"Staub"

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Michael K. Iwoleit

Kurz und relativ knackig, würde ich sagen. Ist ganz gut gelungen, vor allem, weil hier die Gedankenabstraktion recht gut funktioniert. Trotz, oder vielleicht gerade wegen, der drei doch ziemlich sauber, systematisch und weit voneinander abgehobenen Teile der Story. Alles läuft im Endeffekt auf diese sehr schöne Schlusssequenz zu - und der abschließende Blick in das spiegelnde Glas der Autoscheibe enttäuscht dann auch nicht, sondern bietet ausreichend Thrill, um die geweckten Erwartungen zu erfüllen.

Gut, aber auch sehr kurz.


***

"Reisefieber" - Ines Bauer

Ines Bauer? Kann nur gut werden!

;-D

Amüsant, witzig, richtig drollig sogar, wobei diese "Drolligkeit" aber keinesfalls irgendwie abartig im Sinne von Tinky, Winky, Dipsy, Laa Laa und Po (also known as "The Teletubbies") misszuverstehen ist - sie gleitet nie ins Belanglose oder Peinliche ab, sondern birgt, im Gegenteil, ein, zwei sehr schlagende Zynismen, die durchaus erhöhte Laune machen.

:-)

Der arme, süße Eddie!

Von der Idee her, meiner Meinung nach, auf jeden Fall irgendwie an Sheckley erinnernd. Der hat doch auch immer so unglückliche "Helden" gehabt, denen dann die absurdesten Dinge zugestoßen sind. Allerdings kann Ines Bauer die zynischen Spitzen besser, finde ich.

Hat wirklich Spaß gemacht.

Es ist beeindruckend, wie sehr hier jede einzelne der zwanzig Stories (ich schließe mich jetzt einfach mal mit ein) ihren ganz eigenen Charakter und Stil demonstriert. Man hat, weit über den bloßen Inhalt der Stories hinaus, den Eindruck, es mit zwanzig völlig eigenständigen, persönlich zudem sorgsam fundierten Weltsichten zu tun zu haben, die Erfahrungen, Lernprozesse und Einsichten des jeweiligen Autors (der jeweiligen Autorinn) auf phantastische Art und Weise widerspiegeln. Und das trifft auch auf die Stories, die mir jetzt rein geschmacklich weniger liegen, absolut hundertprozentig zu.

Das ist einfach toll, und macht das Buch zu etwas ganz Besonderem.

"Willkommen zur Party", so beginnt der offizielle Ankündigungstext der Anthologie.

Und ne Party ist das auf jeden Fall. Und zwar eine, die sich gewaschen hat. Vielleicht sollte man die beteiligten Autoren mal allesamt nehmen und, ausreichend mit Getränken sowie anderen Freuden der irdischen Existenz bestückt, für achtundvierzig Stunden ohne Kontakt zur Außenwelt in einen bequemen Raum sperren. Wahrscheinlich wäre danach die bisher gängige Physik des Universums nicht mehr ganz dieselbe, der Außerirdische eine schlicht alltägliche Erscheinung, der man auf der Straße kaum noch besondere Beachtung schenken müsste, und mittendrin ständig irgendein Bewusstsein gerade irgendwo zur Aufbewahrung abgespeichert oder im Transit nach wer weiß wo befindlich. Mein Gott, da müsste man wahrscheinlich erst mal die ganzen Welten und Zwischenwelten koordinieren, die Translinguatoren anlaufen lassen und dergleichen mehr...

;-)


***

Nach oben: "Deformationen"

Von der ich schon die erste Seite gelesen habe, und die mich bereits vom ersten Satz an interessiert.

"Es war ein toter Wald über der Stadt."

(Niklas Peinecke, "Deformationen")

HOLLA!

:-)

***

Only six trips left, und das stimmt mich ja jetzt fast schon ein wenig tarurig.

:-)

***

Vorher: Edgar Güttge und Andreas Flögel
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