"Ach, Amerika ..."
Bushs Rede zur Lage der Nation.
Ach, das hört sich alles so wunderbar an: Freiheit für alle, Wohlstand, Sicherheit, Bildung, Friede, Demokratie, Förderung von Wissenschaft und Kultur …
Alleine mir fehlt die Fähigkeit, mich vorbehaltlos auf diese wunderbaren Worte einzulassen, Amerika, mir fehlt der Glaube.
Es sind die Zwischentöne, genauso wie die Erinnerung, die mich daran hindern, die mich nach wie vor zwingen, kritisch und wachsam zu bleiben.
Immer und immer wieder die extreme Betonung der amerikanischen Vorherrschaft, des absoluten Führungsanspruchs in der Welt. Und dann natürlich die Lügen und Manipulationen der jüngsten Vergangenheit: die Medienzensur, zweifelhafte Gründe für den Irakkrieg, die Art, wie deine politische Führung ihre Bevölkerung getäuscht, in Unwissenheit gehalten, wie sie sie mit Angstkampagnen gefügig gemacht hat.
Schöne Worte, Amerika. Doch was steht dahinter? Noch jeder Diktator, jedes totalitäre System, hat schöne Worte gebraucht, um seine wahren Absichten zu verschleiern. Gerne würde ich an dich glauben, Amerika, aber es gelingt mir nicht.
Ich sehe, verschleiert durch die idealen Begriffe der Freiheit, der Demokratie, nichts anderes als die altbekannten Strategien: Zensur und Gleichschaltung der Medien, markante und bewegende Worte eines heroischen Führers, Fahnen, Hymnen und Symbole, die Verkündung vermeintlich heilender, absoluter Werte, zunehmende Stigmatisierung des unangepassten und kritischen Denkens …
Was geschieht denn mit den Kritikern des nationalkapitalistischen Systems, den politischen Gegnern? Was ist mit denjenigen, die dieses System, seine Ideologie, seine Werte, nicht mittragen können oder wollen? Den Armen, den Schwachen, den Opfern der entfesselten Ökonomie? Was ist mit denjenigen, die nicht in den Chor aus blindem, christlichen Wertekonservatismus und vorbehaltlosem Nationalismus einstimmen wollen?
Ach, schöne Worte, Amerika … alleine mir fehlt nach wie vor der Glaube.
Ich befürchte, es ist keine wirkliche Freiheit, die du da anstrebst, Amerika.
Ich befürchte, du missbrauchst richtige und erstrebenswerte Ziele für nationalistische, imperiale und machtpolitische Zwecke, kompromittierst die Demokratie, die Würde des Menschen, die Begriffe der Freiheit und der Toleranz, der Selbstbestimmung …
Ach Amerika, ich befürchte, mir fehlt nach wie vor der Glaube.
Ach, das hört sich alles so wunderbar an: Freiheit für alle, Wohlstand, Sicherheit, Bildung, Friede, Demokratie, Förderung von Wissenschaft und Kultur …
Alleine mir fehlt die Fähigkeit, mich vorbehaltlos auf diese wunderbaren Worte einzulassen, Amerika, mir fehlt der Glaube.
Es sind die Zwischentöne, genauso wie die Erinnerung, die mich daran hindern, die mich nach wie vor zwingen, kritisch und wachsam zu bleiben.
Immer und immer wieder die extreme Betonung der amerikanischen Vorherrschaft, des absoluten Führungsanspruchs in der Welt. Und dann natürlich die Lügen und Manipulationen der jüngsten Vergangenheit: die Medienzensur, zweifelhafte Gründe für den Irakkrieg, die Art, wie deine politische Führung ihre Bevölkerung getäuscht, in Unwissenheit gehalten, wie sie sie mit Angstkampagnen gefügig gemacht hat.
Schöne Worte, Amerika. Doch was steht dahinter? Noch jeder Diktator, jedes totalitäre System, hat schöne Worte gebraucht, um seine wahren Absichten zu verschleiern. Gerne würde ich an dich glauben, Amerika, aber es gelingt mir nicht.
Ich sehe, verschleiert durch die idealen Begriffe der Freiheit, der Demokratie, nichts anderes als die altbekannten Strategien: Zensur und Gleichschaltung der Medien, markante und bewegende Worte eines heroischen Führers, Fahnen, Hymnen und Symbole, die Verkündung vermeintlich heilender, absoluter Werte, zunehmende Stigmatisierung des unangepassten und kritischen Denkens …
Was geschieht denn mit den Kritikern des nationalkapitalistischen Systems, den politischen Gegnern? Was ist mit denjenigen, die dieses System, seine Ideologie, seine Werte, nicht mittragen können oder wollen? Den Armen, den Schwachen, den Opfern der entfesselten Ökonomie? Was ist mit denjenigen, die nicht in den Chor aus blindem, christlichen Wertekonservatismus und vorbehaltlosem Nationalismus einstimmen wollen?
Ach, schöne Worte, Amerika … alleine mir fehlt nach wie vor der Glaube.
Ich befürchte, es ist keine wirkliche Freiheit, die du da anstrebst, Amerika.
Ich befürchte, du missbrauchst richtige und erstrebenswerte Ziele für nationalistische, imperiale und machtpolitische Zwecke, kompromittierst die Demokratie, die Würde des Menschen, die Begriffe der Freiheit und der Toleranz, der Selbstbestimmung …
Ach Amerika, ich befürchte, mir fehlt nach wie vor der Glaube.
V - 1. Feb, 06:43





















