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"Verbote, Verbote"

Jajajajaja, ich seh mich schon im Knast, weil ich rauchen WILL!

Na ja, solange man sich noch ungestraft am Sack kratzen darf, geht's ja noch!

Aber wie lange wird man DAS eigentlich noch dürfen?

;-)


Nachtrag:

Ich fordere regelmäßige Zwangsgewichtskontrollen für alle Bürger (vor allem für Kinder) und dann, entsprechend der Ergebnisse, ein individuelles Verbot von Wurst- und Fleischwaren für Übergewichtige.

Schließlich ist es doch reichlich unangenehm, und auch so widerlich unästhetisch, einem fetten Menschen zu begegnen und ihn womöglich ansehen zu müssen, oder?

Muss ja nicht sein.

Nein, wir wollen das nicht. Es stört uns. Wir wollen gesunde und schöne Menschen (die aus der Werbung!).

Außerdem sind es doch eh immer nur Kinder aus Hatz IV-Familien, die zu dick sind. Das hätte dann also noch den günstigen Nebeneffekt, dass die dann kein Fleisch und keine Wurst mehr essen dürfen und deshalb vielleicht endlich auch mal mit ihrem Geld auskommen!

Gut, oder?


:-)
orgyen - 15. Jun, 10:51

Ich bin Nichtraucher und sehr für rauchfeie Zonen. Köln ist eine der größten Städte unserer beliebten, gastfeundschaftlichen Fußballnation, aber Nichtraucherkneipen oder Cafes kannste hier an einer Hand abzuählen. Nenn mich intolerant, aber mir graut es vor verrauchten, lauten Menschenmassen in geschlossenen Räumen. Für mich ist das das Gegenteil von Amusement. Vielleicht bin ich pedantisch, aber ich habe einfach keine Lust, mich spät abends noch zu duschen, weil die Haare nach Rauch stinken und die Klamotten in die Waschmaschine zu schmeissen, weil sie dermaßen stinken, dass mir schon schlecht wird, wenn ich nur dran vorbeigehe. Zugegeben - Konvertiten sind die schlimmsten - als langjähriger Raucher bin ich vielleicht etwas empfindlich, aber ich hab echt ein Problem , wenn am Nebentisch einer seinen Zigarettenqualm in mein Essen pustet. Nix für ungut, aber ich halte ein Werbeverbot für Tabak und Nichtraucher in öffentlichen Gebäuden und in der Bahn, sowie rauchfrei in der Gastro für sehr begrüßenswert.

V - 15. Jun, 20:26

Jepp, im speziellen Fall des Rauchens sind gewisse Einschränkungen und Verbote durchaus in Ordnung, denke ich.

Ich hab es eben nur allgemein nicht so mit den Restriktionen und bin da deshalb immer ein wenig vorsichtig.

:-)

Ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden halte ich für sinnvoll. Die Gesundheitsgefährdung für Passivraucher ist nunmal nicht völlig von der Hand zu weisen, und, ehrlich gesagt, es muss ja eigentlich auch nicht wirklich sein. Das Gesundheitsargument ist nachvollziehbar, und das Verlangen der Nichtraucher nach entsprechendem Schutz durchaus berechtigt.

Auch wenn das Gejammer doch manchmal reichlich übertrieben klingt.

;-)

Andere Argumente aber, wie z.B. jenes des schlechten Geruchs, finde ich weit weniger überzeugend. Das geht mir dann wieder ein bisschen zu weit.

Mich stört so manches, billige Parfum. Sollten wir die auch verbieten?

Auch ein totales Verbot in Kneipen und Cafes (Restaurants sind wieder was anderes!) finde ich unangebracht.

Rauchen ist AUCH Genuß (und Kunst!), das sollte man bei dieser ganzen Verteufelungskampagne nicht vergessen. Es hat eine eigene Tradition und Kultur. Auch das sollte beachtet und respektiert werden.

Außerdem darf es natürlich nicht zu einem Totalverbot kommen, denn das wäre ein Eingriff in die persönliche Freiheit, denke ich. Manchmal hat man nämlich schon das Gefühl, dass es genau darauf hinauslaufen soll. Und das macht mir dann Sorgen. Denn, wenn es mal so anfängt, dann dauert es nicht mehr lange, und man darf wirklich nicht mehr sagen (oder essen), was man will.

Und für solche Tendenzen hab ich, wie man vielleicht schon bemerkt hat, ganz extrem sensible Antennen.

;-)
Martin (anonym) - 17. Jun, 11:37

rauchen ist privatsache

Das rauchen in Kneipen ist absolut unanbebracht, und es sollte doch jeder selber entscheiden was für ihn "Genuß" ist – oder warum wollen Sie anderen ihren Genuß aufzwingen? Rauchen ist privatsache.

Welche "Verteufelungskampagne"? Man sollte nicht vergessen das das jetzt kommende Verbot auf der Unfähigkeit der Raucher basiert die freie Entscheidung anderer, nicht rauchen, nicht zu akzeptieren und zu tolerieren.

Natürlich hat das rauchen mal Tradition und Kultur gehabt – nur hat das ja nichts mit dem rauchen in Lokalen zu tun, wer rauchen will geht raus, ganz einfach, damit wird niemandem eine Tradition aufgezwängt die er nicht mag.
V - 17. Jun, 16:08

Jepp.

Ich bin ja sowieso dafür, dass Nichtraucher ganz einfach aus den Kneipen draußen bleiben. Die sind da eh fehl am Platz, weil sie nämlich immer so schrecklich uncool sind.

;-)
Martin (anonym) - 17. Jun, 18:34

Typisch Raucher

Ha - Raucher sind doch die verbohrten, wie man jetzt an der Diskussion wieder sieht – Ihr Spaßbremsen!
V - 17. Jun, 19:55

Jajajajaja, nichts gegen deine Feindbilder (die will ich dir auf keinen Fall nehmen).

Typisch Nichtraucher eben.

;-)

Ich hoffe, du bist wenigstens ein echter Nichtraucher und nicht wieder nur so ein frustrierter Ex-Raucher, der sich selbst nicht mehr leiden kann.
david ramirer - 21. Jun, 09:59

ich bin ein "echter" nichtraucher seit geburt

und bin einer derjenigen bemitleidenswerten geschöpfe, die vom auch schwachen passiven rauchen bereits bisweilen kopfweh bekommen. da es in meinem unmittelbaren und wertvollsten freundeskreis einige raucher gibt, gehe ich manchmal ziemliche opfer ein, um das fruchtbare miteinander umsetzen zu können.

du schreibst in einem comment, dass rauchen kunst ist und kultur hat. das ist schon lange nicht mehr relevant für "die raucher", die ihre abende im cafehaus, ihre stunden in der arbeit und vor dem fernseher damit verbringen, eine schachtel und mehr am tag zu vernichten. sicher: jegliches rauschmittel hat seine (auch kulturelle) geschichte. aber am rauchen hängt - genau wie am trinken - eine enorme marketingmaschine dran, die den konsumenten suggeriert, coolness findet lediglich mit glimmstängel und whiskeyglas in der hand statt.
so ästhetisch auch der sich kräuselnde rauch ist, so hübsch auch die schachteln sind, so infantil phallokratisch-schnullerhaft auch die zigaretten daherkommen: der genuß kommt für die große zahl der raucher zu kurz. und das ist finde ich, sehr schade. genuß ist weit stärker und wesentlicher, wenn er nicht 30 mal am tag zelebriert wird. alles was dauernd gemacht wird, flacht in der wahrnehmungskurve ab.

ich bin kein militanter nichtraucher (auch wenn ich meine guten gründe dafür hätte, siehe oben), aber ich plädiere für ein wenig mehr respekt der raucher vor dem rauchen. rauchen ist zu einem massenwahn verkommen. die zeit, in der raucher mit den zigaretten eine kulturelle revolution umsetzten ist vorbei. heute ist es zu normal geworden, jeder raucht oder hat geraucht und schert sich einen dreck um den kulturellen background. btw: die selbstrechtfertigungsmechanismen von süchten jeder art sind enorm, und das betrifft jegliche sucht. vom fressen über das saufen bis hin zu sex und rauchen. der genuß bleibt dabei auf der strecke. und die kultur auch.

V - 21. Jun, 13:28

Jepp, da hast du Recht. Keine Frage. Das ist ein Aspekt.

Aber mich stört halt schon, dass bei diesem Thema da alles so über einen grobgepeilten Kamm geschert wird. Es gibt auch Raucher, die den Genuß nicht vergessen haben, und es gibt auch Raucher, die die Kultur nicht vergessen haben und den ideellen Zusammenhang, der zum Teil mit den verschiedenen Kunstformen besteht (aber natürlich nicht zwingend ist).

Deshalb betone ich immer gerne, dass es eben nicht NUR idiotisch und unvernünftig ist, zu rauchen, dass es nicht NUR eine Sucht schwacher Menschen, ein Fehler, ein Irrtum ist ...

Diese andere Seite wird vergessen. Ist ja genauso, als würde ich sagen, Sex ohne Kondom macht immer krank (man muss ihn gesetzlich reglementieren), oder Fernsehen immer dumm (man muss es gesetzlich reglementieren)!

Da gäbe es ja kein Ende mehr. Du hast die vielfältigen Süchte ja aufgezählt.

Das geht mir zu weit. Wo soll das Enden? Ich seh da eben den Ansatz der Gefahr eines Eingriffs in die Freiheit der Person.

Da werden Menschen doch teilweise, aufgrund ihrer freien Entscheidung zu rauchen, diskriminiert und, als Persönlichkeit, mal eben ganz locker auf ihr Raucherdaseins reduziert. Da herrscht ein nahezu neurotisches Feindbild, das künstlich verstärkt und übertrieben wird.

Und angesichts dessen frage mich eben: Welche Menschengruppe mag wohl der nächste Feind sein, den es systematisch zu diskriminieren, zu bekämpfen und zu besiegen gilt?

Alles andere ist mir vollkommen Schnuppe. Wo ich nicht rauchen darf, da rauch ich eben nicht, oder ich halte mich dort nicht auf, oder finde einen Weg, es doch zu tun.

Deshalb akzeptiere ich eigentlich nur die Gesundheitsgefährdung des Passivrauchers als Argument.

Die ist real, wenn auch übetrieben in meinen Augen.
david ramirer - 21. Jun, 13:37

in meinem kommentar

ist vielleicht nicht deutlich genug rübergekommen, dass ich von den verboten auch sehr wenig halte. und von diskriminierungen bestimmter personengruppen halte ich noch weniger.

was ich aber befürworte, ist vernunft. und genuß. beides sollte angehoben werden, nach möglichkeit. es wäre m.e. vernünftig, beiderseits rücksichtsvoller zu sein (beiderseits!) und auf raucherseite vermisse ich die wahren genußraucher sehr. die sind nämlich in der absoluten minderheit. und das bild des rauchers leidet durch die extremraucher sehr. über einen kamm zu scheren ist blöd.
V - 21. Jun, 13:43

Ja, deshalb akzeptiere ich, wie gesagt, das Argument der Gesundheitsgefährdung ziemlich bedingungslos. Das Gesundheitsrisiko kann man nicht ernsthaft leugnen, und ein Verbot in öffentlichen Räumen ist deshalb in Ordnung und vernünftig (nur bei Kneipen und Cafes hab ich eine gesonderte Meinung - aber die ist mehr gefühlsmäßig).

Aber was darüber hinaus geht, ist nunmal Sache des Einzelnen (und sollte es bleiben). Und mir fällt da auch kein anderes vernünftiges Argument ein, das gegen das Rauchen spricht und dabei nicht die persönliche Entscheidungsfreiheit des Einzelnen ignoriert.

Oder weißt du noch eins?
david ramirer - 21. Jun, 14:36

nein,

mir fällt sonst auch keines ein. jeder sollte absolut frei entscheiden können, wie viel, was und warum er raucht. hier einzugreifen ist rundum abzulehnen; gesundheit ist kein teilbares gut.

gesundheitsgefährdung trifft es nur bedingt: die gesundheitsgefährdung des rauchers durch das rauchen ist eine unweit höhere als die durch passiv-rauchen. was ich in kneipen und cafes so schade finde, ist, dass die gerüche vom eigenen essen, vom kaffee, vielleicht auch von parfums kaum wahrnehmbar sind, weil der geruch verbrannter tabakpflanzen alles überrollt. der sich absondernde rauch macht das rauchen an öffentlichen plätzen zu etwas anderem als einer privatentscheidung: das selbe gilt natürlich auch für widerliche, übertrieben parfums, mit dem unterschied, dass sich der geruch auch des aufdringlichsten parfums nicht in der eigenen kleidung festsetzt und herausgewaschen werden muss.

verbote werden nichts bringen. es würde eine kulturelle revolution benötigen, um das problem zu verkleinern. genüsse generell sollten mehr bedeutung erhalten. das beginnt beim bewussten essen von frischem brot, geht über den genuß von alkohol und fruchtsaft, den geschmack von kaffee und schokolade bis hin zum inhalieren von rauch. es ist das bewußte wahrnehmen mit allen sinnen, das fehlt. wir leben in einer suchtgesellschaft, da ist das rauchen mit sicherheit NICHT das größte problem :-)
V - 21. Jun, 14:57

Da sind wir absolut einer Meinung. Ein bisschen mehr Bewusstheit im Genuß, ein bisschen mehr Bewusstheit in der sinnlichen Wahrnehmung jedes einzelnen Augenblicks - und die halbe Welt wäre besser drauf und weit weniger nervös!

;-)

Übrigens mein persönlicher Hauptgrund, um hin und wieder weniger zu rauchen: die Befreiung der Sinne, die durch den Qualm doch manchmal sehr eingeschränkt sind (Geschmack und Geruch vor allem).

:-)
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