"Spiel der Macht"

Kate Winslet, Sean Penn, Anthony Hopkins, Jude Law...
Regie: Steven Zaillian - der eigentlich gar kein blutiger Anfänger ist, so wie man das aufgrund dieses Films durchaus vermuten könnte.
2006
Wie böse kann man eine solche Besetzung vergeigen?
Ziemlich, würde ich sagen. Trotz gutem, und stellenweise furiosem Spiel, besonders von Sean Penn, aber auch dem Rest der Mannschaft, scheitert es letztlich kläglich an einem grottenschlecht umgesetzten Grundkonzept (wenn es denn überhaupt ein solches gab!). Perspektivenwechsel ist ja schön und gut, und kann natürlich sehr spannend sein, aber den Film ganz klassisch in einer Art Schuld-und-Sühne-Drama zu beginnen (mit dem Fokus streng auf Sean Penn als idealistischem Südstaatenpolitiker), um dann - nach geraumer Zeit - plötzlich auf eine andere Hauptfigur umzuschwenken (Jude Law als Helfer von Sean Penn), ist schon relativ gewagt und muss, um überzeugend zu bleiben, einhundertprozentig pointiert realisiert werden. Verbunden mit dieser Abzweigung der Perspektive (eine Nebenrolle mitten im Film zur Hauptrolle machen, und umgekehrt) wechselt hier aber auch der gesamte Grundton des Films. Von relativ simpler "Schuld und Sühne" zum viel zu dick aufgetragenen Tragödienstoff antiker Dimension. Im Endeffekt: lächerlich. Keine Einheit.
;-)
Stil und Eleganz des Films, sowie einige sehr interessante und kunstvolle Szenen, mindern das Debakel zwar ein weinig, können es aber auch nicht mehr entscheidend wettmachen.
72 %
***
Politfilm
V - 10. Dez, 00:48















