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"Zodiac"

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"Zodiac"


2007


Regie: David Fincher


Einfach sensationell. Der erste Film seit langem, der mich mal wieder buchstäblich vom Hocker gerissen hat. Meiner Meinung nach die längst fällige Wachablösung für "Das Schweigen der Lämmer" (Demme, 1991), der jetzt beinahe über zwanzig Jahre hinweg das Serienkillergenre bestimmt hat.

Unglaublich, was man aus dem Thema alles machen kann: Natürlich stehen Fall und Ermittlungsarbeiten auch hier im Vordergrund, nicht aber unter einem Blickwinkel, der - wie meist - die verdrehte Psyche des Serienkillers fokusiert (das wäre für Fincher wohl zu abgeschmackt). "Zodiac" geht weit über diese begrenzte Sichtweise hinaus. Im Kern geht es darum, wie Menschen mit einer offenen, offensichtlich nicht lösbaren Frage umgehen. Und da gibt es erfahrungsgemäß eine Menge Möglichkeiten, die in Erwägung zu ziehen sind - den vollkommenen Rückzug, das Leugnen, die Aggression, die Selbstzerstörung, die Besessenheit, das Verdrängen, die Ignoranz...
All diese menschlichen Reaktionen spielt Fincher auf geniale Weise in seinem Film durch, wobei er zusätzlich noch sämtliche Aspekte einer jahrelangen, erfolglosen Ermittlungsarbeit erkundet: das Abstruse, Bizarre, Hoffnungslose einer solchen Angelegenheit.
Alles in allem ein großartiger Film voller wirklich sensationeller Szenen, die immer wieder verschiedene psychologische Inhalte sehr kunstvoll auf den Punkt bringen. Hinzu kommt dann noch die äußerst stimmige Zeitcharakterisierung von den späten Sechzigern bis in die Neunziger, das durchweg großartige Spiel der gesamten Besetzung, die gelungene, einmalige Atmosphäre und - nicht zuletzt - der großartige Soundtrack zu diesem sowieso schon interessanten, historischen Fall.

Wunderbarer Film, nahezu perfekt.

Einzig ein wenig enttäuschend: das abrupte Ende, das - wenn ich mir die letzte Szene so ansehe - wahrscheinlich nicht in dieser Art vorgesehen war, sondern nachträglich aufgesetzt wurde. Geht - als erste Arbeit von Fincher - in die private Sammlung ein.


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