"Empires Never Last"

Galahad
"Empires Never Last"
2006
WOW, da muss man jetzt wirklich ein wenig überrascht sein. Wer hätte gedacht, dass Galahad nochmal ein dermaßen hyper-gamma-geiles Album auf den Markt bringen würden.
Eigentlich hatte ich die Jungs ja bereits abgeschrieben und in die staubigen Archive der Prog-Geschichte entlassen.
Seinerzeit, Anfang der Neunziger, eine ziemlich interessante Band der Neo-Prog-Bewegung, die aber, trotz guter Ansätze und einem von Anfang an ganz eigenen Stil, nie dazu gekommen ist, das Beste aus ihren Anlagen zu machen.
Als echten Höhepunkt der früheren Schaffensphase sehe ich eigentlich nur "Exorcising Demons" ("Sleepers", 1995), ein - meiner Meinung nach - intergalaktisch guter Prog-Song, der damals schon angedeutet hat, was diese Band sein könnte, ansonsten aber war da nichts wirklich Weltbewegendes (abgesehen vielleicht noch von dem netten, folklastigen Accoustic-Album "Not All There", 1994, das zumindest erwähnenswert erscheint).
Nun also eine Art Comeback der Progger aus England.
Und eine Weiterentwicklung, wie man sie sich gelungener nicht vorstellen kann.
Enthält, zum einen, die absolute Essenz des Neo-Prog - das, was einmal bleiben wird von dieser Musikrichtung - stellt aber, andererseits, auch eine wunderbare Reflektion neuerer Entwicklungen dar (vom Heavy-Prog, über die Electronic, bis zur New-Art).
Endlich mal ein geschlossenes Gesamtkunstwerk (denn gerade daran hatte es früher oft gefehlt), abwechslungsreich, nie langweilig, kraftvoll, voller schöner Stimmungswechsel und hypnotischer Passagen.
Eindeutig Galahad, aber jetzt auch noch viel mehr als nur das.
Und ja, richtig: EMPIRES NEVER LAST!
Special Appearances: Martin Luther King and George W. Bush.
:-)
Kleine Notiz am Rande: Sänger Stuart Nicholson sollte seinerzeit den scheidenden Fish als Marillion-Frontman ersetzen, bevor er dann aber am Ende von Steve Hogarth aus dem Rennen geworfen wurde.
Wie sich Marillion dann wohl entwickelt hätten?
95 %
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babyblau
V - 22. Apr, 12:47





















