"Risiken"

Von Bernhard Schneider.
Äußerst routiniert, glatt und gut geschrieben. Beneidenswert. Auch wenn die Art der Pointe nicht ganz neu ist - eine runde Sache in jeder Beziehung. Nahezu eine klassische Kurzgeschichte, finde ich.
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"Stadt aus Maschinen" - Christian Weis
Schönes Auf und Ab in der Story, interessante Perspektive. Die Pointe - um die Stadt aus Maschinen - erscheint mir persönlich allerdings ein wenig zu unvorbereitet, zu unverbunden, zu losgelöst vom Rest der Erzählung.
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"Nor Mal" - Dirk Becker
Echt kauzig, oder besser: schratig. Sehr ungewöhnlich, sehr amüsant, ein wenig schräg. Prima. Super.
:-)
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"Habitat" - Christian Günther
Mein Favorit bisher. Nicht nur, weil die Story fast perfekt geschrieben ist, auch, weil die Atmosphäre der Verlassenheit, vor allem innerhalb des Habitats, ganz extrem greifbar wird.
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"Amethyst" - Frank Hebben
WOW! Das wird ja immer besser. Story für Story ein konstant zunehmender Genuss!
:-)
Hebbens "Amethyst" ist einfach nur geil (wenn ich mich mal so leger ausdrücken darf). Hat einen ganz genialen Anflug von verhaltenem, ansteigendem und schließlich ausbrechendem Wahnsinn. Gefällt mir sehr gut. Da steh ich drauf.
;-)
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"Eingezogen" - Melanie Metzenthin
Gefällt mir ebenfalls gut (ich krieg langsam ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht genug zu kritisieren habe). Eine sehr vielseitige Story - verbindet äußerst geschickt Humor und satirische Elemente mit Ernsthaftigkeit und einer gewissen (politischen?) Relevanz. Ein weiterer Beleg dafür, wie gut es den beiden Herausgebern (Armin Rößler & Heidrun Jänchen) wieder einmal gelungen ist, die verschiedensten Stimmungen einzufangen und damit - entgegen anders orientierter Veröffentlichungen - die doch erhebliche Bandbreite der SF auszuleuchten, anstatt den Fokus nur auf einen dogmatisch eingeengten Ausschnitt zu legen. Das zeichnet die Wurdack-SF ja von je her aus und ist meiner Meinung nach - vor allem auf lange Sicht - eine wahre Wohltat für die deutsche Science-Fiction-Szene.
Was mir allerdings zu diesem Zeitpunkt auffällt, ist die Tatsache, dass in vielen Stories immer wieder das Motiv der "Transformation" in verschiedenen Formen und Varianten verwendet wird. Das könnte, wenn es sich denn fortsetzt, womöglich ein kleiner Schwachpunkt werden. Außerdem mangelt es - apropos Bandbreite - bisher vielleicht ein wenig an ernsthaft naturwissenschaftlich orientierten Erzählungen bzw. es fehlt mir persönlich auch ein wenig der gute, alte Weltraum, denn bisher scheint alles doch sehr geistesorientiert oder im Rahmen von "Social-Fiction" verbleibend.
Doch was will man machen, wenn niemand die naturwissenschaftlichen Stories schreibt oder sich wieder mal an einer spacigen Sache versucht. Und da greift sich der Verfasser dieser Zeilen, obwohl kein ausgesprochener SF-Spezialist, durchaus auch an die eigene Nase.
:-)
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"Wo uns niemand findet" - Jakob Schmidt
Ein weiterer Favorit und der erste richtig große, laute Lacher für mich. Ich sag nur: "Alice im Arschlochland" (keine Angst - der harte Ausdruck ist nicht repräsentativ für die Story im Ganzen - an dieser Stelle aber, an der er auftaucht, ein absoluter Brüller und sehr angebracht inmitten der wunderbar surrealistischen Atmosphäre, die Jakob Schmidt hier über weite Strecken erzeugt). Erinnert mich manchmal an die Stories von Ian Watson, der ebenfalls immer so geniale, surreale Szenarien entworfen hat, und immer noch entwirft, hoffe ich. Ja, so gut ist das in der Tat geschrieben - einem solchen Meister des Surrealen wie Watson durchaus angemessen.
Was mir ebenfalls gut gefällt, ist die Auflösung der Story in einem richtig schönen Happy-End. An sich nicht unbedingt mein Ding, hier aber wirklich sehr gut gemacht, nicht erzwungen, aufgesetzt oder peinlich, wie es ja oft vorkommt, sondern einfach nur passend und extrem gut gelungen.
"Wollen Sie sagen, ich kann hier Socken klauen, indem ich sie ansehe?"
Durst nickte.
Stöhnend erhob Nina sich von der Matratze. "Ich muss hier raus. (...)"
:-)
Zitiert mit einfach mal so vorausgesetzter Genehmigung des Autors.
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"Die Befreiung des Fremdlers" - V. Groß
Au, wer ist das?
:-)
Normal les ich die eigenen Sachen nach Abschluss eher ungern, weil mir nämlich immer noch was auf- und einfällt, das noch zu verbessern wäre. Meist überwinde ich mich dann aber doch irgendwann.
Ja, so schlecht ist die gar nicht unbedingt. Typisch irgendwie: immer ein wenig bizarr, stilistisch und inhaltlich stets etwas unbequem, sperrig und neben der allgemeinen Spur. So ist es, so soll es sein und so soll es bleiben. Ich hab mich dran gewöhnt, es entspricht zu hundert Prozent, und inzwischen dürfte man meine Dinger ja auch einigermaßen kennen. Es muss schließlich auch - vielleicht gerade in der Phantastik - Exoten geben, die andere Wege suchen und gehen, gell? Selbst wenn sie Adjektive mögen.
;-)
Übrigens: den letzten Satz, der nachträglich hinzugebastelt wurde, hätte ich mir gut und gerne sparen können.
Jetzt aber schnell weiter zu Heidrun Jänchen.
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Eröffnung: "Happy Birthday" - Andrea Tillmanns
V - 2007-10-06 23:12


























