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Verlegung/Verschiebung ist aber keine schlechte Idee. So um ein Jahr, an einen anderen Ort, unter Erhalt der Qualifikationen.
Vier Menschenrechtswochen?
Was hat sich seit 2001 (der Vergabe der Spiele) in China geändert? Und: Was hilft ein Boykott den Tibetern? Der Boykott hülfe nur denjenigen, die ihn vorschlagen. Menschenrechtsmasturbation sozusagen. (Beim Abgang leicht moralinsauer.)
Keine Sorge, ich höre auch schon auf (will nicht gelöscht werden). Mich ödet nur dieses billige Posieren so an. Noch besser fand ich den Vorschlag eines SPD-Abgeordneten gestern: China wirtschaftlich boykottieren. Soviel Inkompetenz war selten. Wenn wir China boykottieren, verschwinden 70% unserer Produkte aus den Regalen. Irgendwann werden wir dankbar sein müssen, wenn die uns nicht boykottieren.
Korrekt! Es ist wesentlich effektiver, die Aufmerksamkeit während der Spiele vier Wochen lang auf dieses Thema gerichtet zu halten, denk ich. Einen möglichen Eklat eingeschlossen. Wäre ich ein Sportler, der teilnimmt, ich würde irgendwann die tibetische Fahne zücken.
Nachtrag: warum jetzt plötzlich so unsicher? Hier wird niemand gelöscht, solange er nicht aggressiv oder persönlich beleidigend wird.
Und ja, das ist eben das Paradox. Wir können denen gar nicht die Beachtung der Menschenrechte abverlangen (zumindest nicht offensiv). Das geht nämlich nur mit Staaten, die sich nicht wehren können.
Die tibetische Fahne zücken...
Was die Menschenrechte angeht, sollte man auch vor der eigenen Haustüre kehren. Wie wäre es mit einem "Coca-Cola-Boykott"? Wegen Guantanámo. Auf diesen Schwachsinn fiele doch auch keiner rein.
:-)
Dass das wahrscheinlich auch nicht funktionieren wird, is mir klar. Aber es ist die korrekte Forderung, meiner Meinung nach.
Und deshalb würde ich die Fahne zücken, Dalai Lama hin oder her.
Tibet
Ich glaube nicht, dass die Vorgehensweise des Dalai Lama "Wischi-Waschi" ist und halte sie für klug. Der Rekurs in eine Mönchsdiktatur kann nicht das Ziel sein - wäre aber unweigerlich die Folge, würde der Staat Tibet errichtet.
Im übrigen ist Tibet kein homogener Staat. Da gibt es seit Jahrhunderten Chinesen. Das Gebiet wird zwar seit Jahrzehnten sinisiert, aber "Chiensen raus" käme einer ethnischen Säuberung gleich. Das ist alles Munition für die KP Chinas. Menschenrechtspolitik macht man nicht mit Maximalforderungen. Das hat noch nie geklappt.
:-)
Ja, ich bin definitiv ein Mann der Maximalforderung. Auch bei den Menschenrechten (und vielleicht gerade da).
:-)