Sonntag, 25. November 2007

"Was..."

... die Verhaftung Kasparows in Russland zeigt: Demokratie ist, angesichts ultimativer Machtinteressen, einen Scheißdreck wert. Wenn es irgendwann hart auf hart kommt, wird sich Demokratie - überall auf der Welt - als Hirngespinst und naive Illusion erweisen.

Das zumindest könnte man befürchten.

"Schweigen"

-10


Im Notfall: einfach mal die Klappe halten!

:-)

"Fluch der Karibik 3"

-51



"Prates of the Caribbean: At World's End"


2007


Regie: Gore Verbinski


Ein bisschen zwiespältig, die Sache.

Ich denke, man kann den Film tatsächlich mit zweierlei Maß messen, je nachdem, wie man ihn betrachtet.

Die negative Sichtweise:

Eindeutig zu lang, prall überfüllt mit ewig andauerndem, haarsträubendem Gelaber und künstlich- aufgesetzter Dramatik; eine Art Sketchparade ohne sonderlich erwähnenswerte Höhepunkte - Blödsinn.

Die positive Sichtweise:

Extrem witzig; ein tripartiges Fanatsyspektakel, das sich durch äußerst starke schauspielerische Leistungen auszeichnet, eine interessante, komplex verschachtelte Story bietet und dazu mit jeder Menge gut eingeflochtener Filmzitate glänzt.


-8


Sicher ist, dass eine halbe oder gar ganze Stunde weniger dem Film durchaus gutgetan hätten. Sicher ist auch, dass die schauspielerische Leistung sich - mal abgesehen von Keira Knightly, die hin und wieder schwächelt - gut bis grandios gestaltet. Sketchparade? Zeitweise kann einem der Gedanke kommen, allerdings sind die Sketche auch allesamt von hoher Qualität, sodass manch ein echter Lacher dabei herausspringt. Vielleicht ebenso gelungen wie die Filmzitate, die jedem Flimfan die allergrößte Freude bereiten dürften.

Fazit also: eindeutig zu lang, und man muss wohl auch in einer ganz besonderen Stimmung sein, um den Film über diese Länge hin ganz zu genießen. Meiner Meinung nach besser als der zweite Teil, aber schlechter als der erste. Vor allem den Bezug zum klassischen Piratenfilm vermisse ich irgendwie, seitdem die letzten beiden Teile zur reinen Fantasy mutiert sind. Ganz witzige, nett stilisierte Fantasypiraten, aber halt keine "echten" mehr.

Wer sich die DVD ausleiht: auf jeden Fall im englischen Original ansehen!


Negativ: 30 %

Positiv: 90 %

"The Good Shepherd"

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"The Good Shepherd"


2006


Regie: Robert DeNiro


DeNiros zweite Regiearbeit (nach "In den Straßen der Bronx", 1994). Eine Steigerung, aber immer noch kein wirklich großer Film. Immerhin zeigt DeNiro hier zumindest phasenweise mal eine eigene Handschrift als Regisseur. Leider aber erst nachdem er zuvor wieder in dieselben, alten Fehler wie im Falle seines Erstlingswerkes verfallen ist. "In den Straßen der Bronx" war ein erschreckend uneigenständiges Machwerk aus technisch, stilistisch, drehbuchmäßig kopierten Klassikern des Mafia-Filmgenres von Sergio Leone bis Martin Scorsese. "The Good Shepherd" liefert dem entsprechend über weite Strecken eine Kopie des klassischen Polithrillers von Costa Gravas bis Oliver Stone, aus deren langem Schatten DeNiro seinen Film erst nach über der Hälfte der Spielzeit herausbugsieren kann. Immerhin schafft er es dann irgendwann.
Matt Damon spielt gut, hat aber, wie übrigens der gesamte Film auch, darunter zu leiden, dass niemand ihm die Verwandlung vom jungen Student der Lyrik bis hin zum gestandenen CIA-Chef, mit dann ebenfalls wieder einem eigenen, erwachsenen Sohn, so recht abnimmt.
Und dann - die Länge. Das Ganze ist auf anstrengende 2:40 ausgedehnt und erfordert über die gesamte Dauer eine sehr hohe Konzentrationsfähigkeit - vom misslungenen, etwas holprigen Anfang, der es dem Zuschauer unnötig schwer macht in den Film hineinzukommen oder sich schnell in der Handlung zu orientieren, bis hin zum Ende, welches die drei oder vier Zeitbenen, die während des Films aufgerissen werden, wieder zusammenführt.

Bringt man jedoch die erforderliche Geduld auf, dann bleibt einem am Schluss kaum mehr etwas anderes übrig, als dem Film eine gewisse Qualität zuzugestehen.


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Es geht übrigens um die Entstehung der CIA und die ersten Jahre ihrer Arbeit. Demonstriert anhand des ersten Chefs der berüchtigten Behörde, der offensichtlich so eine Art "Dostojewski-Idiot" war und zwar das Gute gewollt, aber das Böse erreicht hat.


95 %


***

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