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Mittwoch, 10. Oktober 2007

"Hohenzollernbrücke"

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Edgar Güttge.

Man driftet in dieser Anthologie von Höhepunkt zu Höhepunkt.

So sieht's aus.

Nichts, was ich von Edgar Güttge bisher gelesen habe, hat mich enttäuscht. Was ihn meiner Meinung nach auszeichnet, sind vor allem seine stets herrlich außergewöhnlichen Ansätze und Ideen. Und besonders hier, in "Hohenzollernbrücke", liefert er in dieser Beziehung wieder ein wahres Meisterstück ab. Niemand, den ich kenne, würde es wohl schaffen, seine Phantastik dermaßen genial aus einer völlig alltäglichen, jedem hundertprozentig vertrauten Situation heraus zu entwickeln. Das ist Phantastik at it's best - weil sie sich schleichend, beinahe unmerklich, aus dem vollkommen normalen Leben heraus entwickelt und dann doch - plötzlich - alles dominiert.

Wunderbar!

Dazu prächtig geschrieben, voller furioser Überraschungen und lakonisch-schelmenhaftem Humor.

Eine Story, die man immer wieder lesen kann, weil sie einen nämlich einfach gut drauf bringt!

Hab mich köstlichst unterhalten gefühlt.

:-)

***

"Neuanfang im Paradies" - Andreas Flögel

Hab nur sehr schwer in die Story hinein gefunden, und hatte dann auch ziemlich Probleme damit, aufmerksam zu bleiben. Weiß nicht genau, woran es lag. Vielleicht war ich auch zu unkonzentriert (was durchaus vorkommt).

:-)

Womöglich dramatisch etwas zu schwach, stilistisch ein wenig zu steif und von den Tempowechseln her zu wenig variiert. Irgendwie hab ich mich da phasenweise selbst drin erkannt. Auch inhaltlich hat der Text mir nicht viel gesagt. Ich müsste mal mehr lesen, von Andreas Flögel.

Aber, wie gesagt, das kann diesmal auch an mir gelegen haben - ist ja eh alles extrem subjektiv, was ich hier so vom Stapel lasse. Und dazu noch äußerst spontan, denn es sind fast immer die nur sehr kurz selbstreflektierten, allerersten Eindrücke, die ich notiere (manch eine Einschätzung kann sich also auch noch ändern).

Vielleicht hab ich mich auch beim Wechsel von "Hohenzollernbrücke", humorig-leicht, zu "Neuanfang im Paradies", eher ernst, ein wenig verschluckt!

;-)


Nach oben: "Staub"

;-)


***

Vorher: "Der Turm der Träume" - Heidrun Jänchen

"Weil..."

... es sonst ja meist nicht erwähnt, sondern lieber totgeschwiegen wird.

Illegal ist ganz normal

Es ist und bleibt ein Grundproblem dieser Gesellschaft: von den einzelnen Bürgern verlangt man die strikte Befolgung auch absurdester, mitunter sogar freiheitsbeschneidender Gesetze, während Konzerne immer noch, nach wie vor weitestgehend geduldet, außerhalb jeder Gesetzgebung agieren dürfen.

Das passt einfach nicht zusammen, und solange sich das nicht ändert - sind wir auf dem Weg in den Kapitalfaschismus.

Ups, is mir so rausgerutscht.

Dabei wolte ich doch ein treuer, politisch korrekter Anhänger des Systems werden.

*lach*

Sorry!

;-)

"Come Sail Away"

B000002GB9-01-_SCMZZZZZZZ_



I'm sailing away, set an open course for the virgin sea
I've got to be free, free to face the life that's ahead of me
On board, I'm the captain, so climb aboard
We'll search for tomorrow on every shore
And I'll try, oh Lord, I'll try - to carry on!

I look to the sea, reflections in the waves spark my memory
Some happy, some sad
I think of childhood friends and the dreams we had
We live happily forever, so the story goes
But somehow we missed out on that pot of gold
But we'll try best that we can - to carry on!

A gathering of angels appeared above my head
They sang to me this song of hope, and this is what they said
They said - come sail away, come sail away, come sail away with me!

Come sail away, come sail away, come sail away with me!

I thought that they were angels, but to my surprise
They climbed aboard their starship and headed for the skies
Singing - come sail away, come sail away, come sail away with me!

Come sail away, come sail away, come sail away with me!


(Styx, The Grand Illusion, 1977)


***

Original-Video, 1977

Hier im Video eine gekürzte Version (singletauglich, schätze ich mal). Das LP-Original enthält zusätzlich noch eine sehr schöne, etwa 1,5 minütige Keyboardpassage.
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