"Die soufflierte Rede"
Der erste Derrida-Text, der mir nicht zusagt, oder besser: nicht sonderlich etwas zu sagen vermag. Eine, meiner Meinung nach, leicht richtungslos umhertreibende Analyse zur "Sprache" in gesprochener und geschriebener Form, die sich, eher halbgar, mal auf Hölderlin, mal auf Nietzsche oder Freud, oder - wieder unter dem übergreifenden Aspekt des "Wahnsinns" - auf Focault bezieht. Und das alles anhand der Schriften von Antonin Artaud, der sich Mitte des letzten Jahrhunderts bereits zu ähnlichen Themen geäußert hat. Letztlich steht die ganze Arbeit aber auch in sehr engem Zusammenhang mit dem Wesen des "Theaters" und des aufgeführten Bühnendramas - und das ist definitiv ein Bereich, der mir so fremd ist wie kaum ein anderes Thema. Als Kind des Filmzeitalters und der Filmkunst hab ich zum "Theater" einfach keinen Bezug und deshalb auch kaum eine wirkliche Meinung - abgesehen mal davon, dass ich natürlich absolut der Überzeugung bin, dass die Filmkunst wesentlich bedeutender ist als das "Theater".
;-)
Zudem bin ich kein Freund ewiger, hier oder da nuancierter Neuinterpretation bzw. Neuinszenierung, wie sie den "harten" Theaterfreund ja meist noch begeistern kann.
Das Beste, das ich aus "Die soufflierte Rede" gewinnen kann, bezieht sich auf den - allerdings auch schon hinreichend bekannten - Gegensatz zwischen einem rauschhaften, sich restlos (egal, ob lyrisch oder prosaisch verkleidet) in Metaphern verlierenden und - andererseits - einem eher gesetzteren, konstruierenden Schriftgebrauch, welcher eine gewisse Exaktheit der Bezeichnung und damit eine Art gesunde Strenge anstrebt, während der Metaphernüberschwang - das ist zum Teil auch meine eigenen Ansicht - lediglich verschleiert und, im Endeffekt, mit Lug und Trug kokettiert.
;-)
Aber das ist, glaube ich, ein sehr weites Feld, über das man endlos diskutieren könnte.
Übrigens ein weiteres, äußerst zentrales Thema Derridas: die Metapher bzw. ihre Entlarvung.
***
Derrida
***
Eine sprachanalytische Theorie der Metapher
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Zudem bin ich kein Freund ewiger, hier oder da nuancierter Neuinterpretation bzw. Neuinszenierung, wie sie den "harten" Theaterfreund ja meist noch begeistern kann.
Das Beste, das ich aus "Die soufflierte Rede" gewinnen kann, bezieht sich auf den - allerdings auch schon hinreichend bekannten - Gegensatz zwischen einem rauschhaften, sich restlos (egal, ob lyrisch oder prosaisch verkleidet) in Metaphern verlierenden und - andererseits - einem eher gesetzteren, konstruierenden Schriftgebrauch, welcher eine gewisse Exaktheit der Bezeichnung und damit eine Art gesunde Strenge anstrebt, während der Metaphernüberschwang - das ist zum Teil auch meine eigenen Ansicht - lediglich verschleiert und, im Endeffekt, mit Lug und Trug kokettiert.
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Aber das ist, glaube ich, ein sehr weites Feld, über das man endlos diskutieren könnte.
Übrigens ein weiteres, äußerst zentrales Thema Derridas: die Metapher bzw. ihre Entlarvung.
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Derrida
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Eine sprachanalytische Theorie der Metapher
V - 22. Okt, 04:23



















