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Dienstag, 12. Mai 2009

"Baader-Meinhof-Komplex"

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"Der Baader-Meinhof-Komplex"

Deutschland 2008


Regie: Ulli Edel


Kann ich in der Wertung eigentlich kaum niedriger als mit 100 % ansetzen.

Warum?

Tja, gute Frage.

Erstens, weil die unvermeidlich notwendige, filmische Dramaturgie sich so geschickt im Rahmen hält, dass sie den realistischen Charakter des damaligen Zeitgeschehens nicht überlagert.

Zweitens, weil mit dem - in diesem Fall besonders schwierigen - Thema der Wertung bzw. Parteinahme sehr, sehr gut umgegangen wird. Nicht nur, dass eine grundsätzliche Wertung im Endeffekt vollständig vermieden wird, tatsächlich wechselt die emotionale Perspektive im Verlauf der Darstellung sogar mehrmals, sodass am Ende deutlich wird, dass es im Grunde genommen zu einer beidseitigen Eskalation und Überreaktion gekommen ist. Sehr intelligent und gekonnt, meiner Meinung nach, und sicher eine der besten Lösungen, die man für das Problem der Wertung finden konnte. Das dann auch filmisch überzeugend umzusetzen, erfordert ohne Zweifel eine gewisse Kunstfertigkeit, der man Respekt zollen muss.
Das Kritische an diesem Verfahren (wie immer): dem Zuschauer bleibt wenig Möglichkeit, sich emotional mit den Figuren zu identifizieren, mitzuleiden, mitzufiebern - und das fehlt dann auch ein bisschen. Alles plätschert mehr oder weniger an einem vorbei, wirkt etwas gesetzt, steril und unpersönlich (was dann trotz des filmisch realistischen Ansatzes wiederum eher irreal erscheint - na ja, ein bisschen zwiespältig ist das Ganze also offensichtlich schon).

Der Rest ist okay, die Schauspieler setzen ihre Rollen gut um, die Dialoge sind in Ordnung.

Allenfalls könnte man noch bemängeln, dass, zu guter letzt, die Charaktere dann doch immer noch zu wenig beleuchtet und ausgelotet wurden, was aber eigentlich auch nichts mehr an der Tatsache ändert, dass es sich hier um einen der besseren RAF-Filme handelt.

Das Buch von Aust, das die Vorlage lieferte, ist übrigens ein gutes Stück RAF-freundlicher, wenn ich mich recht entsinne.

Na ja.

Insgesamt:

89 % (wie man sieht, kann ich doch ein wenig unter die 100 % gehen).

:-)

"Cloverfield"

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"Cloverfield"

USA 2008


Regie: Matt Reeves


Na ja, das Hand-Wackel-Kamera-Konzept hat auf jeden Fall funktioniert (so wie es eben wirkt und wirken soll). Die Bilder waren in Ordnung, das Monster ebenso, auch da kann man also eigentlich nicht meckern. Außerdem interessant: die Art, wie der Film mit Andeutungen spielt, die sich letztlich lediglich im Kopf des Zuschauers erfüllen (nicht zuletzt ja die große und allgegenwärtige Anlehnung an 9/11). Das kann man zwar auch negativ werten, war aber, meiner Meinung nach, durchaus okay.

Was mich wirklich gestört hat waren nur die manchmal doch extrem auffälligen logischen Schwächen. Wer sich von so etwas grundsätzlich irritieren lässt, der sollte den Film meiden.

Ansonsten:

nette, leidlich unterhaltsame, wenn auch nicht überragende

70 %

"So,..."

... da es nun für mich - Änderung der Lebensumstände, Rhythmuswechsel, Hübsch-hübsch hin oder her - wirklich, ultimativ und endgültig wieder Zeit wird, zu einem halbwegs normalen Arbeitstakt zurückzukehren, wird es auch die alte V-Thek wieder geben.

:-))

Ich fang also mal ganz lustig und unbeschwert an mit:

- Hellboy I (verspreche mir nette Bilder und gute Phantastik, Teil II wird folgen)

- Baader-Meinhof-Komplex (altes Thema, alter Hut, aber mal sehen)

- Cloverfield (bin gespannt - falls er läuft, denn er könnte, laut Videothekenmensch, auch defekt sein)

- The Libertine (Jonny Depp und John Malkovich in einem Historienschinken - nahezu Pflicht für mich)

Schaun wir mal!

:-)

"Was..."

... fürs Auge.

Hübsch-hübsch.

;-)


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"Ein bisschen..."

... neues Material bestellt.

Unvermeidlich: der zweiten Teil von Stephensons "Barock-Trilogie" ("Confusion"), außerdem Crowleys "Magick", Band 1 (wollt ich schon lange mal lesen) und Sloterdijk ("Sphären", Band 1 - hauptsächlich, weil mich seine Begriffe interessieren).

Ich war noch an solche seltsamen Werken wie "Die Sexualmagischen Unterweisungen des O.T.O" und "Die henochischen Schlüssel" (Michael D. Eschner) dran, aber das wurde mir dann in der Versteigerung irgendwann echt zu teuer.

:-)
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