TheSource - 15. Aug, 20:24

Die Etymologie

des Materialismus: Wahrhaft gesucht wird M a t e r

V - 15. Aug, 20:50

Damit die greifbare Zuflucht vor den, notwendigerweise vorhandenen, Unsicherheiten einer jederzeit geistig frei interpretierbaren Welt.
TheSource - 15. Aug, 20:53

Auch die, vielleicht.

Das Vordergründige jedoch offenbart das Hintergründige im Wort.
Die verlorene Mutter ist Synonym für einen soziologischen, ja sogar spirituellen Verlust. Wo die Seele entfernt ist, wird der blanke Leichnam verehrt.
V - 15. Aug, 21:10

So ist der Materialist also zur spirituellen Sinnfindung letztlich nicht fähig. Womöglich ist er zu schwach, zu unbegabt dafür?
TheSource - 15. Aug, 21:18

Pauschal lässt sich

das auf gar keinen Fall postulieren.
Jedoch ist, zumindest in dieser meiner These, der Materialismus die Kompensation für die verlorene Spiritualität.
Verstehen Sie das nicht falsch: Nicht jeder spirituelle Mensch ist mittellos und nicht jeder wohlhabende Mensch unspirituell. Der wesentliche Unterschied liegt in der Verwendung des Wohlstandes und somit auch seiner grundlegenden Definition. Das reine Anhäufen, welches Ausbeutung zur Folge hat, definiert sich aus dem Mangel an Urvertrauen. Zumindest wurzelt mein Postulat in dieser Erkenntnis.
V - 15. Aug, 21:35

Aus dem Alter grober Pauschalisierungen bin ich eigentlich heraus.

;-)

Der Mangel an Urvertrauen ist sicherlich ein Grund und ihre Hypothese richtig. Ob es jedoch der entscheidende Aspekt ist, wage ich zu bezweifeln.

Existiert eigentlich so etwas, wie eine Spiritualität des Geldes?
TheSource - 15. Aug, 21:41

In der Tat.

Sie lässt sich, zumindest in den sog. westlichen Systemen, darauf reduzieren, dass Geld als Kommunikationsmittel gesehen wird (wir hätten uns nämlich auch auf Froschzungen, Fliegenbeine oderwasauchimmer als Währung einigen können). Sozusagen also dem Luftelement zugehörig, nicht dem Erdelement. Sein Einfluß auf Letzteres kann jedoch enorm und dominant sein.
Simpel ausgedrückt wäre eine Spiritualität des Geldes getragen von der Einsicht, dass es zirkulieren muss, in Bewegung sein, da sonst das ganze System zusammenbricht. Des Weiteren eigentlich die ganz einfache Erkenntnis, dass allzugroße Anhäufung dazu neigt, im Monströsen zu enden und sich selbst auf die eine oder andere Weise zu verfremden, bis hin zur Abartigkeit. Besitz besitzt auch (den Besitzer).
V - 16. Aug, 01:03

Den Gedanken der ewigen Bewegung bzw. Zirkulation des Geldes im Sinne einer Spiritualität ist sehr interessant. Auch der Bezug zu den Elementen, gerade dem Luftelement, ist sehr anregend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Geld in gewisser Weise ja mehr und mehr zu einer völlig ideellen Größe wird, unsichtbar, nicht mehr real vorhanden, und doch ständig präsent, alles entscheidend und bestimmend ... beinahe eine Art Gott, ein quasi-religiöses Symbol, wenn sie mich fragen.

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