"Tideland"
So, werde mir gleich mal Terry Gilliams heftig umstrittene Fantasy-Monströsität "Tideland" ansehen (vom netten Amazon-DVD-Verleih eben geschickt).
Nach eigenen Worten Gilliams übrigens eine Mischung aus "Alice im Wunderland" und "Psycho"!!!
*urgs*/*schluck*
>;-)

Großbritannien/Kanda 2005
***
Die schlechten, oder besser, die gemischten Kritiken sind durchaus berechtigt und nachvollziehbar. Natürlich waren stark symbolhafte, metaphorische Bilderwelten zu erwarten, allerdings war nicht abzusehen, dass sich das Ganze ohne nennenswerte Dramaturgie und in einem extrem dürftigen, ewig unvariierten Setting abspielen würde (letzteres eine Geldgfrage, denk ich). Trotzdem strahlt der Film noch eine gewisse Faszination aus, die sich aber erst beim zweiten oder dritten Durchgang ergibt (nur einmaliges Ansehen täuscht hier ungemein).
Insgesamt muss man dem Film zugutehalten, dass er sich sehr konsequent und kompromisslos zeigt, denn hier wird einem kein, auch noch so kurzes, Entkommen aus der Fantasie gegönnt. Dass Gilliam sich dabei manchmal selbst zitiert oder die Erinnerung an filmische Vorgänger anklingen lässt, die er nicht zu erreichen vermag, muss man in Kauf nehmen. Genauso wie die Tatsache, dass er anscheinend keine Rücksicht auf den Zuschauer nimmt. Das ist das, was - wie allgemeinhin behauptet wird - Genies auszeichnet. Ein Status, den ich Gilliam aber beim besten Willen nicht zusprechen würde. Er sich selbst vielleicht, aber ich nicht.
;-)
73 %
Nach eigenen Worten Gilliams übrigens eine Mischung aus "Alice im Wunderland" und "Psycho"!!!
*urgs*/*schluck*
>;-)

Großbritannien/Kanda 2005
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Die schlechten, oder besser, die gemischten Kritiken sind durchaus berechtigt und nachvollziehbar. Natürlich waren stark symbolhafte, metaphorische Bilderwelten zu erwarten, allerdings war nicht abzusehen, dass sich das Ganze ohne nennenswerte Dramaturgie und in einem extrem dürftigen, ewig unvariierten Setting abspielen würde (letzteres eine Geldgfrage, denk ich). Trotzdem strahlt der Film noch eine gewisse Faszination aus, die sich aber erst beim zweiten oder dritten Durchgang ergibt (nur einmaliges Ansehen täuscht hier ungemein).
Insgesamt muss man dem Film zugutehalten, dass er sich sehr konsequent und kompromisslos zeigt, denn hier wird einem kein, auch noch so kurzes, Entkommen aus der Fantasie gegönnt. Dass Gilliam sich dabei manchmal selbst zitiert oder die Erinnerung an filmische Vorgänger anklingen lässt, die er nicht zu erreichen vermag, muss man in Kauf nehmen. Genauso wie die Tatsache, dass er anscheinend keine Rücksicht auf den Zuschauer nimmt. Das ist das, was - wie allgemeinhin behauptet wird - Genies auszeichnet. Ein Status, den ich Gilliam aber beim besten Willen nicht zusprechen würde. Er sich selbst vielleicht, aber ich nicht.
;-)
73 %
V - 2. Apr, 13:02



















