"Greg Keyes"

"Der Dornenkönig"
Blanvalet 2004
("The Briar King - The Kingdoms Of Thorn And Bone - Book One", 2003)
Seinerzeit wohl der erste, ganz offizielle Martin-Epigone ("Song Of Ice And Fire", erster Band 1996), der sich inzwischen aber, wie man hört, einigermaßen aus dem langen Schatten des Meisters herausgeschrieben haben soll. Ein guter Grund, sich die Sache mal etwas näher anzusehen.
Kurzkritik auf den Seiten der Bibliotheka Phantastika.
Ich bin gespannt.
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Greg Keyes (Home)
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Zwischenbericht:
Ein Martin-Epigone sicherlich hinsichtlich des Erzähltons, hinsichtlich der Art von Welt, die erschaffen wird, und nicht zuletzt hinsichtlich der mittelalterlichen Atmosphäre, in der das Ganze spielt, ansonsten aber durchaus eigenständig. Sehr packend, dabei allerdings weniger in diesem epischen Weitwinkelmaß erzählt, das Martin benutzt, sondern stattdessen gedrängter, viel dichter und zum Teil sogar noch ein Stückchen komplexer geschildert. Schwächer in der Figurencharakterisierung (Martin in dieser Hinsicht zu toppen, wäre ja auch ein echtes Kunststück gewesen), aber von der Geschichte her wirklich äußerst fesselnd. Wer "Das Lied von Eis und Feuer" mag, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten (jeder andere Fantasyfan aber auch, denk ich).
Kommt gut.
;-)
(S.220, Teil II - "Domänen der Nacht und des Waldes")
Übrigens wirft "Der Dornenkönig" in gewisser Weise auch noch mal ein sehr schönes Licht auf David Anthony Durhams Roman "Acacia - Macht und Verrat"/2007, denn man sieht hier jetzt wirklich ganz genau, was dort - bei aller Ausgefeiltheit des Stils, aller noch so überzeugenden Psychologie - einfach komplett gefehlt hat: echte Lebendigkeit nämlich!
V - 11. Mrz, 19:24



















