"Solaris"

"Solaris"
1972
Natalya Bondarchuk, Donatas Banionis, Jüri Järvet, Vladislav Dvorzhetsky, Nikolai Grinko
Regie: Andrei Tarkovsky
Buch: Stanislaw Lem
Oh ja, das war dann natürlich ein ziemliches Meisterwerk.
Sehr intensiv, beinahe hypnotisch manchmal, und, was vor allem die Atmosphäre und den Einsatz von Musik, Ton, Klang und Geräusch angeht, durchaus mit Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" vergleichbar (wohl der einzige Film bisher, dem ich das annähernd zugestehe; obwohl man natürlich auch nicht verleugnen kann, dass Tarkovsky sich filmtechnisch ziemlich hemmungslos bei Kubrick bedient hat, weswegen die Eigenständigkeit des Films vielleicht doch ein klein wenig kompromittiert erscheint).
Auf jeden Fall aber viel besser und umfassender als Soderberghs Verfilmung von 2002.
Vor allem, weil die psychologisch-philosophischen Grundsatzfragen, die Lem in seinem Roman diskutiert, und die wohl eigentlicher Sinn und Zweck der ganzen Angelegenheit sind, hier wesentlich deutlicher zur Geltung kommen.
Was macht uns zu Menschen?
Welchen Wert haben, selbst wenn sie der empirischen Realität ganz offensichtlich widersprechen, unsere Illusionen, Träume und Ideale? Wie und womit arbeitet der menschliche Geist? Wonach suchen wir?
Definitiv empfehlenswert.
100 %
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Hundertprozentige
V - 11. Mai, 11:59


















