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"300"

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"300"


2006


Regie: Zack Snyder


Oi, schwieriger Film.

Fachistoid? Ja und nein, würde ich sagen - ähnlich wie im Falle der "Starship Troopers" von Verhoeven. Man weiß es nicht genau. Bei Verhoeven geht das Ganze gerade noch als Satire durch, bei Zack Snyder und "300" reicht es, glaube ich, um als subtile Untergrabung durchzugehen.

Nachdem ich mich also fast eine halbe Stunde lang mit persönlichem Widerwillen, aufkommender Langeweile und gelegentlichen Ausbrüchen von Belustigung beschäftigen musste, hatte ich mich endlich an den sehr extravaganten Stil des Films gewöhnt, und von da an ging es dann besser. Plötzlich entwickelten die fast surrealen Szenen und das extrem martialische Geschwätz, an das man sich besonders gewöhnen muss, eine bereits nicht mehr erwartete Faszination. Vor allem diese Schlacht...

Am besten wurde es aber natürlich, wenn der Film hemmungslos ins wirklich Phantastische oder Groteske überging.

Andererseits: außer diesem martialisch-pathetischen Tonfall, so explizit präsentiert wie selten zuvor, und der außergewöhnlichen Optik? Was bleibt? Eine zwar interessante, aber auch ein wenig knappe Story, die besonders in den mühsam eingefügten politischen Szenen etwas schwächlich wirkt, und deren Charaktere recht eindimensional, geradezu idealtypisch sind.

Trotzdem in gewisser Weise innovativ.


300-14


Wie gesagt, ein schwieriger Film.

Ideal, um dabei Liegestütze zu machen, oder sich sonstwie selbst zu quälen bzw. zu überwinden.

Ich geb ihm einfach mal:

60 %


***

Übrigens: auf die kommenden Filme von Zack Snyder muss man wohl extrem gespannt sein. Wenn er jetzt nicht so dumm ist, und sich die spezielle Machart dieses Films als kennzeichnende, persönliche Eigenart zurecht legt, dann kann man sicher noch Großes von ihm erwarten - auch das Romero-Remake "Dawn Of The Dead" (2004), sein erster Film, soviel ich weiß, war ja durchaus nicht uninteressant.

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