"Kaffeeduft und Federkiel"
Kaffeeduft und Federkiel
Er erwachte inzwischen
in bessere Tage,
erkannte sich deutlich
in besserer Lage,
Sonnenlicht und Schattenspiel,
vor dem Wind
und klar das Ziel,
Kaffeeduft und Federkiel,
ja,
keine Frage,
er sah sich jetzt deutlich
in besserer Lage.
Du musst es nur wagen,
so dachte er sich,
den Weg zu beschreiten,
den du erkennst,
seit eh und je
dein eigen nennst,
der nicht
der Weg der Anderen ist,
sich nicht
am Leben anderer misst,
durch Zweifel, Leid und Dunkelheit,
durch Dornenwälder fremder Länder,
wo Löwen leben und Dämonen,
wo Nattern und Skorpione hausen,
und Zauberer,
dir nicht in Liebe zugetan:
Das Land des Schweigens
und der Angst.
Ein Kind du warst,
ein Kind du bist,
vergiss nicht,
was du träumtest,
wie du spieltest,
unbeschwert ...
Bevor
sie kamen,
dir ihre Weisheit einzutrichtern,
dich zu erziehn
und dir die Welt,
die du so liebtest,
dein Zaubertal,
zu einem dunklen Ort zu machen.
Sie taten dies
aus Neid
und weil sie nicht ertragen können,
wenn einer sich die Liebe
und den Zauber,
in seinem Inneren bewahrt.
Sonnenlicht und Schattenspiel,
vor dem Wind
und klar das Ziel,
Kaffeeduft und Federkiel:
Ein Kind du warst,
ein Kind du bist,
vergiss nicht,
was du träumtest,
wie du spieltest,
unbeschwert ...
(2006 - "Lyrik 2000 +" )
V - 7. Apr, 16:03



















