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Freitag, 25. September 2009

"Und..."

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Unitopia

"The Garden" (Doppelalbum, Australien 2008)


1 - One Day (2:28)

Ruhiger, melancholischer Beginn. Irgendwie scheinen die Jungs es zur Tradition machen zu wollen, dass der Anfang dihrer Alben nach IQ klingt (hier in der eher langsameren Form).

:-)

Na ja, halt eine durchschnittliche Eröffnungsnummer - auch und vor allem für das ca. 23minütige "The Garden", welches gleich im Anschluss folgt - ohne Überraschungen oder Experimente - ein Rahmen, eine einleitende Erzählung:

60 %

2 - The Garden (22:33)

Jetzt wird`s spannend. Man wagt sich an satte 22:33 MInuten, also eine richtig lange Nummer. Schaun wir mal.

Also - okay, ich hör das Ding ganz gerne, auch wenn es mittendrin ein wenig abbaut und zu plätschernd wird, und das Finale, aber wirklich, eins zu eins das epische Genesis-Supper`s-Ready-Finale ist.

;-)

89 %

*urgs*

Ich nehm alles zurück. Inzwischen hör ich die Nummer ständig - zumindest beim Joggen. Geiles Stück, wirklich. Wie eine finstre Nacht mit anschließendem, befreiend-epischen Sonnenaufgang.

100 %

3 - Angeliqua

Hier krankt es am typischen Problem des zweiten Albums. Es passt diesmal halt nicht wirklich alles zusammen; gute, jazzige Ausbrüche münden immer wieder in allzu seicht-melodischen Gesang (und das wirkt dann im Endeffekt mitunter ein wenig kitschig und schleimig). Schade.

62 %

4 - Here I Am (3:20)

Mitteleres Tempo, kurze Nummer, ABER - ein absoluter Ohrwurm!

90 %

5 - Amelia's Dream
6 - I Wish I Could Fly
7 - Inside The Power (4:32)

Füllsong um das Doppelalbum vollzukriegen. Belangloser Refrain, mit Power hat das Ganze so gut wie gar nichts zu tun.

5 %

8 - Journey's Friend
9 - Give And Take (5:11)

Gelungen. Sehr atmosphärisch, mit einem schön eingesetzten Saxophon. Auch kein Überflieger, aber immerhin. Wenigstens annähernd die Qualität des ersten Albums.

68 %

10 - When I'm Down
11 - This Life
12 - Love Never Ends (3:49)

Eine Katastrophe. Platt, banal, plakativ und klischeehaft. Außerdem hasse ich dieses rein klangliche, weibliche Rauf-und-Runter-Gesäusel in einem Song, mein Gott, is ja furchtbar.

:-))

0 %

Na ja, gut, wenn man in der Stimmung dafür ist:

22 %

;-)

13 - So Far Away (2:11)

Klassisches Zwischenstück - Klavier solo, mit einer kurzen symphonischen Aufwallung. Wirkt hier auf dem zweiten Album auch eher zwanghaft eingesetzt.

Keine Wertung.

14 - Don't Give Up Love
15 - 321

"Ich muss..."

... auch mal die ganze Musik nachholen, die ich verpasst hab.

:-)))

BACK TO PROG!

Oder: man kann sein Ding vielleicht mal ne Zeitlang vernachlässigen, aber man kann es nicht grundsätzlich verleugnen, verändern oder gar einfach vergessen.

;-)


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Unitopia - "More Than A Dream"

Australien 2007


1 - Common Goal (4:36)

Guter Opener für das Album - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die ersten Takte klingen hundertprozentig wie ein Stück von IQ...

90 %

2 - Fate (4:47)

Fröhlich und unbeschwert groovendes Liedchen, nicht im negativen Sinne - nein, nein -, ganz okay, ja geradezu gut. Schöner Melodieverlauf, prima Refrain. Macht Spaß und gute Laune.

:-)

90 %

3 - Justify (12:35)

Der Höhepunkt. Eine verstohlen kraftvolle, fast hinterhältige Nummer, die sofort zupackt. Schöner Mittelteil aus funky Bassgezupfe, jazzigen Pianoläufen und Chören. Und sogar ne Hammond kommt kurz zum Einsatz. Echt gut, Anspieltipp No.1.

100 %

4 - Take Good Care (8:36)

Achtung, volle Deckung! Ein gaaanz exotisches Teil. Der Anfang: Klassik, durchaus überzeugend dargeboten - symphonisch, ein wenig zu epischer Filmmusik tendierend. Dann, nach ca. zwei Minuten: Ethnic in Rhythmus und Chor, zwischendurch noch einmal kurz gebrochen durch eher klarere Progstrukturen. Echt interessant, allerdings im Ethnicmotiv nicht gerade sonderlich innovativ, um es mal so auszudrücken. Klingt irgendwie bekannt. Ethnic wie man sich Ethnic eben vorstellt (wenn man keine Ahnung davon hat), und wie sie in jedem banalen, charttauglichen Popsong auch vorkommen könnte.

:-))

Aber alleine diesen hemmungslosen Mut zum Experiment muss man ja eigentlich loben, also:

72 %

5 - Ride (3:44)

Guter Song, groovt, hat Kraft. Gute Gitarre, nette Stimmverzerrung. Eine Nummer mit Tiefenwirkung, die sich mit jedem Durchgang weiter in die Gehörgänge gräbt. Trotz der Kürze irgendwie komplex. Gut.

95 %

6 - More Than A Dream (5:42)

Eins der Beispiele, die zeigen, wie gut diese Mischung aus "allem" - Symphonic, Jazz, Prog, Psychedelic, Heavy, Melodic - klingen kann, wenn sie funktioniert. Ein toller Song, den man immer und immer wieder hören kann.

100 %

7 - Slow Down (8:09)

Wieder eine interessante Sache. Diesmal eher psychedelisch (Floyd) und dazu wirklich ziemlich parsonmäßig, mit einem starken, genial vorwärts treibenden Instrumentalteil im Mittelstück. So könnte Alan Parson heute noch klingen, wenn er denn generell noch könnte. Und auch die jeweiligen Tempowechsel und Übergänge - zwischen Anfang, Mittelteil, und Ende - sind prima gelöst.

;-)

90 %

8 - Lives Go Round (6:31)

Auch gut. Mit ein paar sehr flockigen Passagen, die mich extrem an It Bites in der Dunnery-Inkarnation erinnern.

90 %

9 - Still Here (6:40)

Ja, auch okay (aber diesmal auch nicht mehr). Hier klingt vielleicht schon das Problem des zweiten Albums an: nicht besonders aufregend und - irgendwie - auch schon ein kleines Selbstplagiat.

Na gut, als Rausschmeißer.

Hm...

45 %


FAZIT: Also, das ist, im Gegensatz zu Album No.2, bei dem das nicht ganz so hundertprozentig ist, ein durchweg gutes und überzeugendes Album, keine Frage - gewagt, aber gelungen. Insgesamt sehr schlüssig und passend. Respekt. Werd ich mir sicher auch in Zukunft noch öfters anhören. Natürlich nichts für die Frickelfraktion oder die kategorischen Refrainhasser, aber sonst... prima. Nicht zuletzt hat es eben auch diese wunderbar geheimnisvolle Eigenschaft, immer besser und besser zu werden, je öfter man es hört. Und sowas weiß der gemeine Proggie ja gewöhnlich sehr zu schätzen.

:-)

95 %
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