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"Vellum"

vellum


Hal Duncan

"Vellum - Das ewige Stundenbuch"/ Shayol 2007.


("Vellum - The Book Of All Hours", 2005)


So, nach etwa 400 Seiten hat es sich jetzt mit "Vellum". Obwohl phasenweise interessant geschrieben, experimentell und wahrlich monumental, werd ich das Ding nicht zu Ende lesen. Wahrscheinlich bin ich dann doch zu konservativ an einer wirklichen Geschichte interessiert. Im Endeffekt erscheint mir Duncans Wälzer einfach zu unstrukturiert, zu fragmentarisch, zu ziellos und beliebig, und letztlich - ganz einfach zu inhaltsleer.

Eine Wertung unter Vorbehalt:

35 %

***

Reading-Track

***

PS.

Buch steht übrigens zum Verkauf. Es ist sehr schön und solide hergestellt und dabei sehr dekorativ. Wer also selbst mal sehen und lesen will? Für Durhams "Acacia" gilt das Gleiche.

Bei Interesse: melden!
Mahakala - 24. Mrz, 02:22

OHO!

Ungewohnt hartes Urteil.

V - 24. Mrz, 09:34

Ja, klingt ziemlich hart. Kommt vielleicht daher, dass ich dem Buch - trotz seiner Umstrittenheit, trotz seiner Abgefahrenheit - eine echte Chance gegeben habe.

Aber ne. Nichts für mich.

Ich verkaufe es übrigens. Ebenso wie Durhams "Acacia". Falls du dir ein eigenes Urteil bilden möchtest? Liest du sowas überhaupt? Phantastik, SF, Fantasy?
Mahakala - 24. Mrz, 13:23

Tja, ich weiß nicht. Ich mag Lem. Mit Phantastik kenne ich mich nicht aus. Das letzte Ding, das ich nicht lesen konnte , war so ein Teil von Ken Follet. Irgendwie so "Säulen der Macht" oder sowas". Das ist so schlecht! Oder vielleicht war's auch bloß die Übersetzung aber es hatte mich regelrecht angeekelt! Es kam so schwerfällig konstruiert daher. Hab auch schon vergessen worum es geht. :-) Davor hatte ich nämlich einen anderen populären Krimi verschlungen "Die Bruderschaft" und der war wirklich geil: geile Typen, geile Story, geil zu lesen ... ja, wenn ich so darüber nachdenke dann bin ich wohl so eine Art von Konsalik - Konsument: seichte Unterhaltung, was für einfache Gemüter ...
Auf meiner Liste steht aktuell von Grimmelshausens "Simplicissimus" und nachdem ich im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit Kant "Candide" las, will ich nun ein wenig Rousseau haben (erst "Emile, dann vielleicht die "Bekenntnisse", mal sehen in welche Richtung sich das alles so entwickelt)
Außerdem habe ich in der Straßenbahn ein freigelassenes Bookcrossing-Buch gefunden, "Stark" von S. King, vermutlich was mit Horror (hihi), da werd ich in jedem Fall auch mal reinschauen und wenn's nix ist, lass ich's halt wieder frei.
Von daher bin ich mir nicht sicher ob ich "Vellum" unbedingt haben will, ich glaube, da les ich mir lieber eine von euren Anthologien durch und geb dafür ein paar Euro her!
V - 24. Mrz, 15:09

Ah, interessant. Den "Simplicissimus" mag ich auch sehr (hab ihn so vor zwei oder drei Jahren zum zweiten Mal gelesen: lohnt sich immer wieder. Da existiert übrigens auch eine Verfilmung, ein deutscher TV-Mehrteiler, den ich schon seit Jahren suche, aber leider nicht mehr finden kann - das aber nur am Rande). Von Kant hab ich, während meiner Hardcore-Philosophie-Phase, einen Großteil der "Kritiken" durchgeackert (kommt man schlecht dran vorbei, am alten Kant - muss irgendwie sein). Den "Emile" hab ich mal angefangen, und es dann wieder sein lassen (nicht unbedingt, weil er so unlesbar gewesen wäre, sondern eher, weil ich mittendrin zu etwas Anderem hingezogen wurde - vielleicht hat er mich aber auch zu sehr an mein Studium erinnert. Ist aber auch auf jeden Fall lohnend, denk ich). King hab ich in den Jugendjahren viel geschmökert ("Stark" allerdings nicht - "Es", "Todesmarsch", "Das letzte Gefecht"...).

Gute Idee mit den Anthologien. Ein bisschen die deutsche Szene abseits der großen Geschäftsverlage unterstützen, kann nicht schaden. Da sind ne Menge guter Leute unterwegs, die mit Herz und Seele bei der Sache sind, und die es wirklich verdient haben, dass man sie liest.

:-)
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