"Vellum"

Hal Duncan
"Vellum - Das ewige Stundenbuch"/ Shayol 2007.
("Vellum - The Book Of All Hours", 2005)
Ich frage mich, wie er das macht. Wie schafft Hal Duncan es, inmitten dieses fragmentierten Sprach- und Ideenwustes aus Pseudo-Mythologie, Cyber-Apokalypse und - inzwischen auch - Historienflashs, das reale Rückgrat der Geschichte noch so gekonnt zu bewahren??? Ich seh keinen Unterschied im Stil - vielleicht ist es die etwas gebremste und kontrolliertere Wortwahl in den entsprechenden Passagen. Andererseits erscheint aber auch gerade diese minimale "reale" Gedankenscheide des Romans wie der einzige, wirkliche Traum zwischen all den unzähligen, phantastischen Welten und Ebenen.
Hm...
Faszinierend ist auch, wie aus diesem Wust immer wieder ganz plötzlich, ganz starke Phantastikszenen aufscheinen. Das ist irgendwie, wie bunte Blüten im Schlamm zu finden. Na gut, man könnte jetzt natürlich einwenden, dass selbst ein blindes Huhn auf Dauer mal ein Korn findet, ja finden muss, aber womöglich würde das dann auch wieder zu kurz greifen.
;-)
Zu Beginn des zweiten Buchs - HERBSTDÄMMERUNG, im ersten Teil - "Die Hämmer des Hephaistos", nach "Das öde, wunde Land" und vor "Die widerspenst'ge Spitze" - S. 299.
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V - 31. Dez, 00:41




















