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Montag, 10. Oktober 2005

"Synder"

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Pat Cadigan

"Synder"


1991


Bietet all das, was man so im Allgemeinen vom Cyberpunk erwartet.

Jede Menge kaputte, drogen- und mediensüchtige Typen, die totale Vernetzung und Computerisierung des Alltags, große, kontrollausübende Konzerne, künstliche Intelligenz, findige Hacker, und natürlich die ständige Vermengung von wirklicher und virtueller Realität.

Das ganze im typischen, sehr abstrakten und komplex-chaotischen Cadigan-Stil (auch "Bewusstseinsspiele" war ja schon so - nur eben rein auf das Bewusstsein gemünzt).

Die Story bleibt leider ein wenig auf der Strecke.

Was bleibt sind ein paar sehr nette Ideen (z.B. die Übertragung des Schlaganfalls eines direkt über Steckbuchsen angeschlossenen Users in das Netz, wo er sich zu einer bösartigen, virusähnlichen Intelligenz entwickelt) und natürlich die bemerkenswerte Leistung einer treffenden Zukunftsvision, die aus dem Jahre 1991 und damit aus einer Zeit stammt, als das Netz und die private Nutzung der Computertechnologie noch so ziemlich in den Kinderschuhen steckte.

Ein gutes, vielleicht sehr typisches Beispiel für den Cyberpunk, das allerdings irgendwie schwer verdaulich ist, ungefähr so, als hätte man ein Stück zusammengepressten Hardwareschrott geschluckt, das jetzt quer im Magen sitzt.

In Ordnung, aber nicht gut genug für einen Platz im Regal.


42 %

"Erste Sätze III"

"Die Glocken von St. Markus auf dem Berg spielten ihr volles Programm, als Bud zum Mod-Salon skatete, um seine Schädelkanone durch ein besseres Modell ersetzen zu lassen."

(Neal Stephenson, "Diamond Age - Die Grenzwelt", 1995)


***

Erste Sätze II
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