Theosophin (noch vor
Steiner; ursprünglich eine Anhängerin von
H.P. Blavatsky).
"Hervortretend aus den Tiefen des Einen Seins, aus dem EINEN, das über alle Gedanken und Worten ist, wird ein Logos dadurch, dass er sich selbst eine Umgrenzung gibt und dem Bereich seines Wesens selbst freiwillig Schranken auferlegt, zum geoffenbarten Gott. Indem er so die Sphäre seiner Tätigkeit begrenzt, zieht er den Umkreis seines Universums. Innerhalb dieses Bereichs wird das Universum geboren, entwickelt sich und stirbt. Es lebt, webt und hat sein Dasein in seinem Logos. Der Stoff, aus dem es besteht, ist SEINE Ausstrahlung; seine Kräfte und Energien sind Ströme SEINES Lebens; ER wohnt jedem Atom inne, alles durchdringend, alles erhaltend und alles entfaltend. ER ist des Weltalls Anfang und Ende, seine Ursache und sein Ziel, sein Mittelpunkt und sein Umfang; ER ist das sichere Fundament, auf welchem es erbaut ist; ist der umschließende Raum, in dem es atmet. ER ist in allem und alles ist in IHM. Das lehren uns die Hüter der altehrwürdigen Weisheit über den Anfang der geoffenbarten Welten."
(
Annie Besant, Ancient Wisdom, S. 47/48)
Was sagt man dazu?
Das ist doch wieder mal so eine typische Stelle (wie sie vor allem in theosophischen Texten immer wieder vorkommt), an der ich sofort, instinktiv, das Gefühl habe, dass da alles einfach nur auf die Psyche des/der Schreibenden bzw. seine/ihre psychischen Projektionen rückzubeziehen ist.
Das Ganze ist also wohl eher psychologisch von Interesse, und weit weniger kosmologisch-esoterisch.