"Islam"
Es ist leider wahr. Aggressivität und Kampfeslust sind grundlegend im Koran verankert und bilden sogar einen wesentlichen Teil des Gründungsmythos und damit auch der Identität des Islam.
Es existieren tatsächlich mehrere Stellen im Koran, die eine Tötung von Ungläubigen legitimieren oder sogar zur heiligen Pflicht machen.
ABER … kaum eine dieser Stellen, die ich gelesen habe, tut dies ohne einschränkende Zusätze, die eigentlich auch sehr deutlich und unmissverständlich formuliert sind.
Die Tötung von Ungläubigen wird zur heiligen Pflicht, wenn absolut unzweifelhaft erwiesen ist, dass es sich um einen solchen handelt. Nichts wäre schlimmer, wäre sündhafter, als einen gläubigen Menschen zu töten. Juden werden, soweit ich mich erinnere, als gottlose Heuchler, quasi als Teufelsanbeter bezeichnet, Christen als Ungläubige, die einer verdammungswürdigen Mehrgottlehre anhängen, weil sie beispielsweise die ketzerische Behauptung aufstellen, Gott habe einen Sohn. Aber es ist vorgeschrieben, ihren Glauben zu prüfen, bevor man in Erwägung zieht, sie im Namen Allahs zu ermorden. Ein Mann des Buches, wie es im Koran heißt, ein Gläubiger Mensch im Sinne des Islam, auch wenn er noch auf der Suche ist, darf nicht getötet werden, egal welcher Religion er angehört. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass dieser Umstand strengstens zu beachten ist. Eine Tatsache, die einfach ignoriert wird, wenn unschuldige, fremde Menschen getötet werden.
Hier setzt der politische Missbrauch des Korans an. Der blutige Kampf, der so vielen unschuldigen Menschen das Leben kostet, basiert auf groben Teilwahrheiten und einer unglaublichen, nahezu unverschämten Teilinterpretation im Sinne politischer Ziele.
Ich frage mich, wo die große mystische Tradition des Islam geblieben ist. Der Sufismus, den ich eigentlich sehr zu schätzen gelernt habe, kennt keinerlei Aggression und keine Glaubensgrenzen. Hier zählt alleine die Liebe und die Verschmelzung mit Gott. Wo sind jene Kräfte, die doch eigentlich den Missinterpretationen und der Gewalt entgegenwirken müssten?
Der Sufismus, die große mystische Tradition des Ostens ist gefragt, um den Irrsinn zu beenden, den Islam aus dem Inneren heraus zu erneuern und auf den richtigen Weg zurückzuführen. Von außen wird es keine Chance geben dies zu erreichen.
Wo sind die großen Meister der islamistischen Mystik?
Wo?
Harte Fakten - vor allem auch zur politischen Dimension dieses schwierigen und komplexen Themas - bei ...
iblis
(Offensichtlich zensiert!)
Es existieren tatsächlich mehrere Stellen im Koran, die eine Tötung von Ungläubigen legitimieren oder sogar zur heiligen Pflicht machen.
ABER … kaum eine dieser Stellen, die ich gelesen habe, tut dies ohne einschränkende Zusätze, die eigentlich auch sehr deutlich und unmissverständlich formuliert sind.
Die Tötung von Ungläubigen wird zur heiligen Pflicht, wenn absolut unzweifelhaft erwiesen ist, dass es sich um einen solchen handelt. Nichts wäre schlimmer, wäre sündhafter, als einen gläubigen Menschen zu töten. Juden werden, soweit ich mich erinnere, als gottlose Heuchler, quasi als Teufelsanbeter bezeichnet, Christen als Ungläubige, die einer verdammungswürdigen Mehrgottlehre anhängen, weil sie beispielsweise die ketzerische Behauptung aufstellen, Gott habe einen Sohn. Aber es ist vorgeschrieben, ihren Glauben zu prüfen, bevor man in Erwägung zieht, sie im Namen Allahs zu ermorden. Ein Mann des Buches, wie es im Koran heißt, ein Gläubiger Mensch im Sinne des Islam, auch wenn er noch auf der Suche ist, darf nicht getötet werden, egal welcher Religion er angehört. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass dieser Umstand strengstens zu beachten ist. Eine Tatsache, die einfach ignoriert wird, wenn unschuldige, fremde Menschen getötet werden.
Hier setzt der politische Missbrauch des Korans an. Der blutige Kampf, der so vielen unschuldigen Menschen das Leben kostet, basiert auf groben Teilwahrheiten und einer unglaublichen, nahezu unverschämten Teilinterpretation im Sinne politischer Ziele.
Ich frage mich, wo die große mystische Tradition des Islam geblieben ist. Der Sufismus, den ich eigentlich sehr zu schätzen gelernt habe, kennt keinerlei Aggression und keine Glaubensgrenzen. Hier zählt alleine die Liebe und die Verschmelzung mit Gott. Wo sind jene Kräfte, die doch eigentlich den Missinterpretationen und der Gewalt entgegenwirken müssten?
Der Sufismus, die große mystische Tradition des Ostens ist gefragt, um den Irrsinn zu beenden, den Islam aus dem Inneren heraus zu erneuern und auf den richtigen Weg zurückzuführen. Von außen wird es keine Chance geben dies zu erreichen.
Wo sind die großen Meister der islamistischen Mystik?
Wo?
Harte Fakten - vor allem auch zur politischen Dimension dieses schwierigen und komplexen Themas - bei ...
iblis
(Offensichtlich zensiert!)
V - 19. Jul, 13:04



















Religion...
Letztendlich kommt es immer, immer auf den Gläubigen an. Und da gibt es in jeder Religion Konservative, Fanatiker, Normalsterbliche, Mitläufer oder auch Mystiker (zu denen ich mich, nebenbei gesagt, mehr oder weniger dazu zähle).
Ich kenne vier Muslime. Sie sind total unterschiedlich in ihrer Persönlichkeit und in ihrer Religiosität. Individuen eben... die aus irgendeinem Grund das selbe Wort verwenden, um ihren Glauben zu definieren.
Fazit: Für mich basiert Islamismus weder auf Islam, noch auf Missbrauch des Islam, sondern auf Persönlichkeitsstrukturen, die zu Fundamentalismus und Erlösergedanken neigen können.
Tony Blair hat ja nun kürzlich eine Konferenz gefordert (offen für alle Kulturen!), um unter anderem auch die Wurzeln des islamistischen Terrorismus zu analysieren. In meinen Augen eine längst überfällige Konferenz. Habe nun nichts mehr davon gehört, ich hoffe es wird was & es gibt interessante Ergebnisse.
So, und jetzt schau ich mir Iblis an :D
Gruß,
Katido
Letztlich ist Religion auch eine Privatsache, und jeder Übergriff auf den Glauben eines anderen Menschen ist von vorneherein falsch, will ich meinen.
Der Hinduismus praktiziert das sehr gut. Da kannst du quasi glauben, was du willst. Religion ist im Kern der psychisch-philosophische Vorgang des Glaubens selbst und es macht einfach keinen Unterschied, woran man letztlich glaubt, wie der Gott, oder das Buch seiner Worte, im Einzelfall nun heißt.
Kern eines universellen Glaubens sollte letztlich nur der Respekt vor dem anderen sein. Seinen Gefühlen, seinem Leben, seiner körperlichen Unversertheit, seiner Würde und eben seinem Glauben und Denken. Das wäre schon alles. Aber es ist offenbar, so siehts aus, unendlich schwer zu realisieren.
Eine solche Konferenz, wie du sie erwähnst, wäre wundervoll, ein wirklicher Schritt vorwärts, für den es allmählich tatsächlich mal an der Zeit wäre.
Eine kulturübergreifende, vernunftorientierte und sachliche Analyse der religiösen Fehlleistungen der Geschichte. Man, wär das genial!
:-)
Ja, schau dir Iblis mal an. Es lohnt sich.
Gruß
V.
Übrigens. Führst du auch ein Log? Dann her mit dem Link.