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Montag, 6. August 2007

"Der Fall Comte Ludoc"

Man rief mich im Morgengrauen des 14. Jenner 1686.
In einer Nacht, die ich eigentlich für meine Studien verplant hatte.
So saß ich also vor dicken Folianten, die Nase tief darin vergraben, durch Linsen und Lupen nach vermeintlich unentzifferbaren Kleinstdetails schielend, als ich plötzlich ein Geräusch vernahm. Unten, im Treppenhaus.
Es mochte sein, dachte ich, dass mein Nachbar, wie es des Öfteren vorkam, mal wieder etwas zu lange ausgeblieben war und jetzt, seine Maßlosigkeit ohne Zweifel bereits schmerzlich bereuend, nach Hause zurückkehrte.
Wie verwundert war ich aber, als ich kurze Zeit später ein Klopfen an meiner Zimmertür vernahm.
Kurz schwankte ich zwischen Gehen und Bleiben.
Dann zog ich die Lesebrille aus und warf sie unbeherrscht neben das Buch, das ich gerade zu lesen im Begriff gewesen war.
„Wer ist da?“, fragte ich aufs Gratewohl heraus und ich vermute, dass ich wohl sehr ungehalten klang in diesem Augenblick.
Zu meinem neuerlichen Ärger erhielt ich eine Antwort, die ich nicht verstand.
Tatsächlich war sie kaum mehr als ein undeutliches Gemurmel. Der späte Gast, wer immer er auch sein mochte, hatte seine Worte offensichtlich sehr leise oder, ein anderer Gedanke, der sich mir sofort aufdrängte, behindert durch irgendeine Art von körperlicher oder geistiger Sprachuntauglichkeit ausgesprochen.
Mir blieb, wollte ich erfahren, um welche Angelegenheit es sich handelte, nichts anderes übrig, als zu öffnen und den Besucher einzulassen.
Eine halbe Stunde später befand ich mich auf einer Kutschfahrt durch die sich aufhellenden Straßen der Stadt.
In welch mysteriöse Angelegenheit war ich hineingeraten!

(...)

"Wer..."

... an die Zeit denkt, der denkt in irgendeiner Form auch an den Tod!
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