Nach Tom Bombadil, eine weitere Nebenfigur Tolkiens, die mich immer schon fasziniert hat:
Radagast, der Braune.
Einer der fünf Istari, der Zauberer, und damit dem selben Orden ("Heren Istarion") angehörig wie Gandalf (der Graue) oder Saruman (der Weiße). Über ihn ist wenig bekannt, er wird nur in zwei oder drei kurzen Passagen erwähnt (Saruman: "Radagast der Vogelbändiger! Radagast der Einfältige! Radagast der Narr!") und taucht nur ein einziges Mal persönlich auf (zu einem kurzen Gespräch mit Gandalf, während dieser sich auf der Suche nach Frodo befindet, der inzwischen mit Streicher von Bree aus aufgebrochen ist). Gelebt hat er zweitweise in der Nähe des Düsterwaldes, wo er ziemlich zurückgezogen vor allem mit Tieren Umgang pflegte (besonders den Vögeln fühlte er sich verbunden -
den, keinesfalls
dem - :-D). Später ist er aber wohl weiter in den Süden gezogen.
Radagast ist so ein typisches Beispiel dafür, wie es Tolkien gelingt, nur durch kurze Andeutungen, eine enorme mythologische Tiefe zu schaffen, die voller unerzählter Geschichten steckt. Dabei färbt natürlich auch viel von den beiden tragenden Figuren "Gandalf" und "Saruman" auf Radagast ab, weil man sich fragt, was dieser Istar wohl so angestellt haben könnte, mit der Macht, die ihm von den Valar gegeben wurde. In der Jackson-Trilogie wird er, soviel ich weiß, gar nicht erwähnt - leider. Wäre schön, wenn er in einem der beiden Hobbitfilme auftauchen oder zumindest kurz Erwähnung finden würde.
:-)
Inzwischen den gescheiterten Versuch am Rothornpass überwunden und vor dem Eintritt in die gefährliche Dunkelheit Morias stehend.
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Unterwegs mit Frodo und den anderen...