"Netz 1/Überwachung"
Die Visionen der nahen Zukunft sind grauenhaft.
Totaler Zugriff auf den gesamten privaten E-mail- und Telefonverkehr sowie die privaten Daten der heimischen Festplatte, einhergehend mit einem Überwachungs- und Filterprogramm (genannt: "Der Gefährder"), das sämtliche Personen, die in ein bestimmtes Verdachtsraster fallen, persönlich identifiziert und verzeichnet. Problem: dieses Filterprogramm wird weder Ironie noch phantastische Spekulation von blutigem Ernst unterscheiden können. Hinzu kommt - auch ein sehr wichtiger Baustein des perfiden Vorhabens - die Unterwanderung des Prinzips des begründeten Verdachts bzw. der Unschuldsvermutung - heißt im Klartext: jeder ist zunächst grundsätzlich verdächtig und also niemand vor staatlicher Willkür im Namen der "Terrorbekämpfung" (die ja in Wahrheit gegen das freie Denken gerichtet ist) sicher.
Es geht längst nicht mehr darum, was wir tun; es geht darum, was wir denken.
Sollten die geplanten Überwachungsmaßnahmen (inkl. Gesetzes- und womöglich sogar Verfassungsänderung) in Kraft treten (die Vorratsspeicherung ist ja schon durch), wird niemand mehr hier einfach so seine Meinung sagen oder schreiben können. Zumindest nicht, ohne dabei ein Bewusstsein dafür entwickelt zu haben, dass jedes seiner Worte gehört, bewertet, beliebig falsch verstanden, in seiner Intention verdreht und anschließend von staatlicher Seite gegen ihn verwendet werden kann.
Und genau das ist der eigentliche, primäre Zweck dieses ersten, schwerwiegender Angriffs auf das freie Wort, die freie Meinungsäußerung und das freie Denken.
Obacht also!
(Spiegel-Reflektionen)
Totaler Zugriff auf den gesamten privaten E-mail- und Telefonverkehr sowie die privaten Daten der heimischen Festplatte, einhergehend mit einem Überwachungs- und Filterprogramm (genannt: "Der Gefährder"), das sämtliche Personen, die in ein bestimmtes Verdachtsraster fallen, persönlich identifiziert und verzeichnet. Problem: dieses Filterprogramm wird weder Ironie noch phantastische Spekulation von blutigem Ernst unterscheiden können. Hinzu kommt - auch ein sehr wichtiger Baustein des perfiden Vorhabens - die Unterwanderung des Prinzips des begründeten Verdachts bzw. der Unschuldsvermutung - heißt im Klartext: jeder ist zunächst grundsätzlich verdächtig und also niemand vor staatlicher Willkür im Namen der "Terrorbekämpfung" (die ja in Wahrheit gegen das freie Denken gerichtet ist) sicher.
Es geht längst nicht mehr darum, was wir tun; es geht darum, was wir denken.
Sollten die geplanten Überwachungsmaßnahmen (inkl. Gesetzes- und womöglich sogar Verfassungsänderung) in Kraft treten (die Vorratsspeicherung ist ja schon durch), wird niemand mehr hier einfach so seine Meinung sagen oder schreiben können. Zumindest nicht, ohne dabei ein Bewusstsein dafür entwickelt zu haben, dass jedes seiner Worte gehört, bewertet, beliebig falsch verstanden, in seiner Intention verdreht und anschließend von staatlicher Seite gegen ihn verwendet werden kann.
Und genau das ist der eigentliche, primäre Zweck dieses ersten, schwerwiegender Angriffs auf das freie Wort, die freie Meinungsäußerung und das freie Denken.
Obacht also!
(Spiegel-Reflektionen)
V - 1. Jul, 14:47





















