Ich habe diesen bedrückenden Text aus Zeitmangel nur quergelesen, aber er beeindruckt trotzdem. Ist das authentisch? (ein Frage, die man im Internet leider immer häufiger stellen muss) Tragisch an solch einer Entwicklung scheint mir sein, dass man ihr völlig ausgeliefert ist, das man Dinge glaubt und annimmt, die man als "gesunder Mensch" als völlige Idiotie von sich weisen würde. Man wird zum Opfer des eigenen Gehirns. Das werden wir auch in gesundem Zustand dauernd, aber zum Opfer der eigenen Gehirnstörung zu werden ist ein schlimmes Schicksal.
Ich hatte einmal einen guten Bekannten, eigentlich ein Berufskollege (als ich noch nicht selbstständig war) intelligent und sehr symphathisch. Er wurde Depressiv, nicht im Sinne von "schlecht drauf", sondern im pathologischen Sinne. Ein paarmal habe ich mich noch mit ihm getroffen, und er hat mir davon erzählt, von Medikamenten und Diagnosen. Dann ist er völlig verschwunden und abgetaucht, ich weiß nicht, was heute mit ihm ist. An diesen Menschen musste ich denken. Auch depressive Menschen sind Opfer ihres Gehirns.
Ich denke, der Text ist authentisch. Er erscheint mir zu wirklich, zu fundiert, zu detailliert, um erfunden zu sein.
Opfer des eigenen Gehirns. Ja, das trifft es ganz gut. Man fragt sich, wie es dazu kommen kann. Womöglich gibt es psychische Bereiche, Gedankenbereiche, die man nicht antasten sollte; Fragen, die man nicht stellen sollte.
Ich glaube, Wahnsinn ist eine Grenze, die uns allen Angst macht.
Nein, so mystisch-romantisch ist es nicht. Das hat nichts zu tun, mit "Fragen, die man sich nicht stellen sollte." Psychosen und Depression sind organisch-chemische Störungen. Ein Stoff zuviel, ein Stoff zu wenig, ein falscher Stoff, schon spielen die Synapsen Ringelrein. Es ist eine organische Krankheit. Das finde ich das wirklich erschreckende daran. Es hat nichts mit deinem Charakter und deinem Gemüt zu tun, nichts mit deinem Intellekt oder damit ob du Dichter, Bauarbeiter, Arzt oder Obdachloser bist und nichts damit, was für Fragen du dir stellst.
Es ist eine Krankheit. Das wird heute leider immer noch nicht genug betont.
Ich hatte einmal einen guten Bekannten, eigentlich ein Berufskollege (als ich noch nicht selbstständig war) intelligent und sehr symphathisch. Er wurde Depressiv, nicht im Sinne von "schlecht drauf", sondern im pathologischen Sinne. Ein paarmal habe ich mich noch mit ihm getroffen, und er hat mir davon erzählt, von Medikamenten und Diagnosen. Dann ist er völlig verschwunden und abgetaucht, ich weiß nicht, was heute mit ihm ist. An diesen Menschen musste ich denken. Auch depressive Menschen sind Opfer ihres Gehirns.
Opfer des eigenen Gehirns. Ja, das trifft es ganz gut. Man fragt sich, wie es dazu kommen kann. Womöglich gibt es psychische Bereiche, Gedankenbereiche, die man nicht antasten sollte; Fragen, die man nicht stellen sollte.
Ich glaube, Wahnsinn ist eine Grenze, die uns allen Angst macht.
Unvorstellbar fremd.
Es ist eine Krankheit. Das wird heute leider immer noch nicht genug betont.
Natürlich ist es eine physische Krankheit. Ich bin zwar manchmal romantisch, aber es geht (noch) nicht bis zur Blödheit.
:-)
Aber denk mal weiter. Denk mal an die Möglichkeit psycho-physischer Wechselwirkung.