... eines theoretischen Gegenstandes liegt ausschließlich in diesem Gegenstand selbst. Die Norm der Mathematik liegt in der Mathematik, die Norm der Logik liegt in der Logik, die Norm der Ethik liegt in der Ethik.
(Extrahiert aus einer auf Husserls Phänomenologie bezogenen Fußnote in Derridas "Genesis und Struktur")
Eigentlich ja eine Aussage von bekanntem Inhalt, allerdings finde ich sie so formuliert mal wieder recht interessant. Führt mich irgendwie zu der Frage, ob wir die von uns geschaffenen theoretischen Gegenstandsbereiche überhaupt noch kontrollieren, oder ob diese sich nicht vielmehr inzwischen selbstständig gemacht und die Kontrolle
über uns übernommen haben.
:-)
Überhaupt kann ich Derrida jedem, der über gewisse philosophische Vorkenntnisse verfügt, und einigermaßen Erfahrung im Lesen philosophischer Texte hat (was unabdingbar ist),
wärmstens empfehlen. Unbedingt vornehmen! Ist mir bisher selten passiert, dass ich das gesamte Werk eines Philosophen lesen wollte (mal abgesehen vom "göttlichen" Friedrich N., natürlich), aber Derrida werd ich sicherlich komplett verschlingen. Seine Analysen sind einfach zu genial und - vor allem - extrem lohnend.
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Derrida