User Status

Du bist nicht angemeldet.

V liest:



Nikolaj Gogol
Meistererzählungen


Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Phänomenologie des Geistes


Greg Keyes, Marie-Luise Bezzenberger
Die Rückkehr der Königin. Die verlorenen Reiche 02.



John Irving
Owen Meany



Nikolai W. Gogol
Die toten Seelen.



Desiree Hoese, Frank Hoese
Die Zyanid-Connection


Nikolai W. Gogol
Gesammelte Werke 1


Greg Keyes, Marie-Luise Bezzenberger
Die verlorenen Reiche 03. Der Blutritter.


Ian Irvine, Rainer Schumacher
Das magische Relikt.


Frank W. Haubold
Die Schatten des Mars

Gene Wolfe
Operation Ares

Suche

 

Copyright

Creative Commons License
Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

"Das Leben der Anderen"

B000GNOOQ2-03-MZZZZZZZ1




"Das Leben der Anderen"


2006


Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck, Ulrich Tukur, Thomas Thieme



Regie: Florian Henckel von Donnersmarck


Ohne Zweifel ein würdiger Oscargewinner, dessen besondere Qualität mich sogar ein wenig überrascht hat.

Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob die Stimmung, die damals in der DDR geherrscht hat, tatsächlich realistisch eingefangen wurde (das müsste dann wohl jemand tun, der dabei gewesen ist), aber der Film bietet zumindest eine sehr schöne Darstellung der Zustände, so, wie man sie sich in etwa vorstellt, wenn man an ein Staatengebilde denkt, das den eigenen Bürgern misstraut, und ihren Freiheitsdrang nur noch mit Mitteln der Überwachung, Unterdrückung und Erpressung im Zaum halten kann. Man sieht, erlebt und empfindet die allgegenwärtige Atmosphäre der Bespitzelung, den Zynismus und die Korruption der Machthaber, die beinahe absurde Verlogenheit des Systems, seine kriminellen Methoden und, nicht zuletzt, die Gewissenskonflikte derjenigen, die diesem Druck ausgesetzt waren.
Der Film vermeidet, konsequent, platte Urteile oder allzu einseitige Aussagen, zeigt, beschreibt, schildert, anstatt nur naiv Position zu beziehen oder auf peinliche, moralische Belehrungen abzuzielen. Und so gelingt es am Ende lobenswerterweise sogar, beide Seiten des traurigen Spiels, also sowohl die Perspektive der "Opfer" als auch diejenige der "Täter", überzeugend, weil ausreichend differenziert, darzustellen.

Hinzu kommt dann noch eine ausgewogene Mischung aus Ernst und Leichtigkeit, Anspruch und Spannung, so gekonnt miteinander verbunden, dass das Ganze nie in blödsinnige Übetreibung oder ambitionierte Langeweile umschlägt. Weiterhin eine gute Regie, ein brillantes Drehbuch und großes filmhandwerkliches Können auf Kinoniveau. Und auch die Schauspieler agieren sehr beeindruckend, allen voran der wunderbare Ulrich Mühe als umdenkender Stasioffizier und Sebastian Koch als Schriftsteller zwischen Fahnentreue und Kritik.

Und dann ist da natürlich noch die absolut erstklassige Story.


Ja, war prima - spannend, interessant, anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich.

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Hollywood, immer fix zur Stelle in solchen Dingen, plant bereits ein eigenes Remake.

Das muss dann ja wohl anscheinend sein, oder wie.


95 %


***

Deutsche Filme
logo

V.

Aktuelle Beiträge

"Easter"
Marillion, 1990
V - 20. Aug, 14:30
"Ich mein,..."
... ich war ja schon immer ein außergewöhnlich...
V - 20. Aug, 14:03
"Der Mann im Zug"
... Birkenfeld - Bous - Birkenfeld - Bous - Birkenfeld...
V - 20. Aug, 07:14
Jepp, irgendwie versklavt...
Jepp, irgendwie versklavt man sich viel zu oft selbst. Ja,...
V - 19. Aug, 10:01
"Mal..."
... ne kleine Meldung aus der "Fremde". Seit Tagen...
V - 18. Aug, 14:54

V hört:



Rogues Gallery


Nexus
Perpetuum Karma

Statistik

Status

Online seit 1341 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 20. Aug, 14:30

Albernheiten
Alternativen
Amerika
Angesäuert
Awards
Befreiungen
Beobachtungen
Bilder
Bloggen
Boese
Buddha
Chancen
Computer
Danke!
Das Schöne
Denken
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren