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"Das..."

... Problem mit diesen ganzen theoretischen Abhandlungen und Diskussionen zu, vor allem, Adorno, der kritischen Theorie und der "Frankfurter Schule", mit Verlaub: alles im Endeffekt nichts als bloße theoretische Onanie.

:-)

Sorry (natürlich ein wenig überspitzt!)

Das erschien mir - obwohl man nicht sagen kann, dass ich es nicht versucht hätte - schon während des Studiums so, und das erscheint mir auch heute noch so.

Wie komm ich drauf?

Alldieweil ich mir - man sieht, ich gebe so schnell nicht auf - in einer Wühlkiste mal wieder eines dieser Bücher mitgenommen habe (0,25 €, kann man nichts sagen, oder?! ;-)).

Dieses hier nämlich:

"Materialien zur ästhetischen Theorie - Th.W. Adornos Konstruktion der Moderne", Suhrkamp Wissenschaft, herausgegeben von Burkhardt Lindner und W. Martin Lüdke, 1979.

Aber ne, das lohnt die geistige Anstrengung einfach nicht, das ist größtenteils politisch und ideologisch verbrämtes, unzeitgemäßes Geseiere (selbst in diesem Fall, in dem es ja eigentlich um den Begriff der "Ästhetik" geht). Und ich frag mich inzwischen wirklich, ob das nicht generell für jegliche soziologisch angehauchte Theorienbildung gilt.

Oder gibt's da was Lohnendes?

Ich weiß nicht, ich weiß nicht.

;-)
jakob (Gast) - 3. Jul, 14:12

Na fein, aber was soll uns das unsereins Onanisten nun sagen, außer, dass du's schon immer wusstest? (was ja eigentlich der typische Wissensmodus für Vorurteile ist)

V - 4. Jul, 06:28

Hör ma: don`t worry. Das is alles streng subjektiv und sagt eigentlich genau das, was du da gelesen hast. Is doch ganz einfach.

;-)

Und - zur Sicherheit - ganz allgemein: wissen tu ich gar nix (außer vielleicht, dass ich nix weiß - und selbst da bin ich mir nicht ganz sicher). Bin ja nicht blöd. Und irgendjemand etwas sagen zu wollen, hab ich auch schon lange aufgegeben.

Identifizierst du dich so stark mit dem Zeug?

Dann sorry, war nicht persönlich gemeint.

Enjoy!

gr.
jakob (Gast) - 13. Jul, 16:23

Nö, nur so mittelstark. Ich finde ja nur, dass der Adorno mehr verdient hat als so lapidares Abgewatsche, deshalb wollte ich mal zu seiner Verteidigung einspringen! Großartig wichtig ist das nicht. Muss aber schon sagen, dass die "Dialektik der Aufklärung" für mich persönlich zu den drei Erkenntnisreichsten Büchern zählt, die ich je gelesen habe ...

V - 13. Jul, 19:29

Ah so.

:-)

Ja, war natürlich auch überspitzt und - sagen wir - sehr polterig rausgehauen. Nix wirklich gegen Adorno und die gesamte Frankfurter Schule. Ich hab da nur tatsächlich nie einen echten, weiterführenden Zugang gefunden - warum auch immer. Trotz interessanter Aspekte, trotz der nicht zu unterschätzenden (zeitgeschichtlichen?) Bedeutung...

Hat mich immer sehr schnell gelangweilt, das Ganze, und ich hielt das alles zudem immer für (zu) sehr politisch-ideologisch geprägt.

Aber vielleicht lag`s auch nur an Adornos Schreibstil. Wer weiß?

:-)

Wie gesagt: das war extrem überspitzt und streng subjektiv, denn natürlich kann man das Ganze auch ernsthafter betrachten.

;-)
jakob (Gast) - 18. Jul, 15:31

Doch, klar ist das sehr politisch-ideologisch geprägt. Das ist ja das gute daran, dass die Herren politisch auch was wollten! Und das ist das Elend an Habermas, dass er aus einer schonungslosen Aufklärungskritik unter dem Eindruck des NS eine recht zahnlose, unpolitische Toleranztheorie gemacht hat.
So Kontextfrei ist Adorno aber wirklich schwer zugänglich, man muss da schon ein bestimmtes Interesse mitbringen, zu dem man seine Texte dann befragen kann. Andernfalls ist man in dem Zeug wahrscheinlich echt verloren ...

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