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Gesellschaft

Donnerstag, 15. November 2007

"Pervers"

Irgendwie empfinde ich, angesichts zunehmend dekadenter Auswüchse einer zerfallenden Ideologie, wie man sie inzwischen in allen Bereichen unserer Gesellschaft beobachten kann, manchmal eine geradezu perverse Faszination. Vielleicht sollte ich eher besorgt oder betroffen sein, aber nein, ich schwanke zwischen Faszination und diabolischer Genugtuung.

Schlimm, schlimm.

;-)

Donnerstag, 11. Oktober 2007

"Nochmal..."

zur Herman-Sache:

Das Risiko, falsch verstanden zu werden, ist IMMER da. Damit muss man leben, sonst äußert man sich irgendwann vielleicht gar nicht mehr. Und das ist - auf gewisse Weise - vielleicht noch fataler, oder?

Insofern trägt sie, die Herman, die Konsequenzen - bisher - recht tapfer.

Blamiert haben sich, so wie's jetzt aussieht, doch vor allem der Kerner und die anderen Gäste (nicht nur die beiden Schnepfen, nein, auch zum Teil der Barth Mario - obwohl Letzterem vielleicht noch zu verzeihen wäre). Das ist alles irgendwie höchst erstaunlich, find ich.

:-)

Dienstag, 9. Oktober 2007

"Eva Herman"

Das ist eine sehr brisante Sache.

Ich meine, ich kann sie irgendwie verstehen, die Eva Herman, zumindest im Kern dessen, was sie wahrscheinlich meint. Es geht ihr wohl um Werte, die vergangen sind, und daraus resultierend um gewisse Orientierungsprobleme, die inzwischen in Beziehung auf das klassische Familienbild auftreten. Und diese Orientierungsprobleme existieren auch tatsächlich - davon bin ich eigentlich ebenfalls überzeugt. Letztendlich aber sind das nur ganz normale Folgen des sich verändernden Rollenverständnisses der Geschlechter (bzw. dessen vollständiger Auflösung), und ein "Zurück in die Vergangenheit" kann es, und sollte es, nicht geben, denke ich. Es gilt jetzt, ein neues Level anzustreben und zu stabilisieren.

Ich denke, da liegt ihr Fehler in dieser ganzen Angelegenheit.

Allerdings - und das muss man fairerweise auch erwähnen - ist ebenso überdeutlich sichtbar, dass vor allem die Medien da aus der anderen Richtung mindestens genauso undifferenziert argumentieren, wie Frau Herman selbst.

(Anlässlich des Rauswurfs von Eva Herman aus der Kerner-Sendung )


***

Unredliche Selbstgerechtigkeit

Dienstag, 7. August 2007

"Was..."

... mich oft stört in der letzten Zeit: eine Implikation, die vor allem in wirtschaftspolitischen Diskussionen immer irgendwie mitschwingt.

In seinem Heimatland zu leben, in dem man geboren wurde, ist kein Privileg, für das man womöglich auch noch dankbar sein muss, sondern viel eher ein natürliches Recht!

Da soll man sich nichts Anderes erzählen lassen, denke ich.

Freitag, 2. März 2007

"Solidarität mit Klar"

Artikel zur jüngsten Diskussion um Christian Klar, seine Kapitalismuskritik und, nicht zuletzt, seine Gnadengesuch nach 25 Jahren Haft.

Von Interesse ist doch einzig nur die Frage, ob Klar heute noch zu kriminellen Taten bereit wäre. Das Recht, seine Meinung zu sagen, auch wenn sie gegen das herrschende System gerichtet ist, kann ihm - wenn Demokratie glaubhaft bleiben soll - niemand abstreiten, und sogar die Frage, ob er Reue zeigt, angesichts seiner einstigen Taten, ist, nach Absitzen der Haftstrafe, nicht wirklich relevant.

***

Solidarität mit Klar

Sonntag, 15. Oktober 2006

"Unterschicht"

Jetzt regen sie sich alle auf über die angeblich neue Unterschicht, die keinen Bock mehr auf den ganzen Mist hat und sich inzwischen einer gepflegten Resignation hingibt.

Ja, ist das denn in irgendeiner Weise verwunderlich?

Das ist doch nur die logische Konsequenz der Politik des Systems. Sie wollen es doch so.

Immer mehr Leute, mit denen ich mich in letzter Zeit unterhalte, sagen das Gleiche: klipp und klar - die können mich mal kreuzweise - ich mach hier gar nix mehr!

Und verdenken kann ich das keinem.




Neue Unterschicht?

Sonntag, 19. März 2006

"Im Schweinsgalopp"

Gestern, anlässlich eines Abendessens in "kulturseliger Runde", mal wieder festgestellt, dass es mir gegen den Strich geht, wenn dort die üblichen Themen (Gott, die Welt, der Mensch, das Leben, die Künste, Philosophie, Wissenschaft, das Universum und der Tod ...) so im Schweinsgalopp abgehandelt und, eines nach dem anderen, mit vordergründigen Allgemeinplätzen belegt werden.

Praktisch sieht das dann so aus, dass ich immer mal wieder, um hier oder da wenigstens halbwegs eine fragwürdigere Perspektive einzustreuen, das letzte Thema nochmal aufbringen muss, wo der Rest der alten "Kulturweisen" schon beim nächsten Ruck-Zuck-Gespräch ist.

Sich selbst gegenseitig nur immer wieder in den allgemeinen "Weisheiten" bestätigen ... das ist nix für mich.

;-)


Jetzt im nachhinein, denke ich, dass es vielleicht auch ganz interessant gewesen wäre, irgendwann auf den Tisch zu springen und einen Monty-Python-Song vorzutragen. Den "Penis-Song" vielleicht oder "Knights of the Round Table".

:-)

Samstag, 5. November 2005

"Frankreich"

Das weitet sich ja zum richtigen Flächenbrand aus da drüben.

Vielleicht ein gutes Anschaungsbeispiel für uns Deutsche. Genau das passiert nämlich, wenn man sich Ghettos züchtet.

Montag, 19. September 2005

"Cartoons"

Grade läuft zufälligerweise ein Fernsehcartoon im Hintergrund.

Bei Gottfried, völlig schwachsinniges, hysterisches Geplapper in einem irren Tempo.

Kein Wunder, dass so manches Kind am Rad dreht.

Mittwoch, 24. August 2005

"Machtmissbrauch und Willkür"

Zynischer Machtmissbrauch und selbstgefällige Willkür, auch, und vor allem, in der Ausübung gewisser, offizieller und gesellschaftlicher Funktionen, machen mich inzwischen, wenn ich sie erlebe, wirklich krank.

Vielleicht sollte man bei der Besetzung bestimmter Positionen weniger auf die Qualifikation und dafür mehr auf den Charakter achten, oder zumindest beides in Betracht ziehen.
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