Montag, 12. März 2007

"Big Fish"

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"Big Fish"


2004


Ewan McGregor, Albert Finney, Jessica Lange, Danny DeVito, Helena Bonham Carter


Regie: Tim Burton


Ja, ganz gut.

Eine Hommage an die Fantasie und das Leben, eingepackt in eine herkömmliche Vater-Sohn-Dramatik.

Ein ziemlich persönlicher Film (Burtons Vater starb kurz zuvor).

Schön in Rückblenden erzählt, mit den für Tim Burton typischen, diesmal aber eher noch zurückhaltend gestalteten Bildern. Dabei nutzt er die surreal-grotesken Einschübe außerdem, um ein paar nette, satirische Seitenhiebe auf verschiedenste amerikanische Mythen zu platzieren, was dann nochmal zusätzlich einen interessanten Gegensatz zwischen traumhafter Fantasie und Lebensrealität aufreißt.

Ja, wie gesagt, nicht schlecht. Mir persönlich aber ne Nummer zu sentimental und, vor allem in den phantastisch-grotesken Sequenzen, irgendwie allzu lässig-routiniert in Szene gesetzt.

Meiner Meinung nach fehlt der Sache der letzte, entscheidende Kick.

Trotzdem sehenswert und nicht völlig ohne Zauber. Gut besetzt und gespielt (mal abgesehen von Billy Crudup der, als unverständiger Sohn eines im Sterben liegenden Vaters, hier leider nur banalstes Mittelmaß abliefert).

Ein Film für die ganze Familie eben.

Ach ja, eigentlich sollten wir uns ja alle ganz furchtbar lieb haben, gell.

*seufz*, *schauder*

;-)


Übrigens:

Warum wird der große Fisch so groß?

Ganz einfach: weil ihn niemand fängt!

;-)


Nach einem Roman des Amerikaners Daniel Wallace.



89 %

"Herzland"

Notizen zum Arbeitsprozess:

- Wie wichtig ist doch das erste Kapitel. Wesentliche Züge der Gesamtgeschichte (und einiger, späterer Kniffe) müssen da schon gesetzt werden.

- Schätzung: 18 Kapitel (ohne eventuellen Pro- und Epilog); macht, bei einem angepeilten Mindestumfang von 220 Seiten, ca. 12 Seiten pro Kapitel.

- Die eigentliche Geschichte (die natürlich auch möglichst gut sein sollte, keine Frage) ist, so wie ich das momentan beurteile, nicht unbedingt das absolut Entscheidende oder Wesentliche. Vor allem dient sie nämlich als Handlungsträger für die jeweilige Entwicklungsgeschichte der verschiedenen Charaktere und ihrer Beziehungen zueinander.

- Ein bisschen überrascht bin ich vielleicht von der Tatsache, in welchem Ausmaß der Roman jedes Mal, Stück für Stück, immer wieder neu erdacht werden muss, bevor man ihn dann, ebenfalls Stück für Stück, schriftlich weiterführen kann.

- Erstaunlich auch, wieviele Ideen man wieder verwerfen muss, weil sie, entweder, nicht der Atmosphäre entsprechen, oder zu schwach bzw. abgefahren sind. Vor ein paar Tagen war ich zum Beispiel, für einige Minuten, allen Ernstes der festen Überzeugung, ich müsste den AT des Romans in "Die ominöse Kiste" umändern.

:-)


***

Herzland
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