"Acacia"

David Anthony Durham
"Acacia"
Blanvalet 2008
("Acacia. Book One: The War With The Mein", 2007)
Fazit:
Ein nicht uninteressantes Buch. Allerdings ganz sicher nicht wegen der erzählten Geschichte, die sich auf extrem ausgelatschten Pfaden bewegt, und auch nicht vom Genreaspekt her gesehen, unter dem betrachtet weit und breit nichts wirklich Neues oder Inovatives zu entdecken ist. Überzeugend sind, zum einen, der Stil, der zwar manchmal etwas zu knapp, aber ansonsten sehr flüssig und fesselnd daherkommt, zum anderen die besonders gut gelungenen, psychologischen Charakterisierungen. Beinahe würde ich sogar sagen, dass es sich bei "Acacia - Macht und Verrat" - trotz entsprechender Elemente und der halbwegs akzeptablen Weltenschöpfung - gar nicht wirklich um einen Fantasyroman handelt, sondern eher um einen psychologischen Roman im notdürftig übergeworfenen Fantasygewand. Da hat David Anthony Durham es sich tatsächlich viel zu leicht gemacht, indem er einfach zu naiv, zu unbedarft an das Thema "Fantasy" herangegangen ist. Irgendwie beinahe schon eine Art Mogelpackung, ein Täuschungsversuch: die Welt zu leichtfertig konstruiert, die Fantasyelemente zu plump bei den großen Epen und Vorbildern der Vergangenheit kopiert, keine Weiterentwicklung oder Synthese, wie zuvor etwas voreilig vermutet, sondern - was die Fantasy angeht - ein bloßer Abklatsch.
Trotzdem ein netter Versuch, der als Roman psychologisch und stilistisch überzeugen kann, der aber eben nur eine höchstens mittelmäßige Fantasy bietet. Möge es in der Fortsetzung, an der der Autor momentan schreibt, besser werden.
So nicht, Junge! Fantasyleser sind auch nicht bescheuerter als andere, gell! Streng dich gefälligst an, da muss deutlich mehr kommen.
;-)
75 %
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David Anthony Durham
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V - 27. Feb, 12:58






















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