Film

Mittwoch, 30. Juli 2008

"IQ"


Widow's Peak - 2005







Widow's Peak


Garden over me, the secret I love most,
God and Man agree to giving up the ghost,
High above the moon, the sun has left the sky,
I would love to know if you're the reason why.

Garden under me, the naked and the dead,
I can still remember everything we said,
Higher, higher now than I have ever been
More than meets the eye than mine have ever seen.

Garden over me, you never know the grief,
Hide this side away to satisfy belief,
I can't stand the agony of nothing new,
When the soft white belly enters into you

I go down

The ribbon wrapped a gun, I blinded everyone,
Collected underground, now I'm up I'm down
It isn't how you lie, it's in the way you're mine,
How was I to know the nerves would overflow?

I want to see you, I want to touch you,
I want to feel the breathing changing.

I want to be you, to be inside you,
To pull you under, get you fighting.

Unsodden even the water leaking,
Don't want to hear the widow speaking.

And just to know if there could be something,
You couldn't get that, yeah...

Ah, you fools, don't you see?

He's darker than he's going to be,
The state I'm in, hollow bone,
Diamond hard heart of stone.

Lost in love, senses flown,
Diamond hard heart of stone.

"Flags of our Fathers"

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"Flags of our Fathers"

USA, 2006


Regie: Clint Eastwood



Gefiel mir bis knapp zur Hälfte wirklich gut. Solide gefilmt, mit sehr realistischer, zeitkonformer Ausstattung und Atmosphäre, genialem Ton, und explizit die Kriegsszenen halte ich - neben einigen anderen, berühmten Beispielen aus der Filmgeschichte - beinahe für die besten, die ich bisher gesehen habe.

Dann allerdings wurde es irgendwann so richtig übel!

Dieses absolut sentimentale Gelaber der zweiten Filmhälfte war ja wohl nur noch extrem schwer zu ertragen, oder? Völlig plattes Geföhne plötzlich. Ausgelutschte, beinahe peinliche Vater-Sohn-Problematiken; Mütter, die ihre Söhne im Krieg verloren haben (ach ne, gibt's das?, *kopfschüttel*) und so weiter und so fort. Und ganz am Schluss ein wirklich pervers Grauen erregendes, von hirnrissigem Klaviergeklimper untermaltes Finale, das mich irgendwie ganz fatal an diese Stimmung erinnert hat, die bei den Waltons am Ende, wenn das Licht ausging, auch immer geherrscht hat.

Nacht John-Boy, Nacht Ma!

Gruselig.

Und hinzu kommt dann eben auch noch die Tatsache, dass kritische Untertöne in Eastwood-Filmen leider immer irgendwie eine bloß halbherzige Sache sind. Man hat immer das Gefühl, der Mann versucht gleich, noch während er kritische Töne aufscheinen lässt, alles wieder abzuschwächen, rückgängig zu machen und sich zu entschuldigen.

So macht dann eben auch Kritik keinen Spaß.

Insgesamt sehr mau, mit Zügen von Peinlichkeit gegen Ende.



62 %

"28 Weeks Later"

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"28 Weeks Later"

GB, 2007


Regie: Juan Carlos Fresnadillo


Auf jeden Fall gut gefilmt und in Szene gesetzt. Selten so interessante und gute Aufnahmen mit der Wackelkamera, oder so gute und schnelle Horrorschnitte gesehen. In Verbindung mit den interessanten Kameraeinstellungen, den Tempospielereien, den manchmal sehr klaren und nüchternen Bildern und dem atmosphärischen Soundtrack - wirklich erstklassig.


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Leider, leider, bleiben Drehbuch und Geschichte weit hinter den Qualitäten der bildlichen Umsetzung zurück.

Was natürlich dann zu erheblichen Abzügen in der B-Note führt, gell?!

;-)


78 %

Donnerstag, 24. Juli 2008

"Wolfhound"

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"Wolfhound"


RUS, 2006


Regie: Nikolaj Lebedev


Angepriesen als Russlands Antwort auf den "Herr der Ringe" - was natürlich, mehr oder weniger, ein schlechter Witz ist (aber das war ja eigentlich bereits im Vorhinein klar).

Fantasy ist es schon. Zumindest findet man die meisten Zutaten, die zu einem Werk der Fantasy gehören: magische Artefakte, Zauber, Drachen, Schwerter...

Allerdings handelt es sich eben eindeutig um die russische Variante von "Fantasy", was bedeutet, dass die Figuren zumeist wie heruntergekommene Tartaren oder gescheiterte Kosaken aussehen, und das Ganze reichlich russisch getragen daherkommt. Die Geschichte um einen Helden, der gegen das Böse antritt, ist - obgleich auf sehr lange zweieinhalb Stunden ausgedehnt und einfach zu geradlinig erzählt - nicht unbedingt schlecht umgesetzt, steigert sich am Ende jedoch bedauernswerterweise in einen sehr kitschigen Abschluss, der zudem auch noch quasi-religiöse Züge annimmt. Geschmackssache, sprach der Affe.

Mich hat der Film nicht sonderlich vom Hocker gerissen, zu bekannt das alles, nichts Neues oder besonders Spektakuläres zu bewundern, und auch was explizit die Fantasybilder angeht, gab es da nur ganz, ganz selten etwas wirklich Begeisterndes.

Mittelmaß, wenn überhaupt.


40 %

Montag, 21. Juli 2008

"Michael Clayton"

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"Michael Clayton"


USA, 2007


Regie: Tony Gilroy


Ja, vielleicht setz ich mich da jetzt auch in die Nesseln, aber wirklich gut gefallen hat mir der Film nicht. Eher war ich etwas gelangweilt (über weite Strecken). Ist zwar einigermaßen gut konstruiert (obwohl auch nicht gerade innovativ), solide gefilmt (sehr kühl und klassisch manchmal) und hervorragend gespielt (obwohl Clooney eigentlich selten mehr tun muss, als sich selbst darzustellen, wobei die Figur "Michael Clayton" allerdings - charakterlich - ansehnlich herausgearbeitet ist), aber - na ja.

Wirklich gut gefallen hat mir eigentlich nur die Sequenz gegen Ende - die Szene mit den Pferden. Die war sehr schön und wirklich interessant.

Sonst: gepflegte, anspruchsvolle Thrillerlangeweile.


70 %

Sonntag, 20. Juli 2008

"Sweeney Todd"

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"Sweeney Todd"

USA, 2007

Regie: Tim Burton



Eigentlich ein Volltreffer. Wären da nicht ein oder zwei Dinge, die störend wirken.


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Zum einen ist die Geschichte, eine ganz klassische Rachestory, reichlich ausgelutscht und hat auch im stilistisch wundervollen, erstklassigen Burton-Ambiente keine neuen Aspekte zu bieten - alles verbleibt ausschließlich auf den banalen, tausendmal erzählten Kern beschränkt. Zum anderen schwächelt der Gesang. Denn obwohl man Musik, Lieder und Darbietung nicht wirklich als schlecht oder missraten bezeichnen kann, wird irgendwann spürbar, dass die beiden Hauptdarsteller, Johnny Depp und Helen Bonham-Carter, eben vor allem Schauspieler sind und ursprünglich nicht aus der Gesangssparte kommen. Natürlich ist das alles sehr gut, sehr reizend und gefällig gesungen - und auch die Verbindung zwischen Gesang und Schauspielkunst funktioniert zumeist perfekt, allerdings fehlt es den beiden im Endeffekt dann doch gelegentlich einfach zu deutlich an stimmlicher Bandbreite und Ausdruckskraft, um in dieser Hinsicht restlos überzeugen zu können und "Sweeney Todd" damit zu einem absoluten Klassiker des Musikfilms zu machen. Dieser Status ließe sich aller höchstens noch aus der genialen bildlichen Umsetzung und der, nicht weniger genialen, dunklen Atmosphäre des Films ableiten. Unverrückbar Fakt bleibt nämlich, bei aller Kritik, auch, dass dieses schwarze und groteske London, dass Burton hier darstellt, nahezu atemberaubend phantastisch und schön geworden ist, weshalb sich das Ansehen definitiv schon rechtfertigt bzw. vielleicht gar zur Pflicht wird.


88 %

Freitag, 11. Juli 2008

"Im Tal von Elah"

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"Im Tal von Elah"

USA, 2007


Regie: Paul Haggis


Kann man kaum viel dazu sagen. Natürlich ein guter Film. Aktuell, brisant, zum Teil kritisch, handwerklich top, durchweg intensiv atmosphärisch, sehr gut besetzt und exquisit gespielt (in erster Linie selbstverständlich von Tommy Lee Jones, der hier eine absolute, zurecht oscarnominierte, Meisterleistung abliefert - sicher der stärkste Auftritt, den ich von ihm bisher gesehen habe).

Geschichte wieder relativ einfach: Vater macht sich auf, um im Umfeld des amerikanischen Militärs seinen nach der Rückkehr aus dem Irak verschwundenen Sohn zu suchen.

Eigentlich gibt es - wie gesagt - kaum etwas zu meckern, abgesehen vielleicht davon, dass auch hier mal wieder die - mehr oder weniger - üblichen, aus ähnlichen Filmen bestens bekannten Versatzstücke Verwendung finden, und man deshalb letztlich leider den Eindruck gewinnt, das alles schon irgendwo einmal gesehen zu haben. Kein Film, den man sich, bzw. ich mir, unbedingt öfter oder gar in der Dauerschleife ansehen müsste (wohl nur sinnvoll, wenn man ein ausgesprochener Tommy-Lee-Jones-Fan ist), aber ein Film, der beim ersten Sehen äußerst spannend, interessant und überzeugend rüberkommt, und sich deshalb auch lohnt.


89 %

Donnerstag, 10. Juli 2008

"10.000 BC"

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"10.000 BC"

USA, 2008


Regie: Roland Emmerich


Irgendwie ist der Film reichlich blödsinnig. Was genau soll das eigentlich sein? Fantasy? Na ja, das Einordnungsproblem wäre ja noch egal, aber die Geschichte is eben auch ziemlich dröge und obendrein ausgestattet mit jeder Menge banaler und tausendmal gesehener, filmischer Klischees. Außerdem ist da ein Pathos drin, das eigentlich gar keins ist bzw. völlig fehl am Platz wirkt aufgrund der banalen Geschichte. Gibt's auch, offensichtlich.

Und das Design erinnert mich stellenweise sehr stark an "Stargate".

Na ja.

Hin und wieder gab es Momente, in denen ich mich - hauptsächlich wegen der Bilder - ein bisschen begeistern konnte, aber dann kam ziemlich rasch immer wieder irgendein Bockmist, ein banaler, bedeutungsloser, käsiger...

Eine ganz große Stärke hat der Film allerdings: er ist unglaublich bizarr. Und das ist ja auch schon mal was, oder? Lange nicht mehr so etwas Bizarres gesehen - schwer einzuordnen, ungewöhnlich, vom Aussehen her geradezu verwirrend, weil alles irgendwie nicht zusammenpassen will und ein bisschen arg zusammengestochert wirkt...

Ja, das Bizarre an der Sache hat mir gefallen!


Deshalb:

immerhin noch 48 %

Mittwoch, 9. Juli 2008

"Ein gutes Jahr"

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"Ein gutes Jahr"

USA, 2006


Regie: Ridley Scott


Jepp, netter Film. Was fürs Herz eben, was Romantisches - vorzugsweise mit der jeweilig aktuellen Süßen zu genießen.

;-)

Alleinstehende, normal entwickelte, heterosexuelle Männer sollten dagegen eher Abstand nehmen, denk ich.

*lach*

Dabei aber eigentlich noch ganz erträglich, was - vor allem - dem leidlich guten Spiel der beiden Hauptdarsteller (Russell Crowe und Marion Cottillard), aber auch dem netten Ambiente eines Weinguts in der französischen Provence zu verdanken ist. Die Geschichte bleibt natürlich relativ simpel: gestresster, eiskalter Bankmann aus der Großstadt erbt das französische Weingut, auf dem er aufgewachsen ist, und lernt dort das Leben, die Schönheit und die Liebe neu kennen bzw. schätzen.

Handwerklich solide gemacht, wenn auch ohne großartige Überraschungen. Russell Crowe muss aufpassen, dass er, wenn er den etwas trotteligen Großstadtmenschen gibt, nicht immer wieder in die Trottelmasche aus "A Beautiful Mind" verfällt, und die Provence ist natürlich, wie sollte es in einer amerikanischen Produktion anders sein, eher glatt, klischeehaft und rein oberflächlich dargestellt - die disneyhaft amerikanisierte Version der Provence eben: nur halb so schön und herb, wie sie im Original ist.

Aber okay! Gepflegte, romantische Unterhaltung mit ausgezeichnetem Schmusebonus. Schon wesentlich Schlimmeres aus dieser Ecke gesehen.

Und immerhin gab es den genialen Albert Finney in einer Nebenrolle.

;-)


70 %

Dienstag, 8. Juli 2008

"Die Schwester der Königin"

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"Die Schwester der Königin"

GB, 2008


Regie: Justin Chadwick



Für den Freund des Historienfilms natürlich ganz und gar unverzichtbar, ABER - auch für den Nicht-Spezialisten eine durchaus attraktive Angelegenheit. Allerdings darf man sich dabei tunlichst nicht an der großen Dialoglastigkeit stören. Der Film um Anne Boleyn, ihre Familie und das Verhältnis zu Heinrich VIII, erfordert zweifellos Aufmerksamkeit, und deshalb eben auch eine gehörige Portion Durchhaltevermögen. Was aber nicht bedeutet, dass er sich über alle Maßen langweilig oder eintönig gestalten würde. Im Gegenteil, wenn man bereit ist, dieses geforderte Maß an Konzentration aufzubringen, entspinnt sich ein interessantes, dramatisches und spannendes Intrigenspiel, dargestellt auf höchstem schauspielerischem Niveau (Portman und Johansson natürlich, aber auch ansonsten: bis in die kleinsten Nebenrollen hinein - perfekt), das dann darüber hinaus noch zusätzlich getragen wird von einer sehr schönen und weitestgehend authentischen Ausstattung, einem überzeugendem Soundtrack, sowie einer fabelhaften Kamera, die über weite Strecken äußerst atmosphärische und sogar manchmal enorm kunstvolle Bilder erzeugt.

Kann man eigentlich nicht meckern.


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Einziges Manko: eben die Dialoglastigkeit, das relativ mäßige Actionangebot, sowie vielleicht die eine oder andere Passage, die sich irgendwie zu wiederholen scheint (zu oft zum Beispiel sieht man Heinrich VIII oder auch andere Personen energisch durch Gänge schreiten oder irgendwelche Türen aufstoßen - fiel mir echt auf).

Ansonsten: ansehen!

;-)


90 %
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