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Deutschland

Sonntag, 24. September 2017

"Es ist..."

... WAHLTAG!

Zu den Fahnen, äh - Waffen, äh, Urnen, mein ich natürlich.

;-)

Donnerstag, 7. September 2017

"Sarah..."

... Rambatz, 24, Hamburg.

Mitglied der Partei "DIE LINKE", Bundessprecherin der Linksjugend, Gelistet für den Einzug in den Bundestag.

tzrzd

Facebook-Post vom 6.09. 17

***

Wirkt eigentlich am besten ohne Worte. Kann mir aber ein paar kurze und knappe Bemerkungen nicht verkneifen.

1
Wie dumm kann man eigentlich sein?

2
Gelinde gesagt: ein wenig zweifelhaft für jemanden, der sich sein Leben als Mitglied des Bundestages vom deutschen Steuerzahler finanzieren lassen will.

3
Sind das die Menschen, denen wir das Leben so überaus großzügig mit deutschen Steuergeldern finanzieren?

4
Muss man sich da wundern, wenn eine Gegenbewegung entsteht?

Freitag, 25. August 2017

"Tja,..."

... Kinners, was wählen?

CDU bringe ich nicht übers Herz, dieses Jahr.
SPD auch nicht.
GRÜN?
Indiskutabel.
Ebenso DIE LINKE.

Eigentlich tendiere ich zur AfD.

Nicht, dass ich ein Freund ihrer radikalsten Positionen wäre. Ich kann weder mit Rassismus, noch mit übersteigertem Nationalismus etwas anfangen. Dennoch sollte die AfD, meiner Meinung nach, als Opposition im neuen Bundestag vertreten sein.

Andererseits: braucht es dazu meine Stimme? Wenn ich das richtig einschätze, dann wird die AfD auch ohne mich über 5 % kommen, und ich laufe also Gefahr, diesem Verein mit meiner Stimme ein zu großes Gewicht zu verleihen (angenommen natürlich, dass meine Überlegung, und meine Entscheidung, exemplarisch für weitere Stimmabgaben sind).

Eine schwierige Gratwanderung.

AfD, oder Wahlverweigerung. Das sind offensichtlich die Alternativen für mich, dieses Jahr.

***

AfD - wäre natürlich ne reine Protestentscheidung meinerseits. Protest gegen den Einheitsbrei der etablierten Parteien, ihre vermeintlich alternativlose Ausrichtung, gegen den Genderirrsinn, gegen die konzeptlosen Merkelphrasen nach dem Motto "Wir schaffen das!", gegen so idiotische Bestrebungen wie das Dieselfahrverbot und den Zwang zum Elektroauto, das trotz des ganzen Geschwafels noch nicht mal annähernd reif für einen tauglichen Alltagseinsatz ist, gegen das komplette ignorieren der Flüchtlingsproblematik, das weitestgehende Verschweigen der in diesem Zusammenhang NATÜRLICH auftretenden Schwierigkeiten und kritischen Entwicklungen, gegen die offensichtliche Unfähigkeit (oder sogar den Unwillen), Asylrecht und Bürokratie an die neuen Gegebenheiten anzupassen, letztlich gegen die Unfähigkeit, die Probleme vernünftig, frei und demokratisch angemessen zu diskutieren, gegen die haarsträubenden Versuche, europäische Geschichte, europäische Verhaltensformen, Traditionen und Werte auszulöschen, historische Gebäude ohne dazugehöriges Kreuz auf dem Dach zu renovieren, den Genuss von Schweinefleisch zu diskreditieren, um es außereuropäischen Zuwanderungen angenehmer zu machen, - das alles geht mir - wegen der erschreckenden Unvernunft und einer unleugbaren, extremen Ideologielastigkeit - gehörig auf den Sack.

Wäre meine erste Protestwahl überhaupt!

:-)

Oder ne, in den 2000er-Jahren, zu Zeiten des explodierenden Kapitalismus, hab ich, glaub ich, einmal sogar DIE LINKE gewählt. Das war auch Protest.

:-)

***

Was ich aber auch bin: überzeugter Demokrat und Anhänger der europäischen Idee. Allerdings nur, wenn Europa auch Europa bleibt, und seine historische und kulturelle Identität wahrt.

***

Und wenn man dann abends so im offenen Wintergarten sitzt und ne Runde Backgammon spielt, und man nimmt von irgendwoher aus den umliegenden Gärten die Geräusche einer Party wahr, und das Gegröhle auf dieser Party hört sich an wie Nazigegröhle, dann fragt man sich plötzlich doch wieder, ob man denn TATSÄCHLICH mit seiner Wahlentscheidung so tief ins rechte Spektrum greifen will, ob man DAS denn WIRKLICH WIEDER heraufbeschwören will.
Die Frage bleibt also offen: was, wenn überhaupt, wählen?

Samstag, 19. August 2017

"Ist..."

... freie Meinungsäußerung in Deutschland WIRKLICH noch EINFACH SO möglich?

Ich bin mir nicht mehr sicher.

Montag, 6. Februar 2017

"Nun..."

... lese ich ja seit einigen Wochen die Kommentare in den rechten, nationalistischen Netzmedien.

Das Problem: wenig, erschreckend wenig argumentatives Material, dafür ein wildes Konglomerat aus Beschimpfungen, Beleidigungen, Pathos, Apokalypse, Verschwörung..., viel Aggression und Hass, viel Menschenverachtung, in einem ideelen Gemisch aus Nationalsozialismus, Kaiserreich und manchmal schwer zu ertragendem, aufgesetztem Patriotismus, dem man anmerkt, das er von Leuten propagiert wird, denen Deutschland im Kern einfach scheißegal ist.
Nur ganz selten erklingt hier oder da mal eine Stimme, der man echte Besorgnis (die ja auch begründet ist) anmerkt, oder die sich bemüht eine gewisse Nüchternheit in das unsägliche, rassistische Geheul zu bringen (was notwendig ist).

Wer Deutschland wirklich liebt (wie ich), der weiß, dass wir natürlich eine Kurskorrektur brauchen in diesem Land, eine Kurskorrektur jedoch, die - um Himmelswillen - sorgsam, bedacht, und vorsichtig vorgenommen werden muss. Dieser blinde, rassistisch geprägte Nationalismus fürt uns tatsächlich ins NIRGENDWO, bzw. zurück in eine Zeit der Nationalstaatlichkeit, die - und das sollte doch jedem klar sein - in Völkerhass und, letztendlich, in den Krieg führt.
Haben wir doch schon gehabt. Funktioniert doch nicht. Hat noch nie funktioniert. Im Mittelalter nicht, im absolutistischen Zeitalter nicht, nicht im deutschen Kaiserreich, und nicht in der Ära des Faschismus oder des Kommunismus.

SO WHAT?!

Seit ihr blind, taub, dämlich? Lernresistent?

Ist es denn nicht möglich, einen Patriotismus, eine Besinnung auf unsere kulturelle Identität zustande zu bringen, welche die Vernunft nicht zugunsten des puren Zerstörungswillens außer Acht lässt?

Wir brauchen konstruktive Vorschläge, konstruktive Ideen.

Nicht dieses langweilige, immer gleiche, infam-infantile, national-rassistische Geheul. Das ist so dumm und sooooo langweilig.

Und deshalb ist die AfD, die Alternative für Deutschland, momentan eben alles andere als eine Alternative für Deutschland. Und deshalb kann man sie, kann ICH sie - so sehr ich um die Notwendigkeit einer politischen Kurskorrektur weiß - beim besten Willen nicht wählen. Es wäre die direkte Wahl des Untergangs dieses Landes, das ich liebe.

DAS ist keine Option.

Und wer jetzt noch daran zweifelt, dem empfehle ich dringend einen Blick in die Kommentare der einschlägigen Medien. Nicht die Beiträge an sich sind das Erschütternde, es sind die Kommentare.

***

Nachtrag: das irgendwie beruhigende an der Sache: in diesen rechten Kommentarforen sind dermaßen viele intellektuelle Flachflieger unterwegs, dass man eigentlich davon ausgehen kann, dass die sich NIE einigen werden. Politik können die nicht, die könn(t)en höchstens Gewalt (und dafür sind sie in der Mehrzahl dann eben doch zu feige bzw. zu bequem - die explizit spießerische Variante des Deutschtums kommt da eben auch enorm zur Geltung).

Mittwoch, 25. Januar 2017

"Höcke"

Nu hab ich mir mal diese sagenumwobene Rede des Herrn Höcke angesehen (Dresden, 17.01.17).

Eindruck No.1:

Das Ganze atmet irgendwie die Luft der frühen Bierkellerreden des kleinen Adolf. Es ist nicht sonderlich amüsant, das anzusehen. Inklusive einer verhetzten Zuschauerschaft, die immer mal wieder aufsteht und in rhythmisches Klatschen bzw. in das Skandieren solcher Kampfrufe wie "Volksverräter" ausbricht.

Iiiioeeeeehhhh, das hat eindeutig was Widerliches!

Gezeigt hat sich in dieser Rede aber auch: wir haben es hier außerdem, und ziemlich massiv, mit dem alten Ossi/Wessi-Problem zu tun.

Inhaltlich: in manchen Ansätzen berechtigt, über die Ansätze hinaus jedoch widerlich, dieser Stil ist - bei Gott - nicht der richtige.

Wir brauchen inhaltliche Auseinandersetzung, kein Braunhemd-Bierkellergehabe.

Montag, 24. Oktober 2016

"Be-"

... -trachten wir es mal nüchtern (oder vielleicht auch dystopisch, je nachdem).

Das System, das nach Ende des 2.Weltkriegs aufgebaut wurde, ist am Ende. Die Demokratie, die Politik, sind am Ende. Bis ins Mark verfault, durch und durch korrumpiert von nackter, unverhohlener Profitgier, die weder Moral, noch Ehrgefühl, noch Achtung vor dem Menschen kennt. Geprägt von Lügen, von Betrug und Manipulation. Der Kapitalismus steht vor dem Zusammenbruch. Weil der Mensch, weil die Menschlichkeit nicht mehr zählt.

Wir werden eine Revolution erleben und - so grausam diese Wahrheit auch ist - es wird eine rechte, eine braune, eine nationalistische Revolution sein.

Das ist ganz klar eine Situation, die an die Weimarer Republik erinnert.

Alles nur wegen der unersättlichen, zerstörerischen Gier nach Geld.

Wie dumm kann man sein?

Samstag, 1. Februar 2014

"Also..."

... mal einfach so:

1.

Ursula von der Leyen (konnte sie noch nie leiden, sorry) scheint mir als Verteidigungsministerin ne glatte Fehlbesetzung zu sein. Schnell weg mit der alten Gewitterziege, bevor die im Ausland anfangen zu lachen.

2.

Uns Deutschen jetzt, mittels Meldungen und Nachrichten, die uns Deutschland als entscheidende Führungsnation der Welt verkaufen, so ne Art Nationalstolz einimpfen zu wollen, halte ich, inklusive des natürlich gleich dazugeschalteten Rufs nach Ausweitung weltweiter militärischer Präsenz, für VÖLLIG verfehlt, ziemlich perfide und - auf gut Deutsch gesagt - irgendwie echt scheiße!

;-)

Nichts gegen eine angemessene Portion Nationalstolz, aber... ne, ne, das is nicht der richtige Weg!

Dienstag, 19. November 2013

"So,..."

... es steht mal eine Überprüfung der Nebenkosten an, heißt: Preisvergleich Strom, Gas, und alle Versicherungen, privat oder Firma, werden auch mal auf den Prüfstand gestellt.

Und schon geht es los.

Zunächst der Strom.

Wie schon der erste kurze Online-Preisvergleich zeigt, ist hierbei extreme Achtung geboten (wie - seltsamerweise - überall in den Untiefen des so genannten "freien Marktes").
Warum eigentlich heißt "Freier Markt" auch immer gleichzeitig freie Fahrt für jede Art von Betrug? Seltsam, oder?
Sollte nicht endlich mal dafür gesorgt werden, dass kleine Vertragsklauseln, die offensichtlich einzig und alleine in betrügerischer Absicht eingefädelt sind, verboten werden???

*lach*

Aber das ist wohl ein anderes Thema.

;-)

Tatsache ist, dass man sich - um den ganz großen Fallen zu entgehen - zunächst vorzugsweise an die großen und damit relativ seriösen Anbieter halten sollte (OIE, Yello, Vattenfall...), um zusehen, ob man da, auf der relativ sicheren Seite, eventuell eine kleine Kostenersparnis rausholen kann.
Was den Strom angeht, ist die faktische Ersparnis im Monatsabschlag mehr oder weniger generell eine Illusion, denn den geringeren Jahrespreis erzielt man sowieso meist nur über den Wechselvorgang an sich (und damit auch nur für ein Jahr), Grundgebühr und Preis pro Einheit sind oft sogar höher als beim alten Anbieter. Es sind quasi einzig die Wechselboni oder Neukundenpreisnachlässe, die im ersten Jahr den besseren Preis ausmachen.
Und da geht's jetzt schon los.
VORSICHT! Es gibt bei den unbekannteren Anbietern den Trick, all jene doch noch abzukassieren, die nach einem Jahr erneut wechseln und wiederum Bonus, also besseren Preis, zu erhalten. Meist muss 6 Wochen vor Ablauf des Vertrages gekündigt werden, was dann die betrügerischen Anbieter als Grund nehmen, um die versprochenen Boni nicht auszuzahlen (weil man kein volles Jahr Kunde war)! Das führt aber im Endeffekt dazu, dass man wömöglich mehr bezahlt als zuvor (weil ja, wie gesagt, Preis pro Einheit und vor allem Grundpreis oft erheblich teurer sind. Und auch wenn man ein zweites Jahr bei diesen Anbietern bleibt, kommt man im Endeffekt nicht günstiger weg, weil im zweiten Jahr der Bonus entfällt und die höheren Einzelpreise wirksam werden. Unseriöse Anbieter holen sich ihren im ersten Jahr gewährten Bonus in der Regel doppelt und dreifach zurück.

*lach*

Holzauge sei wachsam! Betrug, sonst nichts, auch wenn es irgendwo im Kleingedruckten verankert ist.

Und da wären wir beim nächsten Punkt: in der Regel sollte man sich hüten direkt online (aus dem Preisvergleich heraus) den Anbieter zu wechseln, denn das KLEINGEDRUCKTE findet man dort nicht. Also muss man sich schon einen Vertrgasentwurf zuschicken lassen, um da sicher zu gehen.

Außerdem: alles tun, nur kein Strompaket abschließen!

:-)

(... Fortsetzung folgt...)

Dienstag, 12. November 2013

"Was..."

..., und das kann ich nach wenigen Seiten seiner "Preußischen Geschichte" schon definitiv sagen, Leopold von Ranke, unbestritten einer der ganz großen Geschichtsschreiber der Neuzeit, so besonders auszeichnet, ist - zum einen - sein wunderbar flüssiger und selten elanvoller Erzählstil, außerdem die ungewöhnlich große Klarheit seiner Darstellung, die sich offensichtlich aus einem ganz außergewöhnlich hohen Verständnis jener inneren Logik geschichtlicher Entwicklung im politisch-geschichtlichen Zusammenhang... - ergibt?

;-)

Bestes historisches Material!

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Auch wenn man natürlich nicht alle Thesen Rankes so ganz unkritisch hinnehmen sollte.

Seine Begründung der Französischen Revolution vor allem durch äußere Einflüsse - zum Beispiel - ist sicher nur teilrichtig. Keinesfalls ist kollektive, französische Volksscham, angesichts der zerbröckelndenden französischen Vormachtstellung in Europa und auf der Welt, Hauptauslöser der Ümstürze. Die Wurzeln der Französischen Revolution liegen - primär - im inneren System Frankreichs selbst.

Denk ich mal.

;-)

Zudem ein wenig distanziert zu betrachten ist sicher Rankes persönlicher Chronologismus, seine "Preußische Geschichte" erscheint - in der neunbändigen Erstauflage - bereits 1848/49, später dann auf zwölf Bände erweitert 1878/79! Also noch mitten in der "Preußischen Geschichte" selbst! Das merkt man natürlich, ABER - und genau das macht Ranke zum Klassiker - es trübt die Objektivierung nur unbedeutend und nicht in den Fakten. Ranke mag Preußen.

Und noch viel mehr mag er Friedrich den Großen.

:-)

Momentan bin ich schon tief in den Gründungswehen der Mark Brandenburg heraus aus germanisch-slawisch-dänischen Stammes- und Landbesitzerfragen.

:-)

Übrigens: Preußen-Bücher sind momentan günstig zu haben. Ein Geheimtipp sozusagen: kaufen, wenn die Aktien niedrig stehen.

;-)

***
Vor allem weil sein Stil so unglaublich flüssig ist, hab ich mir mal noch ganz schnell die "Englische Geschichte" (2 Bände) und die "Französische Geschichte", beide in der Vollmer bzw. Phaidon-Ausgabe, bestellt (Schnäppchenalarm!!! :-)).

:-))

***

Besser als gut!

So wenig man vielleicht geneigt ist, eine "Geschichte Preußens" seit dem 12. Jahundert als wirklichen Genuss anzusehen, so sehr muss ich dem widersprechen.

:-)

Zum einen birgt das Ganze natürlich einen enormen Erkenntnisgewinn in sich, man erfährt und lernt schier unendlich viel über Geschichte. Viele wissen eventuell, dass Deutschland, territorial, politisch, ideel, aus einer geradezu abartigen Anzahl kleiner - und kleinster - Fürsten- und Herzogtümern, Graf- und Liegenschaften hervorgegangen ist, vom detaillierten WIE UND WARUM? allerdings hat wohl kaum jemand eine angemessene Vorstellung. Und das "Preußen" bzw. die "Mark Brandenburg" im Grunde deutsche Kolonisationen darstellen, die auf wirren Wegen dem deutschen Einfluss einverleibt wurden, ständig (viele Jahrhunderte) nur halbexistent zwischen den Ansprüchen Polens, Deutschlands, zum Teil auch Russlands, Schwedens, Dänemarks, bisschen Ungarns....
Stichtag für die Eigenständigkeit übrigens: September 1657, erreicht durch das geschickte Lavieren des "Großen Kurfürsten", Friedrich-Wilhelm.
Und laviert haben sie immer, die Brandenburger! Permanenter Wechsel der Seiten im großen Kampf der jeweils führenden Nationen zu jeder Zeit war völlig normal, und natürlich auch irgendwie unvermeidlich, um die Region letztlich überhaupt als eigenständigen politischen Raum am Leben zu halten.
Worin gründet der deutsche Einfluss?
Schon zur Zeit der keltischen Stammes- und Völkerkultur gab es Reibereien zwischen mittelgermanischen und weiter nördlich bzw. östlich positionierten Stämmen. Immer um dieses Gebiet herum. So blieb es lange, bis - im Anschluss an die mittlere Phase der Kreuzzüge - der in Palästina gegründete Deutsche Orden dieses Gegend vom Kaiser unter Duldung des Papstes zugesprochen bekam. Damit entstand den Jahrhunderte andauernden, letztlich aber unentschiedenen Auseinandersetzungen eine manifeste Richtung. Der "Deutsche Orden" nahm das Gebiet zum Ordensland und baute sich dort flugs einen recht mächtigen Stammsitz, die Marienburg (an der Weichsel, nahe Dresden).
Der deutsche Einfluss wurde quasi offiziell (und mit ihm die Wirrungen).
Anschließend der Versuch der Etablierung des Herrschaftsanspruchs durch den Deutschen Orden, schon da zwischen höheren Mächten eingeklemmt, zwischen Kaiser und Papst und - besonders, nach wie vor - regional uneinsichtigen Volksstämmen (Heiden, die natürlich missioniert werden mussten - auch dies ein wesentlicher Aspekt). Hin und her und wieder hin, schließlich irgendwann die Entmachtung des Deutschen Ordens (der sich lange auf nahezu allen Ebenen gewehrt hatte) und, nach Übetragung der Region als Lehen an eine Einzelperson, der Versuch einer dynastischen Ansetzung. Von da an ideele Behauptungs-, territoriale Abgrenzungs- und Statusdiplomatie (Ziel: eigenständiges Herzogtum in dynastischer Hand, in seiner Bedeutung seinerzeit stets symbolisiert durch die offizielle Titelstellung des Machthabers - Lehensherr, Graf, Kurfürst, und, im Idealfall, schließlich König).
Und somit gelangt man dann eben - wie erwähnt - an den Stichtag der Eigenständigkeit September 1657 (mit dem vor allem der ewige Einfluss Polens gebrochen wurde), und an den Großen Kurfürsten (so viel ich weiß - drei Generationen vor dem großen Friedrich).

So weit, so überragend.

An dieser Stelle des Buchs hat man dann an die dreihundert klein bedruckte Seiten, aber doch noch nicht einmal ein Drittel des Epos von Ranke hinter sich.

;-)

(...)
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