"Saw"
2004
Leigh Whannell, Cary Elwes, Danny Glover
Regie:
James Wan
Ja, nicht übel.
Heftig perfide, würde ich sagen.
Und das gleich auf mehreren Ebenen. Zunächst gilt das natürlich für die Spielchen des Killers, aber auch darüber hinaus, nach außen hin, wird, was vor allem die Sehgewohnheiten und Erwartungen der Zuschauer betrifft, ein durchaus gekonntes, fieses Spiel getrieben. Immer wieder glaubt man sich des weiteren Verlaufs der Handlung sicher zu sein, nur um dann wieder festzustellen, dass man es hier wohl doch nicht mit einem ganz herkömmlichen, ganz normalen Thriller zu tun hat.
Nicht schlecht.
Obwohl ich auch sagen muss, dass der Film erstaunlicherweise weder Angst, noch Spannung bei mir ausgelöst hat.
Ließ mich doch alles recht kalt.
Woran lag das?
Vielleicht an den, wohlgemerkt keineswegs schlechten, aber auch nicht unbedingt erstklassigen, Schauspielern? An der, filmtechnisch gesehen, relativ harmlosen und unaufgeregten Umsetzung? Dem interessanten, aber doch, auf Dauer, langweiligen Ort des Geschehens?
Weiß es nicht genau.
Nett war auf jeden Fall die Idee, die Handlung ausschließlich im Dunkeln oder unter künstlichem Licht (vorzugsweise dem kalten Licht von Neonröhren) spielen zu lassen. Und auch das überraschende Ende war eigentlich vom Feinsten. Der Film ist, wie gesagt, groß darin, eingefahrene Sehgewohnheiten zu hintergehen und geschickt mit den Elementen des Genres zu jonglieren.
Leider verknüpfen sich die guten Ansätze in diesem Fall aber nicht unbedingt mit wirklich so ganz neuen, bahnbrechenden Ideen.
Die nächsten Teile (Saw 2-4) werde ich mir demnach wohl sparen können.
Obwohl es natürlich andererseits auch reizvoll sein könnte, mehr über diesen Killer zu erfahren.
Mal sehen.
79 %
***
Angst und Horror