Dienstag, 7. August 2007

"Pan's Labyrinth"

panslabyrinth-poster2


"Pan's Labyrinth"

2006


Regie: Guillermo del Toro


Fast ein Meisterwerk!

Filmisch und, was irgendwie noch entscheidender ist, in Hinblick auf die Phantastik und die modernere Fantasy an sich.

Toro zeichnet sich ja immer dadurch aus, dass er in seinen Filmen die Phantastik selbst reflektiert, ihre Hauptelemente, Strukturen und Grundlagen betrachtet (um sie so - logisch - eben vielleicht auch an entscheidender Stelle erweitern zu können). Und das tut er in "Pan's Layrinth" sehr ausführlich und sehr gut, indem er den notwendigen Kern jeglicher Phantastik erfasst, der natürlich in der Frage des Verhältnisses zwischen Fantasie und Realität liegt, der Distanz jener beiden Welten, dem Maß ihres Zusammenhangs. Einfach wunderbar ist, wie er zum Beispiel die vermeintliche Realität des Jahres 1944 selbst zu einer fantastischen Welt werden lässt - nicht nur durch das bloße Auftauchen verschiedener explizit fantastischer Wesen (so machen es die meisten), sondern auch durch das Stilmittel der Stilisierung oder den gezielten und konzeptionellen Einsatz krassester Gewaltausbrüche. So erreicht er diesen exquisiten, filmischen Zustand, der einem beständigen Wabern zwischen Realität und Fantasie gleicht, und dabei gleichzeitig fast über die gesamte Dauer des filmischen Abenteuers hinweg die Frage nach dem Verhältnis der beiden Welten aufrecht erhält.

Super!


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Leider, und jetzt kommt das "Fast", welches "Pan's Labyrinth" vom letzten Schritt hin zum absoluten, phantastischen Meisterwerk der Fantasy trennt, missrät ihm der Versuch, im letzten Drittel des Films den ganz äußersten Punkt des Verhältnisses zwischen Relität und Fantasie anzusteuern, also die Darstellung einer von jedem fantastischen Element befreiten Realität (den umgekehrten Fall kann es nicht geben). Er schafft das zwar, aber was bleibt? Filmische Mangelware! Die Szenen, in denen Toro den Abstand bis zur völligen Trennung ausreizt, werden zu einem erschreckend klischeehaften, in geradezu nichtssagende Bilder gefassten, durch und durch platten Drama. Und ich glaube nicht, dass dies wirklich seine Absicht war (dafür ist es filmisch dann doch zu banal gemacht).

Aber das ist eigentlich auch schon die einzige Kritik, die ich anzubringen hätte.

Ein außerordentlich guter Fantasyfilm, der nicht ganz den Status eines auf Jahre hin geltenden Referenzwerks erreicht, diesem aber sehr nahe kommt.

Man kann es aber auch mal anders sehen: "Pan's Labyrinth" ist ganz große phantastische Kunst, aber noch lange nicht der ultimative Film von Toro. Der kommt noch, und das kann einen doch froh, ja schaudern machen!

Nichtsdestowenigertrotz (!) werde ich mir diesen Film selbstverständlich auf DVD zulegen müssen, denn - bei Gottfried - welch eine außerordentlich phantastische Hintergrundschleife für die besonders bizarre Fantasytage im Hause V!


100 %

"Was..."

... mich oft stört in der letzten Zeit: eine Implikation, die vor allem in wirtschaftspolitischen Diskussionen immer irgendwie mitschwingt.

In seinem Heimatland zu leben, in dem man geboren wurde, ist kein Privileg, für das man womöglich auch noch dankbar sein muss, sondern viel eher ein natürliches Recht!

Da soll man sich nichts Anderes erzählen lassen, denke ich.

"Irgendwie..."

... lässt mich Bartholomäus Borkat, der "Mikrokosmische Maler", nicht mehr los.

Neue Textdatei:

"Die Rückkehr des mikrokosmischen Malers".

:-)

Nicht tot zu kriegen, der Typ. Wenn ich mit dem fertig bin, ist der mit Sicherheit irgendwie was Unsterbliches - eine unmenschliche, monströse, böse Kreatur.

;-)

"Furunkel"

Geschlagen mit Furunkeln!

Wird doch hoffentlich keine biblische Gottesstrafe oder Plage sein - von wegen "Leviticus"?

:-)

Nein, eine immer widerkehrende Reizung bei Kontakt mit bestimmten, chemischen Stoffen (in manchem Duschzeug und so...).

Ich hab's eben mit der Natur.

;-)
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