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"Flags of our Fathers"

FlagsOfOurFathers-Poster1


"Flags of our Fathers"

USA, 2006


Regie: Clint Eastwood



Gefiel mir bis knapp zur Hälfte wirklich gut. Solide gefilmt, mit sehr realistischer, zeitkonformer Ausstattung und Atmosphäre, genialem Ton, und explizit die Kriegsszenen halte ich - neben einigen anderen, berühmten Beispielen aus der Filmgeschichte - beinahe für die besten, die ich bisher gesehen habe.

Dann allerdings wurde es irgendwann so richtig übel!

Dieses absolut sentimentale Gelaber der zweiten Filmhälfte war ja wohl nur noch extrem schwer zu ertragen, oder? Völlig plattes Geföhne plötzlich. Ausgelutschte, beinahe peinliche Vater-Sohn-Problematiken; Mütter, die ihre Söhne im Krieg verloren haben (ach ne, gibt's das?, *kopfschüttel*) und so weiter und so fort. Und ganz am Schluss ein wirklich pervers Grauen erregendes, von hirnrissigem Klaviergeklimper untermaltes Finale, das mich irgendwie ganz fatal an diese Stimmung erinnert hat, die bei den Waltons am Ende, wenn das Licht ausging, auch immer geherrscht hat.

Nacht John-Boy, Nacht Ma!

Gruselig.

Und hinzu kommt dann eben auch noch die Tatsache, dass kritische Untertöne in Eastwood-Filmen leider immer irgendwie eine bloß halbherzige Sache sind. Man hat immer das Gefühl, der Mann versucht gleich, noch während er kritische Töne aufscheinen lässt, alles wieder abzuschwächen, rückgängig zu machen und sich zu entschuldigen.

So macht dann eben auch Kritik keinen Spaß.

Insgesamt sehr mau, mit Zügen von Peinlichkeit gegen Ende.



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