Meines Wissens immer noch die beste - ernsthafte - Realfilmumsetzung eines spekulativ angenommenen atomaren Holocaust (neben "Dr. Seltsam"/Kubrick, 1964, der satirisch war, und "Wenn der Wind weht"/Murakami, 1986, der ein Animationsfilm ist).
Technisch ganz solide im Stile klassischer Katastrophenfilme gearbeitet (Verknüpfung persönlicher Schicksale mit der alles überschattenden Katastrophe), überzeugt "The Day After" vor allem durch seine schonungslos realistische Darstellung des breit angelegten Atomschlags, der dann - vom Start der Raketen bis zu den Explosionen - in äußerst beeindruckenden Bildern in Szene gesetzt wird. Besonders erwähnenswert ist vielleicht auch die Tatsache, dass es Meyer - erfreulicherweise - weitestgehend gelingt, jeden allzu platten Patriotismus zu vermeiden, um die Katastrophe so letztlich als einen Schlag gegen die gesamte Menscheit wirken zu lassen.
Sehr sehenswert. Prädikat "besonders wertvoll", sozusagen.
Hat was. Eigentlich nicht mehr als ein paar Tage (und Nächte - Tag und Nacht verschwimmen logischerweise) im Leben von verschiedenen Speed-Freaks. Hauptsächlich einem Dealer (Mickey Rourke), der ständig vor seinem selbstgebastelten Labor hockt und Amphetamine zusammenbraut, sowie einem jungen Mann und einer jungen Frau, die beide nicht so genau wissen, was sie wollen, und auch noch zu dumm sind, um das zu erkennen.
Sehr viele Schnitte, Hektik, aber sehr treffend, wie ich vermute.
Krankt ein wenig an der Handlung, sonst aber sehenswert, um da mal einen Einblick zu erhalten.