"Sternentor"
„Nun, ich kann nichts Ernsthaftes finden. Blutwerte, EKG, EEG, Ultraschall – alles in Ordnung, Herr Pfau. Vielleicht sind es doch nur die Nerven, die ihnen einen Streich spielen. Haben sie viel gearbeitet in letzter Zeit?“
Pfau saß in seinem Stuhl im Besprechungszimmer seines Hausarztes und wusste nicht, ob er sich freuen oder eher traurig sein sollte. Natürlich war das eine gute Nachricht, immerhin war er anscheinend körperlich gesund, andererseits jedoch…
Er stand auf und reichte dem Mann im weißen Kittel, der sich inzwischen ebenfalls erhoben hatte und ihn nun, durchaus nicht unfreundlich, durch die dicken Gläser einer schwarzrandigen Brille hindurch ansah, die Hand, dann verließ er die Praxis.
Draußen empfing ihn die übliche Stadtatmosphäre Saarbrückens. Schmutzige Autos stauten sich in Zweierreihen vor den Ampeln, Menschen liefen umher, gingen ihren Geschäften nach oder vertrieben sich einfach nur die Zeit. Er trabte los und noch bevor er sich zehn Schritte weit vom Eingang der Praxis entfernt hatte, begannen die Schmerzen von neuem. Ein Ziehen in Armen und Bauch, wie ein Muskelkater, dazu dröhnende Kopfschmerzen, verbunden mit leichten Irritationen seines Sehvermögens und einem enervierenden Klingeln in seinen Gehörgängen, das ihn – mehr als all die anderen Symptome, an denen er seit ein paar Wochen litt – in den Wahnsinn zu treiben versuchte.
Für einen Moment liebäugelte er damit, umzudrehen und den Arzt sofort noch einmal aufzusuchen. Schlussendlich jedoch ließ er es sein.
Welchen Zweck sollte es auch haben?, dachte er resigniert.
(...)
Pfau saß in seinem Stuhl im Besprechungszimmer seines Hausarztes und wusste nicht, ob er sich freuen oder eher traurig sein sollte. Natürlich war das eine gute Nachricht, immerhin war er anscheinend körperlich gesund, andererseits jedoch…
Er stand auf und reichte dem Mann im weißen Kittel, der sich inzwischen ebenfalls erhoben hatte und ihn nun, durchaus nicht unfreundlich, durch die dicken Gläser einer schwarzrandigen Brille hindurch ansah, die Hand, dann verließ er die Praxis.
Draußen empfing ihn die übliche Stadtatmosphäre Saarbrückens. Schmutzige Autos stauten sich in Zweierreihen vor den Ampeln, Menschen liefen umher, gingen ihren Geschäften nach oder vertrieben sich einfach nur die Zeit. Er trabte los und noch bevor er sich zehn Schritte weit vom Eingang der Praxis entfernt hatte, begannen die Schmerzen von neuem. Ein Ziehen in Armen und Bauch, wie ein Muskelkater, dazu dröhnende Kopfschmerzen, verbunden mit leichten Irritationen seines Sehvermögens und einem enervierenden Klingeln in seinen Gehörgängen, das ihn – mehr als all die anderen Symptome, an denen er seit ein paar Wochen litt – in den Wahnsinn zu treiben versuchte.
Für einen Moment liebäugelte er damit, umzudrehen und den Arzt sofort noch einmal aufzusuchen. Schlussendlich jedoch ließ er es sein.
Welchen Zweck sollte es auch haben?, dachte er resigniert.
(...)
V - 30. Okt, 07:27





















