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"Moleküle VII"

molekularmusik


Molekularmusik

Kurzgeschichten
herausgegeben von Armin Rößler und Heidrun Jänchen
Wurdack-Science-Fiction Reihe Band 15, 2009
ISBN 978-3-938065-47-1


Ich find's wieder absolut großartig (und das sicher nicht nur, weil ich daran beteiligt bin). Was mir so gut gefällt, und die Wurdack-Anthos ja schon immer ausgezeichnet hat, ist die wunderbare Ansammlung verschiedenster Ansätze, verschiedenster Vorstellungen von Phantastik bzw. SF, die in "Molekularmusik", meiner Meinung nach, einen bisherigen Höhepunkt erreicht. Jeder der vertretenen Autoren, und eben das spürt man so deutlich wie nie zuvor, verfügt über eine ganz eigene, selbstständige, phantastische Welt, an der er arbeitet und die er weiterentwickelt - erzählerisch, stilistisch und vom Ambiente her gesehen. Da zahlt sich ganz einfach das Konzept aus, einzelne Autoren über mehrere Bände hinweg die Stange zu halten und ihnen damit Raum für Weiterentwicklung und Experiment zu geben. Was nützt einem, als schreibender Phantast, ein Verlag, der zu kurzfristig denkt und nur den immer wieder neuen, schnellen "Knüller" sucht? Nicht viel.

Ein großes Lob also an alle, die an diesen wunderbaren und für die Szene äußerst wertvollen Anthologien beteiligt sind. Ihr leistet Großes.

Also: jede einzelne Story zeugt von ganz eigenem Charakter, einer ganz eigenen, individuellen Ideen- und Vorstellungswelt. Jede Story definitiv eine phantastische Kraft für sich. Meiner Meinung nach muss man, neben den Einzelbetrachtungen, eben auch das Gesamtkonzept in seiner kompletten Entwicklung sehen. Und in dieser Hinsicht zeugt "Molekularmusik" erneut von einem wesentlichen Schritt voran: das ist, und wird immer mehr, eine Plattform für durchdachte, intelligente Phantastik/SF, die sich wirklich problemlos an internationalen Maßstäben messen lassen kann. kann.

Kritik hab ich da kaum auszusprechen - die Richtung stimmt, der Ansatz und das Konzept sind erstklassig.

Bleibt einfach nur zu sagen: immer weiter so!

Und an den Leser gerichtet: hier gibt es Phantastik auf höchstem Niveau - ideenreich, innovativ, progressiv, modern, und trotzdem jederzeit traditionsbewusst auf dem Fundament der großen, klassischen Genrevorläufer basiert.

Guter, phantastischer, derzeit unvergleichlicher Stoff aus Deutschland!


100 %

***


Moleküle VI - Einzelkommentare

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