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V liest:
Hans-Joachim Schoeps
Preußen. Bilder und Zeugnisse
Preußen. Bilder und Zeugnisse

Terry Goodkind
Das Schwert der Wahrheit 01/02. Das erste Gesetz der Magie. Der Schatten des Magiers. 2 Folgen in einem Band

















Die Psychologie allerdings ist stimmig. Und auf die konzentriert sich Durham ja auch (leider etwas zu ausschließlich, würde ich meinen). Das betrifft dann natürlich vor allem die Figurengestaltung, gegen die ich deshalb auch so gut wie nichts einzuwenden habe, außer vielleicht, dass die Figuren selbst, als Typen, zu klischeehaft sind. Ihr Verhalten jedoch, die zugrunde liegenden Gedanken und Gefühle, die Motivationen, sind ohne Zweifel absolut erstklassig herausgearbeitet und durchgeführt.
Deshalb psychologisch überzeugend.
Und der Stil ist auch gut - die Art, WIE er schreibt (was nichts darüber aussagt, WAS er schreibt). Das Ganze ist flüssig verfasst, ohne irgendwelche Hänger oder Stockungen oder allzu langweilige, weitschweifige Passagen - Wortwahl bzw. Wendungen sind ebenfalls in Ordnung (und sogar mehr als das).
So kommt das zustande - psychologisch und stilistisch überzeugend, jedoch nur eine höchst mittelmäßige Fantasy.
Und ansonsten:
Wo ist da auch nur ein Fantasyelement, das besonders reizvoll oder neu oder interessant wäre? Diese Händlergilde? Die Idee einer Göttersprache, die in einem Buch festgehalten ist? Die Idee einer Magie, die über Sprache funktioniert, überhaupt? Das Piratengedöhns? Die Droge? Das barbarische Volk und seine geisterhaften Ahnen? Der gefallene König und seine Kinder? Was? Die ganze Story bewegt sich - für meinen Geschmack - komplett über erschreckend ausgetretene Pfade. Einzig die überlieferte Kampftechnik (das mit den Figuren) fand ich halbwegs spannend. Und die Numrek.
:-)
Und auch die Schöpfungsgeschichte ist doch nur mühselig zusammengeschustert. Ich rede jetzt nur von Band 1, was da noch kommen mag, weiß ich natürlich nicht. Ich trau Durham aber durchaus zu, dass er sich da besinnt, und besser wird. Schreiben kann er ja eigentlich.
;-)
Der Welt von Durham fehlt es bisher - meiner Meinung nach - ganz grundsätzlich an Lebendigkeit, an wirklich spritzigem Ideenreichtum. Ich lese gerade Keyes ("Die verlorenen Reiche"), da sieht man das Gegenteil. Da ist in EINEM KAPITEL - sagen wir: auf zwölf bis fünfzehn Seiten - MEHR Leben, MEHR Welt, MEHR Fantasy, als bei Durham im gesamten Roman - auf ca. 800 Seiten!!!
Übrigens schön, dass du dich dazu äußerst. Es passiert, gerade bei Buchbesprechungen, leider viel zu selten, dass mal jemand seine eigene Meinung kundtut. Bist immer willkommen, um Ansichten auszutauschen.
Gruß (ich nehme mal an, von Fantasyfreund zu Fantasyfreund).
:-)