Naja, er muss es vielleicht nicht jedem auf die Nase binden, aber es schadet nichts, seinen Glauben auch intellektuell zu hinterfragen. Es ist meiner Ansicht nach sogar die Pflicht eines Glaeubigen, regelmaesssig zu zweifeln, ansonsten wuerde ich seinen Glauben als naiv und nicht ernsthaft bezeichnen, bis er sich den Zweifeln stellt. Und falls solche Auseinandersetzungen (Erklaerungsversuche) den Glauben wirklich in Frage stellen oder laecherlich machen, dann wuerde ich das als Erkenntnis feiern und nicht als "kompromitieren" abtun.
Ja, ist sicher keine einfache Frage. Zumal ja auch jeder islamistische Selbstmordattentäten sich, wahrscheinlich, in einem Zustand des Glaubens befindet, und da wäre es natürlich angebracht, diesen Glauben mal gründlich zu hinterfragen.
Es würde als dann doch wieder davon abhängen, WAS man glaubt.
Womit wir aber schon wieder in der rationalen Abteilung wären.
Wirklicher "Glaube" kann aber doch gar nicht rational erklärt, verstanden, erlangt werden, oder?
Geht nicht jede rationale Erklärung notwendigerweise von der begrenzten Sichtweise des EGO aus?
Irgendwie denke ich, dass wirklicher "Glauben" eine Gefühlssache ist, die sich augenblicklich und unweigerlich in Luft auflöst, wenn man sie ernsthaft rational hinterfragt.
So kommt mir das vor.
Rational analysiert ist "Glaube" ja Unsinn, es sein denn man betrachtet ihn pragmatisch bzw. funktionell. So nach dem Motto: irgendwas muss der Mensch ja glauben.
Ne, rational kommt man da nicht ran, fürchte ich.
Ich würde "Glauben" als ein Gefühl des Vertrauens kennzeichnen, und das kann man zerstören, indem man es hinterfragt.
Man kann den Glauben selbst vielleicht nicht vollständig erklären oder rechtfertigen, denn dann wäre es ja nicht Glauben, sondern Wissen. Sehr wohl aber kann man die Folgen seines Glaubens rational betrachen. Und das, finde ich, sollte man dann auch tun, um zu vermeiden, daß man "naiv" glaubt. So gibt es viele Menschen, die glauben, daß alles, was in der Bibel steht, wahr ist. Die meisten haben keine Ahnung, was das eigentlich bedeutet, sie kennen die Bibel nur bruchstückhaft, wenn überhaupt. Sie haben sich nie Gedanken über die Implikationen ihres Glaubens gemacht. Sie haben nie ergründet, welche ethischen Konsequenzen sie aus ihrem Glauben ziehen müssten (aber im allgemeinen nicht tun). Und so ist ihr Glaube, gerade weil sie ihn nie rational hiinterfragt haben, nicht besonders ernstzunehmen (außer als Gefahr für den Rest der Menschheit, wie z.B. im Falle von Selbstmordattentätern). Wenn sie ihren Glauben zuendedenken würden, würden sie die Glaubenssätze höchstwahrscheinlich modifizieren, vielleicht relativieren, z.B. mit Ausnahmen versehen. Aber der Glaube, der dabei herauskäme, wäre viel näher an dem, was sie wirklich glauben, viel echter. Es wäre weniger Dogma und mehr gelebter Glaube. Es wäre mehr Wert, nicht weniger.
Es würde als dann doch wieder davon abhängen, WAS man glaubt.
Womit wir aber schon wieder in der rationalen Abteilung wären.
Wirklicher "Glaube" kann aber doch gar nicht rational erklärt, verstanden, erlangt werden, oder?
Geht nicht jede rationale Erklärung notwendigerweise von der begrenzten Sichtweise des EGO aus?
Irgendwie denke ich, dass wirklicher "Glauben" eine Gefühlssache ist, die sich augenblicklich und unweigerlich in Luft auflöst, wenn man sie ernsthaft rational hinterfragt.
So kommt mir das vor.
Rational analysiert ist "Glaube" ja Unsinn, es sein denn man betrachtet ihn pragmatisch bzw. funktionell. So nach dem Motto: irgendwas muss der Mensch ja glauben.
Ne, rational kommt man da nicht ran, fürchte ich.
Ich würde "Glauben" als ein Gefühl des Vertrauens kennzeichnen, und das kann man zerstören, indem man es hinterfragt.