begriff.

Sind also Raum und Zeit - Perspektive, Kausalität, Verhältnis, Sukzession, Folge - nur der Klebstoff, welcher die Masse einzelner, phänomenologischer Erlebnismonaden zusammenhält? Strukturiert? Ordnet?

Und wird daraus notwendig hervorgehend womöglich das Ich konstituiert? Quasi als "fester" perspektivischer Ankerpunkt?

*lach*

Lange nicht mehr solchen intellektuellen Spaß gehabt!


INTENTIONALITÄT UND KORRELATION


Folgt man Beils Analysen, so ist es IMMER nur die Korrelation, die phänomenologisch erscheint und grundlegend ist. Im Kern hätten wir es - ganz prinzipiell - immer nur mit der Korrelation zweier Transzendenzen zu tun. Die Korrelation des Wahrgenommenen mit dem Wahrnehmenden (oder umgekehrt), wobei der Korrelationspol des Wahrgenommenen einerseits sinnlich, andererseits aber auch rein geistig sein kann (was wieder zusätzliche Differenzierungen notwendig macht).

Amüsant.

Und richtig!

Es ist natürlich einzig und alleine die Korrelation, die man phänomenologisch wahrnimmt. Ein unbezweifelbares Ergebnis konsequent angewandter phänomenologischer Reduktion.
Für mich persönlich löst das außerdem ein altes Problem, das ich immer mit der Phänomenologie hatte, das Problem der "Intentionalität". Das war mir stets zu umfassend, dieses Intentionalitätskonzept, weil es implizit eine gewisse Art des Denkens propagiert, ich aber - neben dem natürlich auch vorhandenen - intenionalen Denken/Bewusstsein ebenso ein nicht-intentionales Denken/Bewusstsein für gegeben halte. Ein passives Bewusstsein ohne Zugriff auf irgendeinen Inhalt.

Der Begriff "Korrelation" löst dieses Problem.

Korrelation: ja, selbstverständlich; Intention: hin und wieder, aber nicht grundsätzlich.

;-)

(...)

Dienstag, 27. Oktober 2015

"Frage und ..."

... Folgerung.

Warum verändert sich, in variierenden Zeitabständen - alles immer wieder? Warum diese permanente Neu- und Umstrukturierung? Warum nicht ein individuelles Schicksal, eine klare, notwendige Sichtweise für jeden einzelnen? Warum nicht die unverrückbare Festlegung? Warum das Bleiben durch permanenten Wandel? Die Einheit in der Zersplitterung? Der Stillstand durch andauernde Bewegung? Warum die Auffächerung?
Und wovon hängt dieser beständige Vorgang eigentlich ab?

Es ist der zugestandene Raum der Willensfreiheit, der persönlichen Entscheidungsfreiheit, der notwendig zu Umwegen zwingt, welche wiederum die permanente Neu- und Umstrukturierung notwendig machen.
Abhängigkeit besteht also, zum einen, von den eigenen Entscheidungen, und, zum anderen, den Entscheidungen der anderen.
Klar ist aber auch: das letzte Ziel, das letzte Bild (überindividuell!) ist festgeschrieben und - ebenso sicher: permanente Umstrukturierung des Weges verdeckt zuweilen das Festgeschriebene des Letzten.
Phraseologisch gedacht: den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
Ein Fall für?
Augustinus, im Gegensatz zum jesuitischen Ansatz.
Die ins Religiöse gewendete Frage: kann der einzelne denn überhaupt etwas tun, um in den Genuss direkter "göttlicher" Führung zu gelangen? Oder ist die Auswahl immer schon getroffen, von Beginn an? Wird "Gnade" einseitig gewährt? Oder kann man sie - durch selbstbestimmtes Tun, in welcher Form auch immer - erlangen?

(...)

Nächster Bezug:
Hegel. Hergenommen aus dem Begriff der "Notwendigkeit", der, so ist es nun einmal, zumindest dort, untrennbar verbunden ist mit dem Begriff der "Vernunft".
Die "Dialektik" ist ein ganz anderes, davon völlig unabhängiges Thema.
Die "Dialektik" ist konstruiert, keinesfalls real.

(...)

Donnerstag, 13. August 2015

"Was..."

... man sich auch in metaphysischer Absicht für einen Begriff von der Freiheit des Willens machen mag: so sind doch die Erscheinungen desselben, die menschlichen Handlungen, eben so wohl als jede andere Naturbegebenheit nach allgemeinen Naturgesetzen bestimmt."

Kant, "Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht".

ZEIT, mal wieder Kant zu lesen, und zwar ernsthaft.

Die Kategorien, und damit die Ebenen klarmachen.

Samstag, 1. August 2015

"Seit..."

... langem mal wieder eine interessante, philosophische Sache.

Georg Misch, Lebensphilosophie und Phänomenologie - eine Auseinandersetzung der diltheysche Schule mit Husserl, Heidegger, Original 1930, also frisch aus der Zeit der heideggerchen Provokation ("Sein und Zeit").

Es geht, so weit, um den schwer fassbaren Schwebezustand von Phänomenologie, Lebensphilosophie und hermeneutischer Existenzphilosophie, zwischen ontologischem Fixpunkt und grundlegender Dynamik, die natürlich, im Rahmen eines auf das menschliche Leben als Alpha und Omega rückbezüglichen Ansatzes, ganz und gar unumgänglich ist.

So weit, wie gesagt.

;-)

Das berührt natürlich wieder die alten Bipolaritäten "Metaphysik" vs "Naturwissenschaft", "Letztbegründung" vs "Ewigkeit". Ein nette Begriffsbildung find ich in diesem Rahmen in dem Begriffspaar "Gedanklichkeit" vs "Unendlichkeit", von mir angenommen als universelles Distinktionskriterium für ALLE philosophischen Ansätze und Systeme, in seinem Urteil variabel je nach Tendenz in die eine oder andere Richtung.

Aber da fehlt natürlich noch ne Quelle bzw Ableitung, denn: zwar nehme ich dieses Distinktionsmerkmal an, doch bin ich nicht sein Schöpfer.

MOMENT.

;-)

Auf Diltheys historischem Mist gewachsen, war ja klar.

Das Problem mit der "Hermeneutik" (vor allem diltheyscher Prägung), als geisteswissenschaftlicher Disziplin mit methodischem Anspruch, ist die Tatsache, dass manche Ableitungen (philologisch-historischer Natur) wie Zauberei erscheinen, - UND: ist nicht der ewige methodische Rückgriff auf philologische Urbedeutungen etwas, das fundamental GEGEN die zwingende Grundkategorie der "Dynamik" (des Lebens) gerichtet ist? Weniger in ihrem methodischen Dasein, als in der Art und Weise der implizit enthaltenen Ausblendung von etwas, womöglich, VÖLLIG Neuem? KANN etwa nichts Neues entstehen? Nichts grundsätzlich Neues vor allem?
Es gibt nichts Neues unter der Sonne?
Autopoiese?

Gut, dann wäre "Hermeneutik" immer nur sekundär, sowieso, eine - etwas zweifelhafte - Zweitmethode, die zuvor als interessant und festhaltenswert eingeschätzte Erkenntnisse um zumindest amüsante, manchmal sogar nützliche, freie, phantastische Spielerein ergänzt.

Bemerkung zu Georg Mischs Analyse des Verhältnisses der diltheyschen Lebensphilosophie zur LOGIK, die doch tatsächlich - und da haben wir das Problem - eine irgendwie geartete Relevanz urtümlicher Begriffsinterpretationen des Begriffs des "LOGOS" für den Logikbegriff der neuzeitlichen Wissenschaft und Philosophie annimmt.
Da aber muss man - Anno Domini 2015 zumindest - nun wirklich historisch werden, denn Mischs Analyse stammt aus dem Jahre 1930, und da war von den vehementen Aus- und Durchbrüchen der Analytischen Sprachphilosophie oder gar der empirischen Wissenschaftstheorie noch kaum etwas zu sehen.

An dieser Stelle könnte ich das Buch eigentlich zuklappen.

:-)

Wenn schon Kabbalah, dann doch lieber die echte.

Aber! Ich will mal noch ein wenig weitersehen, vielleicht kommt ja noch was. Vorzugsweise etwas mehr zur Logik (obwohl ich die Probleme der diltheyschen Hermeneutik mit der Logik natürlich verstehen kann. Eine zu deutliche Akzeptanz und Annäherung, eine unideologische, realistische Sichtweise der Logik, wäre wahrscheinlich ganz einfach der Tod der Hermeneutik. Und welche Idee schafft sich schon gerne selbst ab bzw. mindert ihren eigenen Wert?)
Aber ich bin guter Dinge, denn auch die Hermeneutik arbeitet ja durchaus mit dem Begriff der "Vernunft", und dem - "Verstand", oder?

:-)

Schaun wir mal.

Dienstag, 7. Juli 2015

"Philo-..."

...sophie ist eine Ansammlung von Kernideen, die jeweils von einem Menschen ausgearbeitet wurden. Heißt: jedem Philosophen liegt EINE Grundidee zugrunde.

Im Falle Edmund Husserls liegt diese Kernidee in der Idee der "Begründung" selbst (wie wahrscheinlich auch im Falle Carnaps, aber da müsste man auch nochmal nachdenken). Im Falle Schopenhauer liegt sie bzw. heißt sie "System". Hegel gründet sich aus der Kernidee der "Überzeugung". Und Nitzsche, ja, Nietzsche, der vertritt die Kernidee des Trotzes.

;-)

Jetzt könnte man natürlich laut anfangen zu rufen. "Aber Hegel ist doch System, Hegel ist doch Vernunft!".
Nein, das System, beispielsweise, ist ihm tatsächlich nur Mittel zum Zweck, ebenso wie ihm auch die Vernunft nur Mittel zum Zwecke der - Ausführung seiner Kernidee ist. Zwiebelschalen, Maskenspiel.
Alles zum Zweck der "Überzeugung"!

:-)

Donnerstag, 18. Juni 2015

"Ex-..."

... istence.

ghghgh

- existence/15 -

Montag, 24. November 2014

"Nachdem ich,..."

... just letzten Samstag, mal wieder den Weg ins Antiquariat gefunden habe, und mit einem netten Tütchen von vier Büchern wieder auskehrte, jetzt interessierte Lektüre von Eike von Savignys "DIE PHILOSOPHIE DER NORMALEN SPRACHE", Erstauflage Suhrkamp 1974.

Schon seit einiger Zeit zog es mich mal wieder in die sehr amüsanten Gefilde der analytischen Sprachphilosophie bzw. der Sprachphilosophie allgemein, seit meiner wissenschaftstheoretisch geprägten Studienzeit hab ich nämlich eine mittelschwere Schwäche für Carnap, den Wiener Kreis und den niedlichen, aber aller Ehre werten Versuch, eine klare, unmissverständliche Protokollsprache zu entwickeln. Geht natürlich nicht, aber die - damals immer verzweifelter und bizarrer werdenden - Versuche dazu, find ich immer wieder interessant.

Da lief mir dann das Buch von Eike von Savigny am Samstag natürlich gut rein.

Schöner Aufbau über drei Kapitel zu jeweils: Wittgenstein (den ich zwar für den "Tractatus" respektiere, aber DEFINITIV NICHT mag), Gilbert Ryle und John L. Austin, und dann die Abhandlung des Konzepts der "normalen Sprache", eine kritische Auseinandersetzung zum Thema.
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