Peter Pan
Days, 2007
Sideproject des Collage- und Satellite-Drummers Wojtek Szadkowski.
Und so ähnlich kling das Album dann natürlich auch.
Allerdings gibt es auch einige markante Unterschiede. Der Sound ist deutlich klarer und direkter, weniger mit Soundeffekten überladen, besser, kerniger und knackiger (was vor allem auch an der mehr in den Vordergrund gerückten Gitarre liegt, die allerdings auch nahtlos perfekt in den symphonisch-progressiven Grundtonus des Collage- und Satellitesounds passt und deshalb niemals aufdringlich oder störend wirkt). Außerdem hat ein anderer Sänger den Part von Robert Amirian übernommen. Auch das tut dem Sound zur Abwechslung mal ganz gut. Der Neue, ein gewisser "Peter", singt härter und rauer, ohne dabei jedoch unmelodisch zu werden, und verfügt - bei allem Respekt für den sehr guten Gesang von Amirian - über eine wesentlich größere emotionale Bandbreite, d.h., es flüstert, krächzt, spricht, säuselt und schreit merklich abwechslungsreicher als bei Amirian. Und das erinnert dann manchmal tatsächlich an den alten, bärenstarken Fish (ohne jedoch Plagiat zu sein).
Szadkowskis eigenen Worten gemäß das beste Album seiner bisherigen Karriere.
Und da könnte er sogar Recht haben. Sicher noch ein gutes Stück besser und inspirierter als die letzten beiden, etwas überladenen, Satellite-Alben und mindestens gleichrangig mit der legendären
"Moonshine" aus dem Jahre 1994.
Ein super Prog-Album mit Tiefenwirkung und Pfeffer!
Einziges Manko: die mit knapp 41 Minuten doch sehr ärmliche Laufzeit.
100 %
***
Auch im Dauerbetrieb überzeugend. Übt eine ganz seltsame Faszination aus, die Platte. Ein anderer sehr treffender, musikalischer Vergleich wäre vielleicht
"Aragon".